Europawahl – die Piraten machen sich klar zum ändern

image Die Piratenpartiet hat Schweden geentert, und satte 7,1% aller Stimmen erbeutet. In Deutschland kommt sie immerhin auf 0,9% und erfüllt ihr selbstgestecktes Ziel, auf Anhieb über 0,5% zu kommen. In einer ersten öffentlichen Mitteilung der Piratenpartei nach der Wahl verkündet sie:

Nach einem Wahlkampf, den die etablierten Parteien routiniert gelangweilt führten, sind die Stimmen ausgezählt und die großen sowie die kleinen Sieger gekürt. Zum ersten Mal trat die Piratenpartei bundesweit an; mit beachtlichem Erfolg!

Mit 0,9% der Stimmen erreichte die Piratenpartei das beste Wahl-Ergebnis ihrer jungen Geschichte und konnte 229.117 Wähler für sich gewinnen.

In Deutschland, wo die Mitgliederzahl der Piratenpartei sich während des Wahlkampfes von 900 auf etwa 1200 steigerte, wurden 0.9% der abgegebenen Stimmen erreicht. Spitzenkandidat Andreas Popp freute sich über das Ergebnis: "Wir traten zum ersten Mal zu einer Europawahl an. Und obwohl wir bei vielen Wählern noch kaum bekannt waren, haben wir ein solches Ergebnis erzielt. Das zeigt uns, dass sich viele Bürger mit unseren Zielen identifizieren." Popp weiter: "Ganz besonders möchte ich allen Leuten danken, die uns unterstützt haben! Ohne sie wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Unser Minimalziel von 0,5% haben wir mehr als erreicht. Jetzt geht es erst richtig los."

Und ich glaube ihnen dies. Jährlich stehen ihnen nun 160.000€ Parteienfinanzierung zu, die sie ganz sicher nicht für die Organisation von LAN-Partys oder den Kauf von Killerspielen und DRM-geschützter Musik ausgeben.

Mehr lesen und mitdiskutieren kann man am besten vor Ort – auf deren Internetseite.

Für die Zulassung zur anstehenden Bundestagswahl braucht die Piratenpartei übrigens noch Unterstützungsunterschriften. Formulare gibt es hier: http://ich.waehlepiraten.de/

Die Piratenpartei ist basisdemokratisch, weitgehend Netzkulturell(das heißt: offen, direkt am Bürger, inhaltlich transparent sowie Papiersparend) organisiert, personell überwiegend jung und frech(im positiven Sinne), und trifft hiermit den Nerv vieler Junger Menschen. Nicht mit einer Obamamanischen Vision von einer “besseren Welt”, sondern mit dem pragmatischen – sie bezieht Position für die Rechte junger Digitalkonsumenten. Sie gehört hierbei zu den wenigen Parteien, die während des EU-Wahlkampfes insbesondere im Internet mit am besten aufgestellt war, und wird daher schon von den ersten mit Argwohn beäugt, und es wird bereits prophezeit, dass sie instrumentalisiert werden:

Schließlich aber, da kann man gewiss sein, wird es den Piraten im Internet so ergehen wie ihren Vorbildern in der Karibik. Denn wenn die Piraten im siebzehnten Jahrhundert ihre Verstecke verließen und gegen die alte Macht(Spanien) segelten, so taten sie das mit Kaperbriefen der Engländer oder Franzosen.

Sagt jedenfalls die Süddeutsche.

Hier ein interaktiver Wahlatlas, bei dem die Wahl der PIRATEN visuell dargestellt wird.

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