Islamhass in Europa heute – Parallelen zum Antisemitismus damals?

Sündenfall: Dieser Film stammt eigentlich von den sicher auch unter Islamkritikkritikern kritisierten Leuten rund um Pierre Vogel (EZP). Jedoch ruft er nicht zum Konvertieren auf, sondern zeigt etwas völlig anderes:

Dieser Film setzt nichts gleich, sondern zeigt einige propagandistische Parallelen zwischen dem Islamhass heute und dem alten Antisemitismus auf. Islamophobie ist von rechtsaußen tief in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen, und zeigt sich zunehmend eliminatorisch, was sich zum einen am Mord an Marwa S. im Landgericht Dresden zeigte, auch an den vielen Einzelgewalttaten, die direkt gegen Moslems gerichtet waren, (weil sie Moslems sind!) zum anderen jedoch besonders deutlich am Minarettverbot in der Schweiz.

Er überspitzt ein wenig, ohne einen Holocaust-Vergleich vorzunehmen(das wäre unpassend), jedoch aus gutem Grund: Er drückt sehr drastisch real bestehende Ängste von Teilen der deutschen Bevölkerung Islamischen Glaubens aus.

Siehe auch:

NPD-Wähler ermordet schwangere Ägypterin mit 18 Messerstichen – warum?
Schweiz 2009 – das Ende der Religionsfreiheit?
Hagen Rether 2007: “Wehe uns, wenn hier demnächst die Moscheen brennen…”

Extern:
Raus aus der Opferrolle (WOZ Schweiz)

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3 responses to “Islamhass in Europa heute – Parallelen zum Antisemitismus damals?

  • Tom

    Es gibt weitaus mehr Parallelen zwischen dem Islam in Europa und weltweit zu dem Antisemitismus von damals als zwischen dem „Islamhass“. Ich nenne es eher Kritik, aber dass Menschen sowas wie Hass auf eine intolerante, sich über alles stellende Ideologie entwickeln, dürfte nicht verwundern.
    Wer sich mit dem Islam mitsamt seinen Schriften beschäftigen, kann kaum die Gewaltpassagen übersehen, in denen zum Abschlachten an Juden, Christen und anderen Ungläubigen aufgerufen wird.
    Es ist unser Recht und unsere Pflicht, für uns und unsere Nachfahren Kritik zu äußern und uns gegen jene zu erheben, die leichtfertig mit unserer Freiheit und Demokratie umgehen. Der Islam kennt keine Demokratie, er kennt nicht das Individuum Mensch, das sich frei entfalten will, er kennt keine Achtung vor dem Leben und keine Toleranz gegenüber denen, die anders denken.

    just my2cents.

    • NDM

      Dies gilt für sämtliche Religionen. Keine Weltreligion kommt konsequent ohne Absoluten Wahrheitsanspruch aus, keine von ihnen kennt die Demokratie, und alle von ihnen haben gewaltorientierte Textstellen. Eroberungskriege kennen sie mittlerweile alle, Vorbehalte gegenüber „Ungläubigen“ kennen sie auch alle seit jeher. Echte Religionskritiker erkennen diese, *allen* Religionen *gemeinsam* innewohnenden Problematiken an. Unterschiede bestehen nur in den Details.

      Sure 9(Titel: „Die Reue“) ist sicher ganz fies, das stimmt. Da musste ich auch erst schlucken, und mich über die Hintergründe informieren. Diese Sure ist unter Islamischen gelehrten auch heute noch Gegenstand kontroverser Diskussionen. Ihre entstehung begann zu Kriegszeiten, die nach Jahrelanger Unterdrückung und Verfolgung aufkamen, also muss sie auch fies beginnen, und sich thematisch auf die „Kriegsparteien“ konzentrieren. Es ist übrigens eine besondere Sure, da sie als einzige im Koran *nicht* mit „Bismillah“(‏بسملة‎, übersetzt etwa: „Im Namen Gottes“) beginnt.

      Im Verhalten der Hamas und der Hisbollah findet man Hinweise darauf, dass sie sich auf einige Verse dieser Sure berufen, ihren Konflikt also primär als religiösen Konflikt sehen. Einige spinnerte Siedler machen es aber auch nicht leicht, diesen Eindruck zu entkräften…

      Vielleicht findet sich ja noch ein Moslem mit mehr Hintergrundinformationen, der diese Sure grob erläutern kann. Mein bisheriger Eindruck ist jedenfalls der, dass es sich um Konfliktbeziehungen zwischen islamischen und nichtislamischen Herrschaftsgebieten dreht.

      Hier übrigens eine Auseinandersetzung mit einigen Versen dieser Sure in einem Schiitischen Forum(Wie fundiert sie ist, kann ich nicht sagen, aber sicher fundierter, als die Aussagen von vielen „Islamkritikern“):

      http://www.shia-forum.de/index.php?showtopic=6151

      „Es ist unser Recht (…) Kritik zu äußern“

      Das Recht nimmt doch niemand. Aber schau dir den Film noch einmal an. Die dort zitierten Stellen haben mit Kritik nichts, aber auch gar nichts gemein.

      Wenn ein Neonazi sagt: „Die Juden sind unser Unglück! Juden ins Gas!“, dann ist das eben *keine* Judentumskritik, sondern blanke Volksverhetzung bzw. Resultat intellektuell angestrichener Volksverhetzung. Und wenn ein PIpifant sagt „Die Moslems sind das Problem! Ich muss einen Jagdschein machen!“, dann ist dies ebenso ein Resultat einer sehr ähnlichen Form von Verhetzung.

      Ich denke nicht, dass man jemandem das Recht nehmen kann, dies zu kritisieren, und auf eine sachliche und unhysterische Auseinandersetzung zu pochen.

  • top

    Antisemitismus, ist das Ablehnen von Juden weil sie Juden sind, und ist die Höhe von Dummheit und Gemeinheit.

    Islamphobie ist das Ablehnen des Islams, weil der Islam niemals in eine moderne westliche Gesellschaft passen wird, und ist die Höhe der Vernunft.

    Zu behaupten die Islamophobie von heute sei das Gleiche als der Antisemitismus früherer Tage ist die Höhe von Mangel an intelektueller Klarsicht….top

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