Hass auf Juden

Nach der israelischen Militäraktion gegen die "Gaza-Solidaritätsflotte" schwillt der Hass auf Juden an, vor allem im Internet.

Bei der Online-Community Facebook hat die Hetze ein Ausmaß erreicht, dass die Jüdische Gemeinde zu Berlin jetzt Polizei und Staatsanwaltschaft einschaltet. Sie sei geschockt, sagte die Vorsitzende der Gemeinde, Lala Süsskind. Die Behörden müssten alle rechtlich möglichen Schritte einleiten, „um die weitere Verbreitung dieser Hasspropaganda zu unterbinden“. Bei Facebook stehen Mordparolen wie „die scheiss juden alle wieder vergasen“ und „nur ein toter Jude ist ein guter Jude“. Die Sprüche lassen sich über eine externe Website finden. Gibt man dort einen Begriff ein, werden Einträge bei Facebook gezeigt. So wurde auch die Jüdische Gemeinde auf die Hetze aufmerksam.

In ihrem Hass auf Israel nähern sich zudem punktuell Neonazis und Islamisten an. Beim Internetportal Altermedia, in der braunen Szene besonders populär, wurde eine längere Erklärung aus der Homepage „Muslim-Markt“ eingestellt. Da wird Israel unter anderem als „zionistisch-rassistisches Gebilde“ bezeichnet.

Hier entlang. Krass: da will der Vorsitzende der Linkspartei auch noch dem Botschafter von Israel seine Meinung verbieten. Die Botschaft hat übrigens auch einen Blog:

http://botschaftisrael.wordpress.com/


8 responses to “Hass auf Juden

  • Tweets that mention Hass auf Juden « Kruppzeuch -- Topsy.com

    […] This post was mentioned on Twitter by Ute, NDM. NDM said: Hass auf Juden « Kruppzeuch http://bit.ly/ayaYhu #flotilla #nazis #islamismus #antisemitismus […]

  • Limited

    Es ist sehr bedauerlich, dass die böse jahrhundertealte Saat des Antisemitismus einfach nicht auszumerzen ist.

    Zu dem Kommentar hinsichtlich des Vorsitzenden der Linkspartei. Wenn man ihn schon kritisiert, sollte man seine Stellungnahme auch veröffentlichen:

    Der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, attackierte hingegen Ben-Zeev. Es sei für einen Botschafter „höchst ungewöhnlich, sich im Gastland in die politische Debatte über die Medien einzumischen“, sagte Ernst, „das sollte er lieber dem Pressesprecher seiner Regierung überlassen“.

    Und es ist in der Tat ungewöhnlich, dass sich ein Botschafter in eine öffentliche Debatte in einem Land ohne Plazet seiner Regierung einmischt. Das widerspricht diplomatischen Gepflogenheiten.

    Schließlich ist er lediglich der Repräsentant seiner Regierung.

    • NDM

      Diese Antisemitische Scheiße finde ich nicht nur bedauerlich, sondern noch weit gefährlicher als den Müll, den man bei PI oder bei der NPD findet. Und besonders krass und finde ich, dass dieser Antisemitismus ausgerechnet von der Linkspartei maßgeblich mitgeschürt wird(Rühmliche Ausnahme: Bak Schalom). Bei mir ist diese Partei nachhaltig unten durch und hat sich als Partei auch bei Themen wie Faschismus und Nazis selbst disqualifiziert. Das gilt insbesondere für Strömungen nach Jelpke-Muster.

      • Limited

        Ich halte die eine Scheiße für ebenso gefährlich wie die andere.

        Menschenfeindlich sind beide. Da tun sich Hardcore-Antisemiten und Hardcore-Pipifanten nichts.

        Ich halte es allerdings auch für übertrieben Kritik an der israelischen Regierung, dem Vorgehen der israelischen Armee oder Kritik an der Besatzungspolitik pauschal unter dem Label „Antisemitismus“ einzuordnen.

        Man kann sicherlich die Meinung vertreten, dass etliche Politiker der Linke die Opferrolle der Palästinenser zu sehr betonen und den schwarzen Täterpeter einseitig der israelischen Regierung zuweisen – aber derartige Kritik kann man kaum als antisemitistisch einordnen. Es sei denn man lebt in einer Welt die nur aus Freunden und Feinden besteht.

      • NDM

        Die Frage ist, wie die Kritik motiviert ist. Den Antisemitismus kann man manchmal an aggressiv-unnachgiebiger Argumentationsweise(die sich auch gegen sachliche Argumente richtet) erkennen, manchmal aber auch im ständigen Opferstatus („Man darf ja nicht sagen, dass…“ – und sagt es dennoch), und manchmal eben daran.

        Noch mehr aber, wie ich finde, an gesteigerter Aggressivität, wenn man schlicht sich im Tonfall anpasst.

  • Limited

    Hier ein kleines Video, auf das das Presseamt der israelischen Regierung hingewiesen hat, um die eigene Sichtweise zu untermauern:

    Ich weiß nicht, wie es dir dabei geht. Ich finde so was zum Kotzen.

  • TST

    Zitat NDM:“Die Frage ist, wie die Kritik motiviert ist. Den Antisemitismus kann man manchmal an aggressiv-unnachgiebiger Argumentationsweise(die sich auch gegen sachliche Argumente richtet) erkennen, manchmal aber auch im ständigen Opferstatus („Man darf ja nicht sagen, dass…“ – und sagt es dennoch), und manchmal eben daran.

    Noch mehr aber, wie ich finde, an gesteigerter Aggressivität, wenn man schlicht sich im Tonfall anpasst.“

    Heißt faktisch nichts anderes als dass jeder der dir bei diesem Thema widerspricht ein Antisemit ist.

    Wie ist das eigentlich bei den Juden mit ihrem ewigen Opferstatus? Da ist er dann plötzlich ganz ok, oder wie?
    Schließlich hast du mit diesem ja das „Selbstverteidigungsrecht“ der Israelis gegen ein paar knüpelschwingede Aktivist auf einem Boot gerechtfertigt (welches nebenbei gesagt von den Israelis geentert wurde und nicht umgekehrt)und auch das Aushungern von 1 Mio Menschen.

    Und bezüglich Aggressivität gegenüber Menschen die anderer Meinung sind, solltest gerade du doch sehr zurückhaltend sein. Deine Artikel sind an Aggressivität wohl kaum zu überbieten.
    Und von Sachargumenten hast du dich definitiv noch nie beeindrucken lassen. (Zumindest soweit ich hier gelesen habe.) Gebracht hast du auch noch kein Sachargument.

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