Radiobeitrag: Zwischen Angst und Aggression

http://medien.wdr.de/radio/lebenszeichen/wdr3_5_lebenszeichen_20100808_0900.mp3%20

Beschreibung:

Zwischen Angst und Aggression – Islamophobie in Deutschland? – Eine Sendung von Kai Adler – Auf einem Dresdner Spielplatz wird eine Frau mit Kopftuch als „Terroristin“ und „Islamistin“ beschimpft. Sie erstattet Anzeige. Als der Mann wegen dieser Beleidigungen vor Gericht steht, ersticht er die Frau. In ihrer Heimat Ägypten und in anderen islamischen Ländern löst der Mord große Empörung aus. Der Fall von Dresden – die Tat eines rassistischen Außenseiters? Oder das erste Todesopfer einer weit verbreiteten Islamfeindlichkeit in Deutschland, wie Muslime sie beklagen? Ist Islamophobie ein neues gesellschaftliches Phänomen oder ein Kampfbegriff? Worauf gründet die Angst vor dem Islam und die Ablehnung von Muslimen, wie äußert sie sich im Alltag? Und wo verläuft die Grenze zu berechtigter Kritik? Muslime, Wissenschaftler und politische Aktivisten berichten, streiten, klären auf.

Sehr interessant. Etwa 30 Minuten Zeit wird benötigt.
(Quelle)


3 responses to “Radiobeitrag: Zwischen Angst und Aggression

  • Salome

    Bassam Tibi kommt mir am serösesten vor in dem Beitrag. Und auch er ist, wie ich, der Meinung, dass es sich um Fremdenfeindlichkeit handelt, nicht um „Islamophobie“ oder „Islamfeindlichkeit“ und dass man mit diesen Begrifflichkeiten auf die Propaganda islamischer Extremisten reinfällt, die jeden Anlass nutzen, die „Ungläubigen“ zu dämonisieren.

    • NDM

      Es gibt eine derartige Fremdenfeindlichkeit, das stimmt wohl. Genauer: Rassismus. Dieser kommt mit den Vokabeln der Islamkritik daher, die als Begründung gegen Einwanderung oder für „Ausschaffung“ herhält.

      Es gibt dennoch auch eine religiös begründete Islamfeindlichkeit, die insbesondere in der christlichen rechten (besonders unter den Sektierern) aufzufinden ist, und die Tatsache negiert, dass es völlig friedliche Ausprägungen islamischen Lebens gibt. Auch bei Christfundis gibt es teilweise Überschneidungen mit dem Rassismus.

      Ich denke, dass z.B. niemand die Giordano-Bruno-Stiftung als Islamophob oder speziell Islamfeindlich oder Islamkritisch einstufen würde. Sie ist allgemein kritisch gegenüber allem eingestellt, was Behauptungen ohne naturwissenschaftliche Beweise aufstellt. Dazu zählen Esoteriker wie Scientologen ebenso. Das ist allein schon von der Motivationsgrundlage her etwas völlig anderes, als das, was Rassisten und Religionsfundis im Rahmen ihrer kollektiven Selbsterhebung veranstalten. Aber auch dann, wenn es heißt „alle Religionen sind doof“, muss man genau hinhören, was eine Person tatsächlich beabsichtigt, wenn sie ihre Kritik auf eine Religion fokussiert. Soll sie oder ihr Einfluss „entfernt“ werden, dann sollten alle Alarmglocken klingeln.

  • Salome

    Nein das glaube ich so nicht. Fremdenfeinde, die früher „Türken raus“ riefen, bemächtigen sich des Vokabluars von Islamkritikern.

    Das ändert aber nichts an ihrer pauschalen Fremdenfeindlichkeit. Außerdem sind Broder, Kelek, Samad, Giordano, Balci, Hirsi Ali, Ibn Warraq usw. usf., keine Fremdenfeinde bzw. „Islamfeinde“ i.S.v. Pro Köln.

    „Islamfeinde“ wird von Scharia-Verfechtern aber auch für die Kritiker gebraucht. Da wird mit Vorsatz alles zusammengworfen.

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