Brinkmann verlässt die Pro-“Bewegung”

Der NPD-Blog schreibt:

“Es hat sich in den letzen Tagen und Wochen gezeigt, dass pro Deutschland sich nicht so entwicklen wird, wie ich das ursprünglich gedacht hatte.” Mit diesen Worten erklärt der schwedisch-deutsche Rechtsextremist Patrik Brinkmann eine weitere Kehrtwende in seiner Tingeltour durch die extreme Rechte. Er wünsche der pro-Bewegung aber “natürlich weiterhin eine gute Entwicklung, und ich stehe auch weiterhin bereit, um zu dieser Entwicklung beizutragen”.

Hier kann man alles lesen.

Nun habe ich mich tatsächlich zunächst gewundert. Angesichts der Ereignisse bezüglich der Islamistischen Flotille, die das Israelische Militär auf eine Prüfung stellte, gab es überhaupt keine Reaktion seitens Pro-NRW. Für mich konnte dies nur bedeuten, dass die zeitweise angedeutete Israelsolidarität lediglich eine Luftnummer war. Tatsächlich nämlich ist Pro-NRW ideologisch nach wie vor eine typisch Deutsche rechtsextreme Partei, die Israel ablehnt, und demzufolge Antisemitisch ist.

Beim NPD-Blog werden mögliche Gründe für die ideologischen Differenzen ebenfalls dargelegt:

Nach Angaben des schwedischen Radios besteht der Hauptunterschied zwischen den “Schwedischen Nationaldemokraten” und der deutschen NPD genau in ihren Positionen zu Israel. Die schwedischen Rechtsextremen definierten sich als Freunde Israels, die NPD schwärmt hingegen für das antisemitische Regime im Iran.

Mit Israelfeindlichen Positionen kommt man in Deutschland bei ausnahmslos allen Parteien an. Eine konsequent israelfreundliche Partei wäre etwas wirklich neues. Israelfreundliche Menschen hingegen gibt es, sie haben es in Deutschlands politischer Landschaft jedoch wirklich schwer. Aber in Verbindung mit Nationalismus… Never. Es müsste schon irgendwie links oder liberal orientiert sein.


2 responses to “Brinkmann verlässt die Pro-“Bewegung”

  • khad

    Seh ich genauso,
    keine Partei in D auf Israels Linie.
    Der Höhepunkt dabei: die deutsche Kanzlerin erhebt
    die palästinensischen Interessen zur deutschen Staatsräson.

  • foo

    „Israelfeindlich“ vs. „Israelfreundlich“ ist ein falsches Dilemma. Schade, dass eine derartig plumpe, eindimensionale Sichtweise auf eine äußerst komplexe Thematik in diesem Blog weiterverbreitet wird.

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