Interessant: Koscher und Halal speisen – Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Anlässlich dieses Themas auf Politischkorrekt wurden auf Politically Correct Islamische Speisevorschriften den Jüdischen Speisevorschriften gegenübergestellt. Interessant sind Gemeinsamkeiten bei der Fleischzubereitung, aber auch unterschiede bei Nahrung aus dem Meer.

Interessant wäre dann als drittes noch, warum es im Christentum keine derartigen Speisevorschriften gibt:

Erst der römische Bischof Eleuterius (auch Eleuter)( (175-189 n. Chr.) hob die jüdischen Speisevorschriften auf. Bis dahin wurden sie von den Christen noch befolgt. Er steht in dr Papstliste an 12. Stelle nach Petrus, aber damals gab es die Bezeichnung Papst noch nicht. Sonst weiß man über Eleuter fast nichts, und die Namensfolge in jener Zeit gilt als ungesichert.
Jesus zeigte zuerst, dass die Gesetze der Schriftgelehrten keine große Bedeutung haben, weil sie Menschengebote sind (Mk 7,7). Manchmal würden ihre Anweisungen sogar den Geboten Gottes widersprechen (Mk 7,8-13).
Danach erklärte er, dass der Mensch im religiösen Sinne nicht unrein wird, wenn er mit ungewaschenen Händen isst. Er würde vielmehr durch seine bösen Gedanken unrein (Mk 7,20-23). Damit wollte er den Pharisäern klar machen: Religiöse Gebräuche und gute Taten haben keinen Wert, wenn die Einstellung nicht stimmt.
Durch eine falsche Übersetzung von Mk 7,19 entsteht jedoch der Eindruck, Jesus hätte damit auch alle alttestamentlichen Speisevorschriften (3 Mo 11) für ungültig erklärt (Luther: „Damit erklärte er alle Speisen für rein"; Die Gute Nachricht: „Damit erklärte Jesus, dass alle Speisen vor Gott rein sind").
Im frühen Christentum bereits wurden so gut wie alle Schriften verfälscht, der eigenen Lehre angepasst, und sogar eigene Schriften für alt ausgegeben. Es gibt keinen wirklichen Hinweis darauf, dass Jesus den Verzehr von Schweinefleisch erlaubte.
Hätte Jesus dies tatsächlich getan, wäre er auf der Stelle von den Juden gesteinigt worden. Für die Juden war Schweinefleisch kein Nahrungsmittel.
Die Speisevorschriften in 3 Mo 11 hat Gott seinem Volk nicht gegeben, um sie einzuschränken, sondern um sie vor Schädlichem zu bewahren. Die medizinische Forschung hat beispielsweise die Richtigkeit des Schweinefleischverbotes bewiesen (Gefahr der Leberzirrhose, Trichinose, Furunkel, Abszesse, Pickel, Hautausschläge, vorzeitige Abnutzung der Gelenkknorpel und Bandscheiben, Arteriosklerose, Anfälligkeit für Grippe, Krebs). Gott weiß als unser Schöpfer und Arzt ( 2 Mo 15, 26) am besten, was für uns gesund ist und was nicht. Wer seine Ratschläge befolgt, wird vor manchem bewahrt.
Außerdem macht es in einer wüstenähnlichen Gegend keinen Sinn, Nahrungstiere zu halten, die ein Nahrungskonkurrent des Menschen sind. Was Schweine essen, kann auch der Mensch essen. Um 1 Kilo Schweinefleisch zu produzieren, muss ein Schwein etwa 10 Kilo Futter fressen. Das wäre als höchst unökonomisch in Landschaften mit schwacher Vegetation.
Dieses Argument gegen Schweinefleisch fiel in Europa weg. Vielleicht deswegen erlaubte man sich den "Genuss".

Alle Angaben ohne . (Quelle)

Zum Nachlesen der einzelnen Bibelstellen empfehle ich die Volxbibel. Sie ist zwar dem Original noch weniger ähnlich als der Rest, jedoch einigermaßen Locker-flockig geschrieben.

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2 responses to “Interessant: Koscher und Halal speisen – Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

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