Kristina Köhler und der Antisemitismus

Wenn man in einer solchen Machtposition steht wie Frau Köhler, dann muss man sich gefallen lassen, dass einem sehr genau auf die Finger geschaut wird. In folgendem Artikel wird sehr detailliert ihre, ähm, merkwürdige Haltung zum Antisemitismus dargelegt. Der existiert in ihrer Wahrnehmung nämlich in erster Linie bei ihrem politischen Gegner: Bei den Moslems und bei den Linken. Für den Antisemitismus in ihrer eigenen Partei sowie deren Wählerklientel scheint sie – diesem Artikel nach – blind zu sein(eine kurze Suche im Internet ergab auch nichts weiteres):

http://www.nadir.org/nadir/periodika/aib/archiv/85/46.php

Vielleicht ist es ja tatsächlich eine Konsequenz der Totalitarismustheorie, dass man für alles blind ist, was sich innerhalb der *eigenen* Strömung findet. Nur habe ich die Mechanik noch nicht verstanden. Ist es folgende?

Extremismus ist immer gleich. Wenn also der Antisemitismus, der bei Nazis, bei teilen der Linken Antiimperialisten und bei Teilen der antizionistischen Moslems auftaucht, erfolgreich und vollständig bekämpft wurde, dann ist er weg, denn was übrig bleibt, ist ja demokratisch. Und da Antisemitismus nicht demokratisch ist, handelt es sich beim Rest auch nur um “Semitenkritik”. Denn man wird ja wohl noch sagen dürfen… Deutsche Interessen und so…

Ist es so korrekt?

Judith Wolters(Pro-Köln/NRW) ist von Köhlers Haltung zum Thema offiziell nicht mehr weit entfernt. Bei den REPs ist es im Grunde sehr ähnlich.

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