Musikalisches zum Nationalismus

Einige Gedanken hierzu…

Wenn man sich schon gegen Nationalismus äußert, wo beginnt man am besten damit? Beim Staatsnationalismus in der Türkei? Beim ritualisierten Patriotismus in den USA? Beim Israelischen Zionismus oder dessen regionalen Gegenstück, dem revanchistischen palästinensischen Nationalismus? Beim Umma-Nationalismus bei einigen Islamischen Gruppen?

Fast überall gibt es Nationalismus. Wo die Kritik ansetzen muss, hängt wohl vom Milieu ab, in dem sich der einzelne bewegt: In greifbaren Bereichen der unmittelbaren Gesellschaft, beispielsweise im Fußball, wo Nationalismus gesellschaftlich anschlussfähig ist, ist Kritik ebenso wichtig, wie auch dort, wo er bereits hoffnungslos übersteigert ist und ggfs. mit Rassismus oder eliminatorischem (anti)religiösem Wahn vermischt ist.

Wäre ich Nationalist, dann müsste ich wohl Toitschnationales Kruppzeuch sein. Daher ist es für mich wohl selbstverständlich, mich zu allererst gegen die ersten Erscheinungsformen des Toitschen Nationalismus zu äußern.

In diesem Sinne:

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Hierzu auch "Die Mär vom guten Patrioten” von Nikolas Westerhoff.

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5 responses to “Musikalisches zum Nationalismus

  • fareus

    Danke für deinen guten Beitrag, für die Erkenntnis das Nationalismus kein typisch deutsches Problem ist.

    Vaterlandsliebe hört da auf und Nationalismus fängt da an, wo andere Nationen verachtet, erniedrigt, ermordet, beleidigt, … werden.

    … und keine Nation ist davor gefeit.

  • NDM

    An sich zeigt sich das meiner Meinung nach gerade im Fußball besonders. Bei den WM-Qualifikationsspielen Türkei/Schweiz war dies beidseitig besonders bitter, aber beim EM-Spiel Deutschland/Türkei ging es eigentlich, obwohl Nazis auf Altermedia schon einen Bürgerkrieg prophezeiten. Aber schon auf regionalerer Ebene zeigen sich Ansätze. Wenn zum Beispiel Dynamo Dresden gegen St. Pauli spielt, wird es richtig kriminell, denn in vielen ostdeutschen Zweitligistenvereinen werden Nationalsozialistische Einstellungsmuster regelrecht kultiviert.

    Im Gegenzug halte ich dies hier für vorbildlich:
    http://de.youtube.com/watch?v=2zWP44fyRVU
    http://de.youtube.com/watch?v=ZNAsY6Xh6Ho
    http://de.youtube.com/watch?v=wE8vCoS6UP8

    Wie man z.B. in der Türkei mit der MHP umgeht, oder in Deutschland mit den Bozkurts, kann ich nicht sagen, da fehlen mir einfach die Berührungspunkte(trotz Kontakten zu recht vielen Türken).

  • gibgasachi

    @Fareus: Aber in einen Topf werfen darfst Du das trotzdem nicht. Die Dinge sind da schon teilweise sehr anders.
    So ist meiner Erfahrung nach deutscher Rassismus eher ausgrenzend. Man lehnt also alles ab was nicht dazugehört.
    Türkischer Rassismus ist allerdings eher vereinnahmend. So wird man automatisch zum Türken erklärt. Probleme kriegst Du dann erst, wenn Du es ablehnst stolzer Türke zu sein.
    Na gut zusammenfassend könnte man das natürlich alles als schxxxe treffend pauschalisieren! 😉

  • Bogo

    Eindeutig (für mich) bei der Verachtung für das vermeintlich „Andere“.
    Bis zum Radikalismus gegen das „Andere“ ist es nur noch ein kleiner Schritt.
    Die Gegenreaktion des vermeintlich „Anderen“ lässt dann auch nicht lange auf sich warten und äussert sich mit den gleichen Mitteln, der “ Verachtung“, was widerum zu Radikalismus führt.
    So beisst sich die Katze in den eigenen Schwanz und anwendbar ist dieser Vergleich auf jegliches Geschehen in der Welt.

  • Graue Wölfe | Fareus

    […] siehe auch hier und hier […]

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