Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!

Ein Artikel in der taz beschäftigt sich mit der Frage, warum sich die Grünen eigentlich nicht allzu intensiv an der von Sarrazin losgetretenen Rückführungsdebatte Nicht-Integrationsdebatte beteiligen.

Das Umfragehoch der Grünen mag viele Gründe haben. Einen gewiss nicht: Ihre Positionierung zur aktuellen Integrationsdebatte.

Und:

In die heftige Debatte, die nach der Vorstellung von Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab!" engagiert überall in Deutschland geführt wurde und die der Sache (Integration) leider nicht immer gerecht wurde, habt ihr Euch dann nicht mehr eingemischt. Vom Beziehen klarer Positionen zum Thema ganz zu schweigen.

Dabei war diese Debatte längst überfällig. (…)

Ich behaupte das glatte Gegenteil. Gerade weil die Positionierung der Grünen seit langem deutlich und bekannt ist, und sich die Grünen nicht von jemandem eine "Problemstellung" diktieren lassen, für den "gelungene Integration" vor allem an den Ruhrpolen zu erkennen sei(Sarrazin 2010, Kapitel 9.3), was nämlich die restlose Auflösung der kulturellen Wurzeln(wurde seinerzeit tatsächlich Germanisierung genannt und ging mit Massenauswanderung einher) bedeutet. Hier haben die Grünen eine Standfestigkeit, Ruhe, Positionssicherheit und Verlässlichkeit bewiesen, dass sämtliche anderen Parteien blass aussehen. Wer weiß denn schon, ob angesichts dessen nicht sogar Konservative Wähler dabei sind, die auf der Suche nach Verlässlichkeit("da weiß man was man hat, da kann man nichts falsch machen") den Grünen ihre Aufwartung machen, und ihnen zum Umfragehoch verhelfen?

Sollte jeder dahergelaufene Buchschreiber seine Problemstellung in die komplette Parteienlandschaft injizieren können? Sollte die Bild-Zeitung entscheiden, wer es ist, und welches "Problem" damit von der Politik zu bearbeiten sei? Nicht Sarrazin hat eine "Debatte losgetreten", die Bild-Zeitung war es, neben dem Spiegel. Ohne Not. Und diese "Debatte" führt zu nichts. Die Linken sind aufgescheucht, in SPD und CDU ist man verunsichert und ringt nach Richtung, in der NPD sagt man: "Sarrazin hat recht!".

Wenn es einen parteienübergreifenden Konsens über ein "Problem Volkstod" gäbe, wenn sich alle Parteien und Strömungen einig wären, dass Zuwanderung an und für sich das zu behebende/rückgängigzumachende Problem sei, dann haben wir das Verlangen nach “Deutscher Volksgemeinschaft” reetabliert. Begehrlichkeiten in dieser Richtung können jedoch nicht befriedigt werden, und hierbei ist es völlig gleichgültig, wie harmlos formuliert sie daherkommen. Weder mit einer restriktiven oder gar repressiven Integrationspolitik noch mit einer Ausweisungspolitik gegen(in dieser Reihenfolge) "illegale", "asylbetrügende", "kriminelle", "integrationsunwillige", "überflüssige/unproduktive" oder "fremdaussehende" Menschen lassen sich ressentimentbegründete Begehrlichkeiten, die sich gegen als "andersartig" empfundene Menschen richten, befriedigen.

Existiere eine Einheitsmeinung bezüglich Problemstellungen,  wozu bräuchten wir dann noch einen Parteienpluralismus? "Lösungsmöglichkeiten" für derart aufdiktierte "Problemstellungen" ließen sich in einer einzigen Partei erörtern. Nennen wir sie "DEP", "Deutsche Einheits-Partei". Oder auch umgangssprachlich: "Depp"

Niemand entzieht sich einer "wichtigen Debatte" darüber, welche "Maßnahme" gegen das "dringende Problem" der "Zuwanderung genetisch bedingter Minderintelligenz" nun die bessere sei. Hierüber existiert keine "wichtige Debatte", denn bereits die zugrundeliegende "Problemstellung" ist eine schlichte Frechheit.


32 responses to “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!

  • Limited

    Ich behaupte das glatte Gegenteil. Gerade weil die Positionierung der Grünen seit langem deutlich und bekannt ist, und sich die Grünen nicht von jemandem eine „Problemstellung“ diktieren lassen,

    Ich sehe das ähnlich. Gerade weil von den Grünen bekannt ist, dass sie ein striktes Integrationsmodell verfolgen und sich in der Debatte nicht irre machen lassen, gewinnen sie an Reputation.

    Sogar ich kann es mir mittlerweile vorstellen die Grünen zu wählen. Das will was heißen.

  • Limited

    Etwas anderes. Gerade das gelesen:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,721777,00.html

    Es ist positiv, dass Natanjahu das verurteilt. Und dass in anderen Fällen auch eine rechtliche Ahndung erfolgt.

    Die Pose der Verachtung, dargebracht durch ganz normale Armeeangehörige, ist aber widerwärtig. Ich denke es kann keinen Frieden geben, solange derartiges nicht gezügelt wird.

    • NDM

      Man muss bedenken, dass die IDF eine Wehrpflichtarmee ist. Jeder muss(!) in die Armee. Leider auch die Spinner.

      Spinner gibt es in allen Armeen, besonders in Pflichtarmeen. Die Bundeswehr ist auch – noch – eine Wehrpflichtarmee.
      Letztens hatte ich eine Dokumentation gesehen, in der ein Zeitsoldat meinte, in der Wehrmacht oder in der Waffen-SS hätte er bedingungslosen Gehorsam geleistet. Was mit ihm passierte, weiß ich nicht.

      In meiner Grundausbildung kam zwischendrin ein (missionarischer) Nazi auf meine 8-köpfige Stube und prahlte mit seinem Hakenkreuz-Tatto, spielte „Kraftschlag“ vor und zitierte aus „Mein Kampf“. Es brauchte 1.5 Wochen, bis er nicht mehr gesehen wurde.

      1.5 Wochen – das ist grundsätzlich der maximale Zeitrahmen, den ich mir als Zeitraum zwischen einem Vergehen gegen die Menschenwürde und der entsprechenden Konsequenz wünsche.

    • Salome

      Äh, sachma, wieso kommste jetzt mit Israel ? Hat das irgendwas auch nur Entferntes damit zu tun ?
      Wie wärs eigentlich mal mit den Phillippinen ? Oder Argentininien ? Eigenartig…

  • Salome

    War übr. an Limited gerichtet, verklickt.

    Zum Thema: Die Grünen haben sich diesbezüglich ziemliche Klopper geleistet, bspw. dass sie das Gebot zum Deutschsprechen auf Schulhöfen als „Zwangsgermanisierung“ geächtet hatten. Eine Mehrheit der Deutschen ist tief verunsichert, auch gerade durch islamisch verbrämte Herrenmenschen-Ideologien auf dem Schulhof http://www.google.de/url?sa=t&source=web&cd=1&ved=0CBwQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fberlin%2Fschule%2Flehrer-beschaeftigen-sich-mit-deutschenfeindlichkeit%2F1947998.html&ei=lT-uTOfNG4WFswbkp8jgDQ&usg=AFQjCNENRn6kMjWKWNetsoYD6CXA71XoCQ&sig2=asFChXd_uLf7Q449Bp5K8Q
    Vll ist es auch ein überlegtes Zurückhalten.

    • NDM

      „dass sie das Gebot zum Deutschsprechen auf Schulhöfen als „Zwangsgermanisierung“ geächtet hatten“

      ist 10 Jahre her. Das ist heute keine grüne Position.

  • Limited

    @ NDM

    Danke für den Hinweis. Ich werde mich zukünftig daran halten.

  • Glanzor

    Hier muss ich dir voll recht geben.
    Ich bin eigentlich kein Freund dieser Partei, gerade wegen ihrer mangelden Standfestigkeit in anderen Gebieten, aber im Laufe der Sarrazin-Debatte hat sie bei mir massiv Respekt gewonnen.

  • Salome

    Alle haben ihren Teil dazu beigetragen. Ist auch völlig egal, wer es im einzelnen war.
    Die Mehrheit der Deutschen ist wütend über eine völlig verfehlte Immigrationspolitik, das ist die deprimierende Tatsache.

    Deutsche und auch solche mit Migrationshintergrund, sind ebenso wütend auf Migranten, die auf diese Gesellschaft scheißen und keinen Hehl daraus machen. Es brodelt. Und die Grünen, wie alle anderen parteien, wissen watum sie das Theam lieber schneiden.

    • Limited

      Ich weiß nicht, ob die Mehrheit wütend ist. Sicherlich gibt es viele Vorbehalte, als Wut würde ich das aber nicht ansehen. Zudem beruhigen sich die Leute auch wieder.

      Und den Grünen rechnen ich und viele andere an, dass sie bei diesem hysterischen Kesseltreiben und dem Menschen in Wut versetzen nicht mitgemacht haben.

      Das wird sich auch bei den Wahlen auszahlen.

      • Salome

        Vorbehalte klingt da doch recht euphemistisch. Ich persönlich, und ich bin nicht von Geburt an deutsch, finde es schon ziemlich krass, zu lesen dass Deutsche oder allgemeiner Nichtmoslems an dt. Schulen als „Schweinefresser“, „deutsche Schlampen“ oder „Christenschweine“ beschimpft werden. Das macht mich dann doch ziemlich fassungslos. Und, nun ja, auch durchaus etwas wütend.

        Wieso äußern sich die „Etablierten“ nicht wenigstens mal deutlich darüber ? Das würde den Rechtspopulisten Wind aus den Segeln nehmen und der aufgewühlten deutschen Bevölkerung wieder Vertrauen zurückgeben.

  • Limited

    @ Salome

    Ich persönlich, und ich bin nicht von Geburt an deutsch, finde es schon ziemlich krass, zu lesen dass Deutsche oder allgemeiner Nichtmoslems an dt. Schulen als „Schweinefresser“, „deutsche Schlampen“ oder „Christenschweine“ beschimpft werden.

    Nehmen Sie es bitte nicht persönlich, aber manche Zuwanderer übertreiben es auch in dieser Hinsicht in Richtung Empfindlichkeit.

    Das ist zum Teil auch geschuldet einer gewissen Gelassenheit. Dafür gibt es ein Sprichwort: „Was scherrt es die Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr reibt?“

    Ein sachlicher und produktiver Umgang mit Problemen ist vielen eben lieber, als jeder gewollten Provokation hinterherzulaufen.

    Das werden hoffentlich auf Union und SPD irgendwann erkennen.

    Das würde den Rechtspopulisten Wind aus den Segeln nehmen und der aufgewühlten deutschen Bevölkerung wieder Vertrauen zurückgeben.

    Denen Wind aus den Segeln nehmen, ist gerade schwierig. Die Protestsammlungsbewegung von links ist gerade mit sich selbst beschäftigt und so sammelt sich gerade der Frust und der reine Protest rechts. Vieles an dieser Debatte hat meines Erachtens nichts mit Zuwanderung oder Muslimen zu tun, sondern signalisiert einen allgemeinen Protest, der hier allenfalls einen Kanal findet.

    • Salome

      “ Nehmen Sie es bitte nicht persönlich, aber manche Zuwanderer übertreiben es auch in dieser Hinsicht in Richtung Empfindlichkeit. “

      Aha. Religiöse Abwertung anderer Menschen, Frauenhass, kultureller Überlegenheitsfaschismus sind also Banalitäten ? Ich glaube nicht.

      “ Das ist zum Teil auch geschuldet einer gewissen Gelassenheit. Dafür gibt es ein Sprichwort: „Was scherrt es die Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr reibt? “

      Die betroffenen Opfer, diese schweinefleischfressenden Schlampen und Hurensöhne und deren Angehörige, schert es mit Sicherheit.

      “ Denen Wind aus den Segeln nehmen, ist gerade schwierig. “

      Ne, ist überhaupt nicht schwierig. Das Thema wird überall heiß diskutiert, nur die Politik schweigt. Viele Menschen fühlen sich damit allein gelassen, tlw. sogar verhöhnt. DA können rechte Arschlöcher punkten.

  • Salome

    Okay, so kann man unangenehme Diskussionen natürlich auch beenden.:/

    • NDM

      Darum geht es nicht. Es ist einfach nicht wahr, dass „die Politik“ schweigt. Wäre es so, dann hätte es sowohl auf Sarrazin als auch auf Wulff keinerlei Reaktionen gegeben.

      Die Wahrheit ist: Die Politik streitet. Und genau das ist die Zentrale Aufgabe der politischen Akteure in einer Demokratie.

      Die Politik hatte gestritten, als festgestellt wurde, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Die Politik stritt, als festgestellt wurde, dass das Beherrschen der Deutschen Sprache und Integration Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Leben im Lande sind. Und die Politik streitet nun angesichts der Feststellung, dass der Islam ein Teil Deutschlands geworden ist.

      • Salome

        Ja nun, eine große Mehrheit im Lande will den soziopolitischen Islam aber nicht als Teil ihres Landes akzeptieren. Es dürfte doch mittlerweile klar sein, dass es mit der Abgrenzung Glaube/Politik im Islam ein Problem gibt.
        Dass Muslime Teil dieses Landes sind, ist eine nicht erwähnesnwerte Selbstverständlichkeit.

      • NDM

        „Dass Muslime Teil dieses Landes sind, ist eine nicht erwähnesnwerte Selbstverständlichkeit.“

        Leider nicht. Die Selbstverständlichkeit ist, dass religiöser Fundamentalismus abgelehnt wird. Angesichts des Terrorismus gilt dies für den Islamischen Fundamentalismus verständlicherweise stärker, als für anderen Fundamentalismus. Blanke Feststellung.

        Die Tatsache, dass es Moslems in Deutschland gibt, ist jedoch noch lange nicht für alle eine Selbstverständlichkeit. Wäre es so, dann gäbe es PI und Po-NRW nicht, und in der CSU müsste sich niemand zur Betonung genötigt fühlen, der Islam gehöre nicht hierher.

  • Salome

    @NDM
    Moslems sind nicht Islam.
    Der Islam hat wesentliche Entwicklungen, die das Christentum hinter sich hat, nicht durchgemacht und es sieht auch nicht danach aus, als wenn das in nächster Zeit passieren würde.

    Wenn der Islam hiervon Teil werden soll, dann heißt das, keine Scharia, keine weltlichen Ansprüche.

    Sowas muss zuvor geklärt werden. Bis dahin sage ich, und viele andere, nein !

    • NDM

      Man kann sich nicht auf ein „Islam? Nein!“ einigen. Das ist vergebene Liebesmühe. Allenfalls kann man sich auf ein „Grundgesetz zuerst!“ einigen. Und das gilt natürlich für sämtliche Lebensentwürfe.

      • Salome

        Indem man sagt „Islam gehört dazu“, nicht etwa „Moslems als Individuen gehören dazu“, wendet man sich an die Islamverbände und Gruppierungen, deren Treue zur Allgültigkeit und Überlegenheit der Scharia man nicht als gebrochen ansehen sollte. Täusch dich da mal nicht.

  • Glanzor

    Erstmal wird der Islam natürlich von denen repräsentiert, die ihn mehrheitlich praktizieren und das sind nicht irgendwelche Verbände und Gruppen sondern die Mehrheit der moslimischen Gläubigen, die in der Regel fernab der eigenen Religionsausübung keine gesellschaftspolitischen Ambitionen mit ihrer Religion verbinden. Diese Islamverbände und Gruppierungen sind irrelevant, weil sie sowohl einzeln als auch zusammen keine ernstzunehmende Zahl der islamischen Gläubigen repräsentieren. Institutionen, die mit den christlichen Kirchen vergleichbar wären, hat der deutsche Islam nicht.

    Im übrigen ist beim Christentum die Trennung zwischen Glaube und Politik auch nicht aus der Religion selbst entstand, sie hat sich vielmehr im gesellschaftlichen Diskurs entwickelt. Die Verfecher der Säkularisierung der westlichen Gesellschaften wären mehrheitlich gar nicht auf die Idee gekommen, sich gegen das Christentum zu richten, sondern man hat explizit nur seine gesellschaftlichen Ambitionen bekämpft (bzw. die, die seine Vertreter aus ihm abgeleitet haben).
    Das Christentum selbst hat sich inhaltlich kaum verändert. Der Papst und viele andere Kirchenvetreter fordern heute noch Abtreibungsverbote und wettern gegen die Schwulenehe. Nur sind wir als Gesellschaft mitlerweile so weit, das sowas keine Geige mehr spielt.

    • Salome

      Ja, zum Glück spielt religiöse Bevormundung in westeuropäisch-„christlichen“ Gesellschaften kaum noch eine Rolle.

      In vielen moslemischen Familien und Moscheevereinen sieht das insgesamt aber leider noch nicht so aus. Da gibt es immer noch unhinterfragte Hierarchien und autoritäre Gesellschaftsbilder.

      Bis das wirklich hierher gehört, ist es noch ein ziemlicher Weg. Und da ist es nicht hilfreich, alles pauschal zu begrüßen.

  • Glanzor

    Richtig, oder abzulehnen. „Der Islam“ schließt doch alle Muslime ein, unabhängig von ihren Gesellschaftsbildern. Ein aufgeklärter Moslem ist doch nicht weniger islamisch, oder?
    Dass es in vielen muslimischen Haushalten authoritäre Ansichten gibt, die nicht selten auch religiös gerechtfertigt sind, ist leider richtig und problematisch. Nur gibt es solche in christlichen Haushalten auch, und zwar ohne, dass sich der zu Grunde liegende Glaube inhaltlich von dem der aufgeklärten christlichen Mehrheit groß unterscheiden würde.
    Das ganze ist also keine Frage der Religion an sich, sondern der Konzeption, die man über die Beziehung von Religion und Gesellschaft hat, also eine der politischen Einstellung.

    • Salome

      Nein, wenn du die Religion da nicht berücksichtigst, beim Frauenbild, Unmündigkeit des Individuums (Zwangsverheiratungen bspw.), wirst du dem Problem nicht näherkommen.

      Der Islam hat sich niemals archaischer Dogmen entledigen müssen, die Autorität seiner „heiligen Schriften“ wurde niemals entmachtet.

      Bevor eine tiefgreifende Reformierung des Verhältnisses des Islam zum Einzelnen, zum Staat und zur Gesellschaft und Andersgläubigen nicht stattgefunden hat, führt „Der Islam gehört dazu“ zu einer Bequemlichkeitshaltung bei paternalistischen Mullahs und Imamen.

  • Glanzor

    Das gleiche findest du inhaltlich auch im Christentum, nach wie vor. Die Religion hat sich nicht verändert und muss es auch nicht, sondern die Einstellung der Leute zu Religionsuaübung und Gesellschaft. Das ist eine gesellschaftspolitische Angelegenheit, keine religiöse.

    • Salome

      Jupp, deshalb ist meine Devise ja auch, Abwarten und Tee trinken. Und nicht die Katze mit ungeschliffenen Krallen aus dem Sack lassen ! Der archaische Imam kann sich jetzt ja stets darauf berufen: „Wieso, Islam gehört doch dazu, warum also irgendwas ändern ?“

  • Glanzor

    Na und? Ist doch egal, was irgendwelche Imame sagen. Das ist damit nicht gemeint und das ist eigentlich klar.
    Wenn „der Islam“ dazugehört, legitimiert das nicht jede seiner Auswüchse und Ableitungen, sondern sagt nur, dass die Religion grundsätzlich akzeptiert wird.
    Um nochmal den Stadartvergleich zu bedienen: „Das Christentum“ gehört hier auch dazu, oder würdest du da wiedersprechen? Das heißt aber auch nicht, das solche Auswüchse wie die Pius-Bruderschaft, Evangelikane Hetzer und die Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen durch katholische Institutionen in Ordnung ist, oder?

    • Salome

      Gut, im Großen und Ganzen kann ich nachvollziehen was du meinst.
      Evtl. hat es auch Vorteile, dass Islamfundis jetzt nicht mehr mit der Taktik kommen können, sie würden ja so ausgegrenzt werden von den dreckigen Ungläubigen.
      Wer dazu gehört, muss sich obendrein ja auch erst recht an die Hausordnung halten.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s