Aktionswochen gegen Antisemitismus

In diesem November finden bereits zum siebten Mal die Aktionswochen gegen Antisemitismus, die mit 170 Veranstaltungen bundesweit größte Kampagne gegen Antisemitismus, statt. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, die Diskussionen über aktuellen und historischen Antisemitismus anzuregen. „Als wir vor sieben Jahren die ersten Aktionswochen gegen Antisemitismus veranstalteten, geschah dies, weil wir den Eindruck hatten, dass Erinnerungskultur und die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus zunehmend in den Hintergrund geriet“, erläuterte Anetta Kahane, Vorsitzende des Vorstands der Amadeu Antonio Stiftung, zu Beginn der Pressekonferenz. „20 Jahre nach dem Mauerfall ist es nun wichtig, den aktuellen Antisemitismus in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.“

„Antisemitismus hat über die Jahrhunderte die Kleider gewechselt. Heute ist Israelkritik oftmals das Trägermaterial für eigentlichen Antisemitismus“, erklärte Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland. Aus diesem Grund gibt es in diesem Jahr erstmals einen inhaltlichen Schwerpunkt – Israelfeindschaft. Bei der Israelfeindschaft werden antisemitische Einstellungen als legitime Kritik am Staate Israel getarnt, so z.B. Vergleiche der aktuellen israelischen Politik mit dem Nationalsozialismus.

Weiterlesen: » Störungsmelder.

Ein wichtiges Thema. Nicht weniger wichtig, als andere Formen des Hasses auch.


5 responses to “Aktionswochen gegen Antisemitismus

  • Plastikstuhl

    Und eine Veranstaltung innerhalb der Aktionswochen: http://israelsolicamp.mixxt.org … Vielleicht hast du ja Lust…

  • Limited

    Vielleicht kann ja jemand einen Bericht zu dieser Veranstaltung schreiben? Ich will ja nicht menetekeln. Aber kann man auf einer Veranstaltung die sich „israelsolicamp“ nennt, eine differenzierte Diskussion erwarten?

    Nicht das ich das ausschließe. Aber betrachte ich mir den Einlagungstext:

    Zum anderen soll das IsraelSoliCamp zur Vernetzung von israelsolidarische Gruppen und Einzelpersonen (z.B. Blogger_innen, Journalist_innen) beitragen. Das IsraelSoliCamp ist dabei gruppen- und konfessionsübergreifend konzipiert und parteiunabhängig.

    halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass dort auch Leute wie Stefan Herre, messianische Juden und andere Irre auftauchen und ihre Propaganda unter die Leute zu bringen versuchen.

    • NDM

      halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass dort auch Leute wie Stefan Herre, messianische Juden und andere Irre auftauchen und ihre Propaganda unter die Leute zu bringen versuchen

      Ich bin mir recht sicher, dass man sich dort der PI-Problematik bewusst ist. Bei PI geht es zudem eh nur um „Moslems raus“. Was das Thema „messianische Juden“ angeht, die kenne ich nur vom Hörensagen.

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