Ein kleines Rätsel…

In welchem Zusammenhang stehen diese Kommentare?

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Zur Auflösung der Frage reichen zwei weitere Kommentare bei PI:

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Richtig, es geht um eine Israelfreundliche Demonstration.

Hier zwei Videos mit einem Redebeitrag dieser Demonstration:

Von dem Christfundamentalistischen und kreationistischen Einsteller dieser Videos  distanziere ich mich an dieser Stelle ausdrücklich. Es gibt allerdings keine anderen Quellen für den Redebeitrag. Ich stimme dem Redebeitrag im übrigen auch nicht uneingeschränkt zu.

Den Flyer, der auf der Demo verteilt wurde, und hier verlinke ich einmal – ebenfalls mangels Alternativen – direkt auf PI. Den kann man hier ansehen.

Achja… Nach einiger Kritik, die ich erntete… Meine Motivation ist nicht mit der der israelfreundlichen Linken (aka “Antideutschen”) deckungsgleich, sondern viel einfacher gestrickt, und  hiermit vielleicht besser umschrieben:

 

Ich mag es nicht, wenn guten Künstlern und netten Menschen mitsamt Werken, Freunden und Familie auch nur andeutungsweise oder indirekt die Vernichtung angedroht wird – nur weil es Juden sind. Das ist alles. Dies zugrundegelegt steht Israel nicht nur nicht in Frage, sondern ist die einzige mögliche Antwort auf historische Ereignisse. Wer Antisemitismus ablehnt, muss Israel bejahen.


22 responses to “Ein kleines Rätsel…

  • Lyli

    Die „Antideutschen“, ich kannte sowas bis vor kurzem gar nicht, haben innenpolitisch wirklich naive Ansichten.
    Ich kann verstehen dass der alte germanisch-antiwestliche, hermanncheruskische deutsche Nationalismus die ankotzt, mich auch. Aber erwachsenes Politikverständnis geht anders, wirklich.

  • NDM

    Zu denen musste ich mich auch erstmal schlau lesen.

    Einige Ansätze von denen halte ich für nötig, andere wiederum kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Positionen und die Haltung der radikalen unter ihnen können meiner Erfahrung nach genau so abstoßend sein wie bei allen radikalen Eiferern. Im Grunde genommen sind es jedoch politische Akteure wie alle anderen auch: Nicht unfehlbar, aber solange sie nichts Menschenverachtendes fordern, können sie von mir aus am allgemeinen politischen Meinungsbildungsprozess teilnehmen, wie alle anderen es unter dieser Bedingung auch können.

    So wie ich diese Strömung einschätze, könnte jetzt beispielsweise die Kritik kommen, dass meine oben genannten „einfach gestrickten Gründe“ sogar zu einfach gestrickt, und damit auf das positive Bild des „Künstlerjuden“ reduziert sind, so wie andere auf das als negativ empfundene „Finanzjudentum“ reduzieren, wobei doch jeder wissen müsse, dass es gerade solche kollektivistischen Schubladen sind, die in der Konsequenz bis hin zur ethnischen Selektion führen mussten. Dabei habe ich jedoch auch „Freunde und Familien“ angeführt, der hohen Wahrscheinlichkeit bewusst, das diese mehrheitlich keine Künstler sind.

    Umgekehrt stößt mir jedoch eine solche verallgemeinerte Zuspitzung auf „den Islam“ als kulturelle Macht auf, die im Zweiten Video der Rede kritisiert wird. Nicht, weil er es dort nicht ist, und nicht, weil in dessen Namen tatsächlich einiges verboten ist, was z.B. in Israel zur Selbstverständlichen Freiheit dazugehört, sondern aufgrund der inhaltlich etwas zu vagen und in der Form etwas zu komplexen Formulierung, die unter einer Bedingung eine Essentialisierung der Zuschreibung zulässt: Unter der, dass ein PIler sie hört.

    Auf der anderen Seite sind sich diese Leute aber dem rassistischen und deutschnationalen Charakter von PI bewusst und scheinen sich davon deutlich abzugrenzen.

    Um es in einem kurzen Satz zusammenzufassen: Besonders schlimm finde ich die nicht. Schlimmer finde ich die Beißreflexe von einigen(wiederum auch nicht allen) propalästinensischen Linken, sich völlig ohne Informationsgrundlage ein Urteil zu bilden. Das gibt es aber – gerade beim Nahost-Thema auf allen Seiten. Nur dass proisraelische Positionen in Deutschland schon immer eher in der Minderheit waren.

    Dazu ein interessanter Kommentar, den ich beim Lau gefunden habe:

    Erneut fallen alle Beteiligten in das alte Argumentationsmuster zurück:

    Partei A
    Palästinenser = Gut
    Israelis = Böse; wahlweise auch: Juden = Böse
    oder, auf der anderen Seite
    Nicht verschwiegen werden soll folgendes Muster:

    Partei B
    Palästinenser = Böse
    Israelis = Spitze

    Eine Variante ist es auch, sich jeweils als Opfer der Gegenseite zu zeigen, oder auszuweisen. Entdeckt man dieses Muster beim Gegenüber, fliegen die Fetzen erst richtig.
    Gegen dieses Muster werden alle Handlungen der anderen Seite abgeprüft. Dabei ist es ganz egal, wie das Gegenüber sich verhält, es wird jeweils zu Ungunsten ausgelegt. Polemisch ausgedrückt: Wenn die Bewohner Gazas allesamt nach Ägypten ausreisen und das Land Israel zur Verfügung stellen, wird ihnen von Partei B unterstellt sie bereiteten entweder einen Hinterhalt vor, oder sie überlassen jetzt das abgewirtschaftete Land den Israelis, damit sie die Arbeit damit haben. Auf der anderen Seite: Öffnete Israel alle Grenzen und würde Blumen verteilen, gäbe es in Partei A Menschen die behaupteten, die bösen Zionisten hätten einen gemeinen Plan und wollten die leer werdenden Wohnungen in Gaza mit Siedlern belegen. Außerdem wollten sie mit den Blumen bei den Kindern nur Allergien auslösen, damit sie von den Medikamenten der Zionisten abhängig sind.
    Artikel und Äußerungen beider Varianten gibt es tonnenweise im Internet. Das führt bei den Diskussionsteilnehmern zu enormen Pulsbeschleunigungen – aber ansonsten zu nichts. Beide Schemata sind Blödsinn. Wer keine Empathie für die jeweils andere Seite hat, der will auch gar nicht, dass sich etwas ändert. Empathie vermeidet(!) man am besten durch abwertende Kommentare oder durch Diskreditierung des Gegenübers. Wer Empathie hätte, würde Pros und Contras abwägen, sehen, wo Konflikte vermieden werden könnten, statt sie zu schüren. Wichtig ist auch unbedingt, Stimmen die zur Vernunft aufrufen ebenfalls irgendwie zu diskreditieren oder der jeweils anderen Partei beizuordnen. Manchmal gehen diese Stimmen im Geschrei auch einfach unter. Viele hier wollen sie aber auch einfach nicht zur Kenntnis nehmen.

    • NDM

      PS:
      „Nur dass proisraelische Positionen in Deutschland schon immer eher in der Minderheit waren.“

      Da habe ich mich selbst erwischt. „sich völlig ohne Informationsgrundlage ein Urteil zu bilden“ trifft hier auf mich zu. So genau habe ich mich mit diesem Thema(Nahost) in der Vergangenheit nicht befasst, dass ich über Minderheits/Mehrheitsverhältnisse Bescheid wüsste.

    • Lyli

      Wie ich ja schon angedeutet hatte, außenpolitisch stehen die mir schon nahe.
      Nur sehe ich den Islam als Rechtsordnung, die Scharia, nicht bloß als kulturelle, mit Kultur kann ich leben, sondern als konkrete politisch-totalitäre Macht, vergleichbar mit den großen Totalitarismen des letzten Jahrhunderts. Als freiheitsfeindliche Bewegung.

      Israel sollte nicht als Monstranz vor sich her getragen werden.
      Aber die gleichsame tiefe Abneigung aller totalitären Ideologien gegen Israel und die Juden im Allg. ist unübersehbar und das Bekenntnis zu Israel in der Hinsicht ein Bekenntnis zur Freiheit m.M.n.

      • NDM

        Mit der Totalitarismustheorie wäre ich äußerst vorsichtig, das ist so ein Gleichsetzungsding und verschleiert die Entstehungsgeschichten, Ursachen und Wirkweisen der verschiedenen damit gemeinten Strömungen.

        Zwar gibt es Antisemitismus in allen drei Strömungen, es gibt ihn aber auch bei der FDP(Möllemann) und der CDU(Hohmann) – und ist somit ein Phänomen, das nicht klar zugeordnet werden kann. Zumindest kann ich es mit meinem Wissen nicht.

        Wie sich diese Antideutschen selbst benehmen, ist mir ehrlich gesagt auch hupe. Ich bin keiner von denen, aber höre mir die Argumente genauso an, wie die Argumente anderer. Gemeinsamkeiten sehe ich nur in dem Punkt, dass Israel nicht in Frage steht. Denn es ist das einzige(noch dazu ein sehr kleines) Gebiet mit jüdischer Mehrheit, das zudem ausdrücklich dafür geschaffen wurde, dass sich Juden vor Antisemitismus schützen können. Und hier ist die Linke teilweise zu kritisieren, denn wenn sie ihren „Befreiungsnationalismus“ ernst nehmen würden, würden sie – angesichts des heute globalisierten, auf Israel fixierten Antisemitismus – in diesem Punkt die Position der „Antideutschen“ einnehmen. Bis zum 6-Tage-Krieg, den sie als israelischen Angriff interpretieren, hatten sie meines Wissens nach auch diese Position inne und waren von den Kibbuzim ganz fasziniert. Heute sind sie aber mMn dahingehend enttäuscht, dass es eben um das *Selbst*bestimmungsrecht geht, was in Israel zur parlamentarischen, repräsentativen Demokratie führte, und nicht zum Sozialismus. Dann ergab eines das andere und am Ende ward Horst Mahler ein Nazi, der Juden heute als „Antivolk“ bezeichnet.

  • Delia

    „Bis zum 6-Tage-Krieg, den sie als israelischen Angriff interpretieren…“

    Echt unglaublich wie man das nicht als Angriffskrieg bezeichnen kann, selbst die Bild titelte damals „Schlacht um Jerusalem!“

    Desweiteren glaube ich nicht, dass du dich beim Begriff „antideutsch“ erstmal „schlau machen“ musstest.
    Denn so pro-Israel sind entweder nur Zionisten, Pipifanten, Amifans, Springerjournalisten oder eben Antideutsche.
    Alle anderen sehen die Nahostkonflikt eher kritisch.

    Und da brauchst du Horst Mahler auch nicht in den Dreck zu ziehen. Lass ihn heute etwas durchgeknallt sein, trotzdem haben wir Linken ihm viel zu verdanken.

  • Lyli

    “ Dann ergab eines das andere und am Ende ward Horst Mahler ein Nazi, der Juden heute als „Antivolk“ bezeichnet. “

    Aber ist nicht genau das der springende Punkt ?
    Ich sage ja nicht dass alle drei Totalitarismen bis ins kleinste Detail ihrer Ideologien übereinstimmen.

    Kennzeichnend für alle drei ist aber die Verneinung des Individuums und die Beschwörung des Kollektivs. Der Einzelne wird als ein Teil des Großen Ganzen gesehen, der Klassengemeinschaft, Volksgemeinschaft, der Ummah. Er soll keinen freien Willen haben, sondern gehorchen, sich unterwerfen. Die anderen sind Klassen- Volksfeinde, Ungläubige, ebenso Kollektiv.

    Dass Mahler von der Klassen- zur Volksgemeinschaft wechselte, ist nur auf den ersten Blick verwirrend. Ebenso dass Abu Bakr Rieger von der Volksgemeinschaft zur Ummah wechselte.

    • NDM

      Juden als „Antivolk“ oder „Nichtvolk“ zu bezeichnen ist ein Merkmal des völkisch konnotierten Antisemitismus, und damit Nazisprech. Dies wiederum ist Kommunisten – eigentlich, in dieser Form – vom Grunde her völlig fremd, weil sie ja sowieso keine Linie zwischen Völkern ziehen, sondern zwischen „oben“ und „unten“. Ausnahmen bilden zum Beispiel völkische Querfrontler wie Delia, die sich auf den antisemitischen und nationalistischen Teil der alten West-Linken (RAF & co.) beziehen.

      http://buecher.hagalil.com/sonstiges/kraushaar.htm

      Dieses „Umma“-Ding ist nicht einheitlich definiert und wird in unterschiedlicher Weise benutzt. In der Regel bezeichnet er einfach die Gesamtheit aller Moslems, unabhängig vom Grad der Liberalisierung oder Frömmigkeit. Es gibt aber Strömungen, die den Begriff ideologisch aufladen. Der Wechsel zum Islam müsste aufgrund der Pluralität und Vielschichtigkeit des Islam im Einzelfall beurteilt werden. Bakr Rieger beispielsweise schloss sich seinerzeit einer Islamistischen Strömung an, die heute sowohl in Deutschland als auch in der Türkei verboten ist. Bei ihm war es sein grenzenloser Israelhass/Antisemitismus, den diese Strömung teilte. Andere Leute, die sich anderen Strömungen anschließen, können andere, völlig unpolitische Gründe haben.

      Ganz einfach auf ein paar wenige Sätze lässt sich die Problematik nicht herunterbrechen.

  • Delia

    Es ist schon traurig, dass du mich analysieren willst, und dazu noch nach hagalil linkst, ich meine, glaubst du wirklich dass gerade eine jüdische Webseite unparteiisch ist, wenn es um linken Antizionismus geht? Ich bitte dich!

    Aber du hast sogar ein bißchen Recht. Ich vertrete die Ansichten der WAHREN Linken, nämlich der 68er Linken und der RAF.

    Deswegen bin ich aber noch lange kein Querfrontler, damals war unsere Ideologie weit verbreitet.
    Und viel geändert hat sich ja wirklich nicht…Amerika und Israel sind für mich immer noch die Feinde, die die Welt unterdrücken und kaputtmachen.

    Antiimperialismus und Antiglobalismus geht NUR national, d.h. wir müssen uns in Deutschland gegen die amerikanischen Einflüsse wehren, sonst sind wir bald alle amerikanische Kapitalisten.

    Zum Glück wehren sich die islamischen Länder.
    Wir sind mit euch!

  • Delia

    Warum? Weil ich dir nicht in dein pseudolinkes (Wunsch)Bild passe?

    • NDM

      Nein. Weil du unerwünscht bist, und dich auf Altermedia besser austoben kannst. Zukünftige Beiträge von dir werden kommentarlos gelöscht.

  • Delia

    Das wird ein Nachspiel haben, du islamhassender Zionfaschist, verlass dich drauf…

    Machs gut, Systemopfer! ;-D

  • Delia

    Auf WIEDERSEHEN! Hehe…^^

  • Delia

    Die Linke macht sich stark gegen Heuchler wie dich, und dass sie sich ‚persönlich‘ um dich kümmern, dafür werde ich schon noch sorgen.

    Wir mögen nämlich keine Hypocrites, die heimlich wie du bei PI Kommentare schreiben (hab ich gesehen!) und gegen den Islam, gegen die Regierung der Palästinenser und gegen die Türkei hetzen…

    Unglaublich…Und dann verlinkt er noch nach hagalil und Springerseiten…Neutral ist dieser Blog auf jeden Fall nicht! Aber dafür Pro-Israel -> peinlich.

    Gute Nacht und auf WIEDERSEHEN.

    Altermedia, lol, guter Witz. Akzeptieren die mich da denn auch als Mitglied der Linken?^^

  • Lyli

    Ach, ich bin übrigens so etwas wie ein „gefallener Linker“. Mittlerweile stimme ich im Großen und Ganzen mi den Positionen von achgut.de überein.
    Und jetzt sollte ich lieber schnell weg hier wa ?😉

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