Lesung in Leipzig

(Link von mir hinzugefügt)

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus und des Lesefestes “Leipzig liest“ findet am Freitag, dem 19.März in der Alten Nikolaischule eine Lesung zum Thema “Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen“ statt.

Quelle

Ich hoffe, dass – wie ich es schon zum Thema “Seminar: Islamophobie und Antisemitismus” schrieb – die Veranstaltung Transparent verläuft, um die Inhalte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ein Audiostream würde sicher schon ausreichen.


6 responses to “Lesung in Leipzig

  • Agent K

    Ach du meine Güte – ausgerechnet Thorsten Gerald Schneiders, der Mann, der Selbstmordanschläge nicht als das sieht, was sie sind – ein Verbrechen nämlich – sondern das Ganze verständnisheuchelnd als „Selbsttötungsanschläge“ bezeichnet. Niedrige Beweggründe für diese Verbrechen erkennt er selbstverständlich auch nicht.

    Neutral will er sowas beurteilen… warum kommt ihm dann nicht in den Sinn, dass niemand etwas dagegen hätte, wenn sich die Selbstmörder irgendwo alleine die Kugel geben würden? Das Mitnehmen unschuldiger Männer, Frauen und Kinder ist also kein niedriger Beweggrund für Schneiders?

    Dieses Lesefest kann man sich also getrost ersparen. Immerhin wird deutlich, dass perfide Hetz- und Hassveranstaltungen kein Monopol der Rechtsextremen sind.

    • NDM

      Ey, hier ist nicht PI. Wenn, dann bitte mit Quellennachweis. Den reiche ich mal nach:

      http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-728/i.html

      Es hat schon etwas anrüchiges, wenn man Leute bewusst falsch verstehen will.

      • Agent K

        Sorry, Quelle vergessen. Danke für’s Nachreichen. Wo hat Qantara.de denn, bitteschön, etwas mit PI zu tun?

        Bewußt falsch verstehen?
        Schneiders sagt, Zitat aus dem Interview: „Es schwingt einfach eine bestimmte Bedeutung mit, wie beispielsweise das Töten aus niederen Beweggründen, und das kann ich bei diesen Anschlägen jedenfalls nicht erkennen.“

        Da gibt es nichts falsch zu verstehen. Im Gegensatz zu ihm bin ich sehr wohl der Meinung, das das Mitnehmen Unschuldiger durch Selbstmord ein niedriger Beweggrund ist. Was soll es denn sonst sein? Betriebsunfall? Kollateralschaden?

        Im Übrigen halte ich Thesen wie Selbstmorde, damit Hamas für das Überleben der Familie bezahlt, für einigermaßen zweifelhaft.

        • G.I. Joe

          Ich frage mich gerade, ob NDM auch noch Verständnis für solche kruden Thesen hätte, wenn irgendeiner moslemischer Terrorist ihn oder seine Familie/Frau in die Luft jagt – weil sie gerade zu falschen Zeit am falschen Ort waren. Ja, ja, „keine niederigen Beweggründe“. Diese armen Mörder! …*kotz* Widerlich!

        • NDM

          Bei PI- Islamisten- und Naziniveau sind wir angelangt, wenn die Einstufung einer Aufklärungsveranstaltung dieser Art als „Hetz- und Hassveranstaltung bezeichnet“. Nazis fügen solcher Rethorik nur noch ein „Antideutsch“ hinzu. Ich diskutiere gern kontrovers, aber nicht auf der Ebene der Diffarmierung. Das ist zu PI, und das möchte ich hier nicht.

          Den Artikel auf Quantara halte ich im Übrigen für recht schlüssig. Schneiders verharmlost Kamikazeaktionen nicht mit der Bezeichnung „Verbrechen“, sondern nennt sie klipp und klar und ohne jede Verharmlosung „Terroranschlag“. Wenn man danach sucht, erschöpfende Erklärungen für solche Taten zu finden, dann kommt man nicht drumherum, die Lebensumstände dieser Menschen näher zu betrachten. Wenn man jedoch immerzu nach möglichst einfachen/oberflächlichen Erklärungen sucht, um kurzfristig emotionale Bedürfnisse zu befriedigen, dann Schifft man in der Regel um die Wahrheit herum.

          Die Frage danach, was einen palästinensischen Selbstmordattentäter antreibt ist ebenso komplex wie die Frage, was einen deutschen Amokläufer antreibt oder was einige Jugendliche antreibt, nach rechts abzudriften. Es gibt nun einmal keine allgemeingültige Antwort auf diese Fragen. Jeder jeck ist anders, sagt man in Köln.

  • G.I. Joe

    Wenn jemand wahllos andere Menschen aufgrund seiner religiösen oder sonstigen Ansichten tötet, ist er ein (Mehrfach)Mörder und verdient in meinen Augen kein Verständnis. Persönliche Hintergründe sind da in meinen Augen völlig irrelevant. So jemand kennt nur Gewalt und darauf muss mit größtmöglicher staatlicher Härte geantwortet werden.

    Es gibt viele sozial Schwache oder irgendwie ausgegrenzte Personen – würden die alle losziehen und sich in die Luft spregen oder auf der Straße Passanten die Kehle durschschneiden, wäre die Welt ein einziges Schlachtfeld.

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