Antisemitische Querfronten

Längst müsste sich das Thema Antisemitismus erledigt haben. Denn das, was seit Jahrhunderten an Juden verhasst war, ihre auf ständigem Lernen beruhende intellektuelle und räumliche Beweglichkeit, ihre pragmatische Nähe zum Leben und Menschlichkeit, ihre Eigenverantwortung als Individuen, bis in tiefste Religiosität hinein, und ihr Kosmopolitismus sind längst zur Alltagskultur, gar zur Lebensbedingung in der globalisierten Welt geworden. Die Moderne schätzt, ja fordert die Dinge, für die Juden gehasst wurden. Aber Antisemitismus hatte nie etwas zu tun mit dem Verhalten der Juden; nichts, was sie taten, konnte den Hass verhindern. Erstaunlich aber: Je mehr moderne Gesellschaften selbst gezwungen waren, flexibel, global und pragmatisch zu handeln, desto heftiger wurde der Antisemitismus, der sich aus Beweglichkeit und Kosmopolitismus speiste.

(Hier geht’s weiter…) – Lesen, denken, handeln.

 

Siehe auch:
Flashback – Linker Antisemitismus: "Wir haben das nicht ernst genommen"

Extern:
Regisseur Lanzmann "schockiert" über Krawalle bei Israel-Film

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One response to “Antisemitische Querfronten

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