Windows 7 Upgrade Advisor erhältlich

Bild: Windows7 Microsoft bietet seit neuestem einen Upgrade Advisor an, der das System hinsichtlich der Kompatibilität mit Windows7 überprüft. Es ist unter Windows Vista und WindowsXP ab Service Pack 2 lauffähig.

An und für sich bin ich mit Windows Vista Home Premium außerordentlich unzufrieden, von einigen Kleinen Gimmicks mal abgesehen, die unter WindowsXP allerdings ebenso lauffähig wären.

Dennoch habe ich den Upgrade Advisor einmal angetestet, um etwas über die empfohlenen Systemvoraussetzungen zu erfahren. Hier also das Ergebnis:

Ich fasse mal die für ein sauberes Arbeiten wesentlichen Werte zusammen:

Was ich habe: Was der Advisor dazu sagt:
1,5GB RAM

Your PC meets the requirement of 1 GB of RAM for 32-bit Windows 7, but you need at least 2 GB of RAM for 64-bit Windows 7 for optimal performance. Contact your PC manufacturer or retailer to see if a RAM upgrade is available.

Ca. 17GB freier Festplattenplatz

Your hard disk meets the minimum requirement of 16 GB free space for 32-bit Windows 7, but you need at least 20 GB of free space to install 64-bit Windows 7. Either make room by removing unwanted files from your hard disk, or contact your PC manufacturer or retailer to see if a hard disk with more capacity is available for your PC.

Prozessor: Athlon64 3000+ (2.00Ghz)

Your CPU meets the 1 GHz minimum requirement.

Insgesamt ist es offensichtlich so, dass Windows7 exakt die gleichen Anforderungen an das System stellt, wie Windows Vista. Genau das war mir bereits klar, als die erste Betaversion von Windows7 vorlag.

Angemerkt sei auch, dass die in Vista integrierten Jugendschutzfunktionen, die ich besonders Eltern empfehle, nicht mehr Bestandteil von Windows7 sind, sondern seperat installiert werden müssen. Erfreulich ist hierbei, dass sie damit nun auch für WindowsXP erhältlich sind.

Nun ein paar Einschätzungen, Erfahrungen und Tipps zum Hardwarehunger von Windows Vista/7.

RAM:

Es ist wahr, dass Vista/7 mit 1GB RAM sauber läuft – solange kein Programm gestartet wird. In einer Büro-Arbeitsumgebung jedoch kann der Rechner hierbei sehr schnell an seine Grenzen stoßen. Bei mir beispielsweise ist ständig ein Browser mit mehreren Tabs geöffnet, ein bis zwei eMail-Programme, VMware mit 256MB reserviertem RAM, OpenOffice, und ggfs. mal MS-Word bzw. Excel 2007, wenn sich mal wieder jemand erdreistet hat, mir ein Dokument im MS-Format zu verschicken. Das reicht schon, um den Rechner in die Knie zu zwingen.

Sporadisch hinzu kommen desöfteren Gimp, Adobe Reader, Wireshark oder auch mal der Windows Live Writer für die Blogeinträge.

Nein, meine 1,5GB RAM reichen bei weitem nicht aus, und mein System lässt sich auch nicht weiter aufrüsten. Daher nutze ich meinen 8GB High-Speed USB-Stick(OCZ Rally2) für Readyboost. Wenn viele Programme geöffnet sind, macht dies einen merkbaren Unterschied. Mehr Ram ist natürlich besser. Wer die Möglichkeit hat, seinen Rechner auf 3GB RAM oder mehr(bei >3GB muss es aber ein 64Bit-Betriebssystem sein, was Kompatibilitätsprobleme nach sich zieht)aufzurüsten, sollte sie auch wahrnehmen.

Festplattenplatz:

16 bzw. 20GB Festplattenplatz sind in der Grundinstallation notwendig. Das Windowsverzeichnis meines Rechners verbraucht nach knapp einem Jahr ca. 23GB. Hinzu kommen natürlich die Programme und die eigenen Daten (Bilder, Videos, Dokumente, usw.)

Festplattenplatz ist heutzutage relativ günstig zu haben, daher sollte dies nicht das größte Problem darstellen. Hier daher einige Tipps, um etwas mehr Leistung herauszuholen:

1. Zweite physikalische Festplatte einbauen

Auf die zweiten Festplatte können ständig aktive Dienste ausgelagert werden:
– Swapfile (feste Größe)
– Verzeichnis für temporäre Dateien
– Index für die Suchfunktion

Ich installiere dort zudem all meine Programme. So ist die Last immer relativ gut auf zwei Festplatten verteilt. An vielen Stellen wirkt sich dies sehr stark auf die Systemgeschwindigkeit aus.

2. Partitionierung der Systemfestplatte

Die erste Partition sollte klein sein(ca. 1/3 der gesamten Festplattengröße, mindestens 80GB), um die Zugriffszeiten (Zeit, die der Schreib/Lesekopf benötigt, um sich von einer Stelle der Festplatte zu einer anderen zu bewegen) möglichst kurz zu halten. Die Zugriffszeiten sind der geschwindigkeitsmäßige Flaschenhals der Systemfestplatte.

Auf der zweiten Partition immer die reinen Nutzdaten liegen, da auf diese relativ selten und nicht intensiv zugegriffen wird, also z.B. Filme, Musik, PDFs, .odf, Archive, Downloads, usw.

Resultat

Beim gewöhnlichen Betrieb verteilt sich die Last etwas besser auf zwei Physikalische Festplatten, die Schreib/Leseköpfe sind oftmals parallel aktiv, was insbesondere dann auffällt, wenn das Swapfile belastet wird. Beispielsweise Das starten von Programmen beschleunigt sich so erheblich. Es kann natürlich noch bessere Strategien zur Nutzung der Festplatten geben. Dies ist meine.

Prozessor

Zur CPU ist nicht viel zu sagen – Der Prozessor in meinem PC(Athlon64 3000+) reicht nicht wirklich für ein flüssiges Arbeiten aus. Sind beispielsweise drei Seiten im Browser geöffnet, auf denen Flash-Inhalte zu sehen sind, ist der Prozessor in der Regel zu 100% ausgelastet und reagiert träge. Empfehlenswert ist daher mindestens eine Zweikern-CPU (z.B. Athlon64 X2 4800+), optimal für intensives Arbeiten ist eine vierkern-CPU.

Fazit:

Wer einen Rechner hat, der den Anforderungen nicht entspricht, und nicht mehr mit seinem Rechner macht, als eMails zu lesen/schreiben, der sollte in Erwägung ziehen, Microsoft den Rücken zu kehren oder vorerst bei WindowsXP zu bleiben. Dies kann viel Frust und Zeit ersparen. Wer mit einem neuen Rechner liebäugelt, sollte einen Apple-Rechner zumindest in Erwägung ziehen. Das auf dem ersten Blick schlechte Preis/Leistungsverhältnis wird dadurch wettgemacht, dass das Betriebssystem die Hardware besonders effizient ausnutzt.

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4 responses to “Windows 7 Upgrade Advisor erhältlich

  • felsenschwein

    „An und für sich bin ich mit Windows Vista Home Premium außerordentlich unzufrieden, von einigen Kleinen Gimmicks mal abgesehen, die unter WindowsXP allerdings ebenso lauffähig wären.“

    Soweit ich das beurteilen kann, ist dein Rechner aber auch schon etwas älter, oder? Scheint mir eher für XP als für Vista ausgelegt zu sein, oder täusche ich mich da?

    Danke für den Hinweis wg. Update Advisor – werd ich mal aus Spaß ausprobieren 😉

    grüße Felsenschwein

    • NDM

      Man gewöhnt sich an alles. Obwohl MS ja meint, dass mein Rechner im Grunde die Anforderungen für Vista/7-erfüllt. 🙂

      Meiner Erfahrung nach ist die Single-Core-CPU ein Problem bei Vista. Viele Windowsfunktionen lasten einen einzelnen Kern kurzzeitig stark aus, was bei Single-cores zu unangenehmen Ruckeln während der Bedienung führt.

      Immerhin läuft die Installation hier schon seit 13 Monaten stabil, trotz intensiver Installations/Deinstallationsorgien und einigen „OPs am offenen Herzen“. Das ist wohl ein klarer Pluspunkt. Vista hat seit SP1 einen ziemlich robusten Unterbau. Und ab SP2 soll es angeblich noch ein wenig ressourcensparender werden.

  • Hallo

    Wie krank ist das denn?
    2G RAM
    20 GB Festspeicher
    1GHz Prozessorleistung

    damit mein BETRIEBSSYSTEM läuft…
    achso…
    was kommt als nächstes von MS ?
    Das Auto das mit Flüssiggold fährt ?

    • NDM

      Großer Nachtrag – Beruflich teste ich zur Zeit die Final von Windows7, und muss alle meine bisherigen Ansichten revidieren. Windows7 ist IMO der rechtmäßige Nachfolger von WindowsXP. Die angegebenen Voraussetzungen sind zwar immer noch nötig, das Grundsystem selbst läuft damit aber sehr angenehm, auch wenn der RAM gut mit Anwendungsdaten gefüllt ist. Das Grafiksystem ist auch schneller, als bei Vista. Anwendungen selbst laufen aber nicht schneller. Windows7 ist gut benutzbar – im Gegensatz zu Vista, das bei der gleichen Ausstattung bei 3 geöffneten Anwendungen schon einknickt.

      Ein Upgrade von Vista kann ich aber nicht empfehlen. Nur eine Neuinstallation auf eine leere Partition macht Sinn.

      Ich glaube ja, dass in Vista heimlich sehr viel Debug-Code enthalten war, und es deshalb so langsam arbeitete.

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