Pro NRW – Chronologie seit 2006

Aus: “Was ist pro NRW?”:

Pro NRW – Die selbsternannte Anti-Islam-Partei

Mit der Bürgerbewegung pro NRW soll das Erfolgsmodell von pro Köln auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgedehnt werden. Zwar gibt es außerhalb des Rheinlandes bislang nur einzelne Kreisverbände der Partei, Ziel ist jedoch die landesweite Verankerung und der Einzug in den Landtag. Die Strategie ist überall dieselbe: Lokale Konflikte werden aufgegriffen und zugespitzt um das rassistische Potential vor Ort zu mobilisieren. Das Vorbild der Schweizer Kampagne zum Minarettverbot im Blick, gewinnt jedoch zunehmend das Globalthema „Wir gegen den Islam“ an Bedeutung. Man behauptet, mit Neonazis nichts zu tun zu haben, trotzdem gibt es zahlreiche Beispiele, die den wahren Charakter von pro NRW zeigen: Eine extrem rechte Partei in einem bürgerlich-pseudodemokratischen Gewand.

Dort wird auch eine (allerdings unvollständige) diesbezügliche Chronologie aufgestellt:

Pro-NRW

2006: Judith Wolter gibt der Nationalzeitung von DVU-Chef Gerhard Frey ein Interview.

2007: Markus Beisicht gibt der NPD-Zeitung Deutsche Stimme ein Interview.

02/2007: Die Stellvertretende Vorsitzende des Pro NRW-Kreisverbandes Mönchengladbach nimmt an einer NPD-Demonstration in Krefeld teil. Nach Angaben der NPD Mönchengladbach hat Willms auch regelmäßig an den Stammtischen und Aktionen des NPD-Kreisverbandes Mönchengladbach teilgenommen.

09/2007: Beim “Dienstagsgespräch” in Dormagen lauschen mehrere Pro Köln-Aktivisten einer Rede des stellvertretenden NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel.

09/2007: In Anwesenheit der Pro Köln-Funktionäre Markus Beisicht und Markus Wiener wird in Straßburg eine Erklärung verabschiedet, die die Ziele eines Zusammenschlusses extrem rechter Europa-Abgeordneter unterstützt, nämlich die Ziele der Fraktion ITS (Identität, Tradition, Souveränität). Neben Beisicht und Wiener sind auch Jean-Marie Le Pen (Front National), Gerhard Frey (DVU), Holger Apfel (stellvertretender NPD-Bundesvorsitzender) und Udo Pastörs (NPD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern) anwesend.

11/2007: Der Bauunternehmer Günther Kissel (Solingen) wird Mitglied bei Pro NRW. Seit 1997 darf er laut Gerichtsurteil als “rechtsextremistischer Drahtzieher” bezeichnet werden. Wenn es um Geld geht, ist Kissel allerdings nicht wählerisch: Sein Bauunternehmen baute die zweitgrößte Moschee Deutschlands in Duisburg-Marxloh.

12/2007: Andreas Akwara, Beisitzer im Vorstand von Pro NRW, schreibt in einem offenen Brief an den Betreiber einer „Pro“-kritischen Webseite: Vielleicht bringt “das Schicksal uns . . . einmal zueinander”, dann aber, baumeln Sie am Strick!”

08/2008: Jörg Uckermann gibt der extrem rechten Zeitschrift „Nation und Europa“ ein Interview.

09/2008: An dem gescheiterten Anti-Islam-Kongress vom 19. bis 21. September 2008 nimmt u.a. Mario Borghezio (Lega Nord) teil. Borghezio wurde im Oktober 2005 zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, weil er in Turin Zelte von Immigranten angezündet hatte.

12/2008: Nico Ernst, Beisitzer im Kreisvorstand von Pro Bonn, hat eine beachtliche Karriere in der militanten Neonazi-Szene . Als Schüler war er Anführer der sogenannten “Kameradschaft Rhein-Ahr” und organisierte dabei Kameradschaftsabende und Vortragsveranstaltungen, bei denen er auch selbst als Redner auftrat. Später wechselte er zum NPD-Kreisverband Köln. Von 2000 bis 2003 wirkte er bei zahlreichen Demonstrationen des “Freien nationalen Widerstands” sowie der NPD mit. Die NPD Köln versucht mittlerweile per Gerichtsvollzieher Schulden bei Ernst einzutreiben. NPD 19.10.09

05/2009: Der ehemalige Jugendbeauftrage für das Rheinland von Pro NRW, René Emmerich, tritt mit einer öffentlichen Erklärung bei Pro Köln/pro NRW aus und zu der „Freien Kameradschaft“ um Axel Reitz über.

06/2009: Tobias Ronsdorf, Ratskandidat von Pro NRW in Radevormwald, hat eine Myspace-Seite, auf der er als seine Helden “Alle Deutschen Soldaten der Weltkriege!“ angibt , und unter der Rubrik „Bücher“ Hitlers „Mein Kampf“. Nach einer Zeitungsmeldung stellt er die Seite ab.06/09 KSTA

07/2009: Bei einer Kundgebung von Pro Köln vor dem Kölner Rathaus entrollt ein Teilnehmer die Fahne der italienischen neofaschistischen Partei „Forza Nuova“. Der Gründer und Parteichef der „Forza Nuova“, Roberto Fiore, wurde wegen „Bildung einer bewaffneten Vereinigung“ verurteilt. Er soll 1980 an einem Bombenanschlag mit vielen Toten in Bologna beteiligt gewesen sein.

08/2009: Im Internet tauchen Fotos von Tobias Ronsdorf auf, die ihn mit Reichskriegsflagge und Keltenkreuzfahne zeigen.

08/2009: Auf der Lemgoer Pro NRW-Liste “pro NRW”-Liste stammen mehrere Kandidaten, z.B. Vorsitzende Fabian Thies, aus dem Spektrum der Freien Kameradschaften und nahmen in den Jahren 2006 und 2007 an mehreren Demonstrationen der „Nationalen Offensive Schaumburg“ teil.

11/2009: Jonas Ronsdorf, Bruder von Pro NRW-Landtagskandidat Tobias Ronsdorf aus Radevormwald, nimmt an einer Demonstration des „Nationalen Widerstands“ unter dem Motto “Besiegt! Besetzt! Gedemütigt und systematisch belogen! So bringt man ein Volk im Frieden um…” in Remagen teil. Jonas Ronsdorf war in den letzten Monaten auf fast allen Pro Köln/Pro NRW-Kundgebungen zu sehen.

Interessant wäre sicher auch eine rückblickende Chronologie der Aktivitäten der Pro-NRW-Führer, welche die Vor-Pro-NRW-Zeit mit einschließt.

Interessant sind auch weitere Seiten:
Aktuelles
Unsere Argumente gegen ihre Hetze


2 responses to “Pro NRW – Chronologie seit 2006

  • Franko

    Manipulation! Das Foto zeigt einen „Klischeenazi“, der für seinen Auftritt vermutlich bezahlt wurde, um ProKöln/ProNRW zu schaden!

    • NDM

      Der Typ war vom früheren Antimoslemkongress. In diesem Jahr waren allerdings auch mehrere Normalnazis dabei, nicht nur die Schlipsnazis.

      Gleich gibbet noch einen neuen Blogeintrag, der die restlichen Teilnehmer thematisiert.

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