Moslems für Israel

Wenn man sich ein wenig mit der Nahost-Thematik beschäftigt – schon rein oberflächlich, dann kommt man schnell darauf, dass immer wieder einzelne Juden oder kleine jüdische Gruppen herangezogen werden, von denen sich einige sogar über Kritik hinaus bis hin zur Dämonisierung und substanziellen Delegitimierung gegen Israel stellen.

Gerade beschäftigte ich mich aufgrund eines diesbezüglichen Hinweises mit einem konkreten, von einer jüdischen Gruppe organisierten Schiff, das an der israelischen Gazablockade kratzen möchte.

Hierbei spuckte Google jedoch auch etwas aus, was weitaus seltener vorgezeigt wird, und gerade deshalb verstärkter Aufmerksamkeit bedarf:

Und weil es so ist, und weil heute Heute ist, lege ich noch einen drauf:


One response to “Moslems für Israel

  • Ghassan

    Es gab immer Araber und auch Muslime die Israel unterstützt haben. Die faschistischen Phalangisten (Christen) im Libanon beispielsweise. Auch wenn sich viele von denen auch gerne als „Phönizier“ bezeichnen.
    Auch die South Lebanese Army fungierte als Stadthalter der israelischen Regierung im Südlibanon. (Viele Mitglieder gingen nach Ende der Besatzung nach Israel oder in die USA)

    Viele arabische Regierungen (insbesondere Ägypten) unterstützen Israel direkt oder indirekt. Man kann mal versuchen eine Israel-kritische Demo in Kairo zu veranstalten. Innerhalb weniger Minuten ist der Platz gerammelt voll… allerdings mit Militär- und Geheimpolizei.
    Die Azhar Gelehrten erklären auch schonmal den Widerstand gegen die Politik Ägyptens und Israels als gegen die Sharia verstoßend.

    Interessant ist auch die Rolle Saudi-Arabiens. In der Staatspresse kann man eine Annäherung an Israel feststellen.
    Dementsprechend wenig Widerstand von israelischer Seite gab es gegen den 90 Milliarden Waffendeal mit den USA.
    Andererseits wird die freie Meinungsäußerung weiter eingeschränkt in diesen Ländern.

    Viele arabische Staaten stehen massiv unter Druck ihre Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Ein Beispiel ist der Jemen. Es ist mittlerweile wohl leichter mit einem israelischen Stempel im Pass in den Jemen zu gelangen, als wenn man Palästinenser ist.
    http://www.alwatanye.net/63585.htm

    Davon profitiert vor allem die Oberschicht. Daraus folgt, dass man unter dieser – zugegeben sehr kleinen Kaste durchaus pro-israelische Stimmen vernimmt. Die sprechen dann auch Englisch und halten sich oft in den USA oder anderen westlichen Ländern auf.

    Die Beziehung der Araber und Muslime zu Israel ist nun einmal wesentlich vielschichtiger als die Menschen glauben, die sonst nur das Mantra „Israel ist umgeben von Feinden“ skandieren.

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