Türken fühlen sich laut Umfrage in NRW heimisch

Angesichts der Kürze geht hier nur ein Fullquote zur WDR-Meldung:

Die Mehrheit türkischstämmiger Bürger in NRW fühlt sich in Deutschland heimisch und hat keine Rückkehrabsichten. Das ergab eine Umfrage des Essener Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung, die Integrationsminister Laschet in Düsseldorf vorstellte.

Wenn 60 Prozent der Türkei-Stämmigen in Deutschland bleiben wollten, sei eine Diskussion darüber, zu wem diese Menschen gehören, unrealistisch, erklärte Laschet. Für die seit 1999 regelmäßig durchgeführte Erhebung wurden 1.000 repräsentativ ausgewählte Türken befragt.

60% – das deckt sich ungefähr mit meinen Erfahrungen, und das gilt nicht nur für Türken. Sehr viele kennen die Türkei (bzw. das jeweils entsprechende Land) ausschließlich aus dem Urlaub, und werden dort in gewisser Weise als Deutsche angesehen – analog zu Spätaussiedlern in Deutschland, die oftmals schlicht als Russen bezeichnet werden. Dazu kommt eine gewisse Akkulturation, die oftmals zu einer relativ starken Bindung an die Geburts- bzw. Aufnahmeregion führt. Seinen Ausdruck findet dies nicht selten auch in der Kunst. Rap und HipHop ist natürlich Geschmackssache, und wenn man will, kann man manches davon als “Stimme der Basis” bezeichnen. Sehr häufig jedenfalls finden sich lokalpatriotische Bezugnahmen in den Texten wieder – genretypisch natürlich mit einer gewissen Ghettoromantik versehen. Vereinzelt geht es jedoch auch darüber hinaus:


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