Weihnachts-Salafismus

RP-Online verfasste einen Text, der einiger Korrektur bedarf.

Vorweg: Die Überschrift

“Salafisten planen Hasspredigten an Heiligabend”

trifft vermutlich zu.

Der Catcher allerdings enthält einen Fehler:

Radikalislamische Salafisten um den rheinischen Konvertiten Pierre Vogel wollen den Vorabend des Weihnachtsfests zur Hetze gegen westliche Werte nutzen und zum „Heiligen Krieg“ aufrufen.

Es stimmt, dass Salafisten radikal sind. Es ist auch richtig, dass Salafisten rund um Heiligabend predigen möchten – und zwar in Berlin und in Bonn. Eine Gruppe um Pierre Vogel wird in Berlin erwartet, Eine andere Gruppe um Abou-Nagies wird in Bonn erwartet.

Beide Gruppen werden sicherlich zurecht vom Verfassungsschutz beobachtet. Grundsätzlich ist aber immer auch zu beachten, dass man bei den Fakten bleibt, und korrekt einordnet. Es ist somit auch bezüglich des Salafismus sinnvoll, zu differenzieren.

In der Forschung wird der Salafismus in drei Strömungen unterteilt, die unterschiedliche Positionen in der Methode der Glaubensausübung vertreten.

Das sind der puristische, der politische und der jihadi Salafismus.

Einzelne Personen des deutschen Salafismus können jeweils einer dieser drei Strömungen zugeordnet werden. Im Jahrbuch Extremismus & Demokratie 2010 von Prof. Dr. Uwe Backes, Prof. Dr. Alexander Gallus und Prof. Dr. Eckhard Jesse wird diese Einordnung anhand von Aussagen in Internetvideos vorgenommen. Zudem werden die Besonderheiten des deutschen Salafismus näher erläutert. Besonderheiten, die in der(im Vergleich zu anderen europäischen Staaten) effizienten staatlichen Vorgehensweise gegen Verfassungsfeindliche Bestrebungen begründet sind.

So ist beispielsweise Pierre Vogel, der in Berlin auftreten wird, mit seiner Gruppe(“EZP”) eher dem puristischen Salafismus zuzuordnen. Von der Gruppe um Ibrahim Abou-Nagie(“DWR”), die in Bonn auftreten wird, kann man dies nicht sagen. Laut einem Kommentator, der sich anscheinend genauer mit Internen Differenzen des deutschen Salafismus befasst hat, ist letzterer ein Verehrer von Bin Laden, und seine Gruppe (“DWR”) soll tatsächlich ein Rekrutierungsbecken für den Terrorismus sein.

Beide Gruppen gehörten ursprünglich zusammen. Ein Teil dieser Gruppe hatte sich jedoch stark radikalisiert:

Denn obgleich Vogel einst bei „Die wahre Religion“ in Kooperation mit dessen Begründer Ibrahim Abou-Nagie begann und dort seinen Islam-Superstar-Status erreichte, scheitert die Allianz im Frühjahr 2008; Vogel, seine engen Vertrauten und andere Anhänger springen ab und schließen sich Vogels neuer Organisation EZP an. Erst knapp zwei Jahre später im Rahmen einer heftigen internen Diskussion der Muslime in Deutschland offenbart Vogel die Gründe für die Trennung: die zunehmende Radikalisierung Abou-Nagies, die Ende 2009 ihren Höhepunkt zu erreichen scheint. Denn DWR, verstärkt durch die Prediger Abu Dujana und Abu Abdullah, besetzt zunehmend Themen und eine Rhetorik, die weder im normal islamischen Milieu, noch bei EZP existiert. Man erklärt andere Muslime zu Ungläubigen, hetzt gegen Nichtmuslime, erklärt alle muslimischen Staatsoberhäupter, die nicht mit Scharia herrschen zu Ungläubigen, wie auch ihre Anhänger. Abou-Nagie erhebt sogar das Monopol auf die Wahrheit, alle anderen Gruppen, also auch Salafisten wie Hassan Dabbagh und Pierre Vogel werden zu Heuchlern und Schwachmaten abgestempelt. Es ist eine Rhetorik, der sich andere eine militant-islamistische Organisation in gleicher Weise seit langem bedient: Al Qaida. Und dafür lieben die Radikalen und Militanten DWR und ihre Prediger. Und so ist es kein Zufall, dass militant-islamistische Internetseiten und Youtube-Kanäle liebend gerne neben den neuesten Al-Qaida-Videos auch Videos von DWR hochladen und sie mitsamt Terror-Seiten weiterempfehlen. Schließlich erklärt Abou-Nagie in einer Moschee sogar, dass Allah Osama Bin Laden schütze.

Salafismus ist nichts, was man in irgendeiner Art gut finden muss. Eine solch radikale Religionsauffassung ist in vielerlei Hinsicht problematisch und eckt an vielen Stellen an. Sicherlich steht sie im Widerspruch zum allseits beliebten Konsumismus, was aber kein Alleinstellungsmerkmal ist. Sie steht auch in einem krassen Widerspruch zu gesellschaftlichen Entwicklungen, die man unter anderem der 68er Bewegung und der Moderne im allgemeinen zuordnen kann. Vieles davon hat mit der Kommunikation zwischen den Geschlechtern zu tun. Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen in der Gesellschaft, Aufhebung systematischer Geschlechtertrennung, usw. – Das sind einige der als problematisch empfundenen Erscheinungen, die auch in anderen Strömungen in weniger ausgeprägter Form auftreten, gesellschaftliche Kritik ernten und sich somit in gesellschaftlicher Verhandlung befinden. Dieser Prozess ist im Gange, mit dem Salafismus jedoch nur sehr stark eingeschränkt möglich, da er jeden Zusatz zur “Urlehre” ablehnt.

Das größte Problem des Salafismus ist jedoch: Es ist – empirisch belegt – relativ leicht möglich, im Rahmen einer solch radikalen Religionsauffassung eine noch viel weitergehende und tiefgreifendere Radikalisierung hervorzurufen, die bis hin zum Wunsch reicht, äußerste (terroristische) Gewalt anzuwenden. Es ist nicht nur möglich, sondern geschieht. Zwar versuchen z.B. Pierre Vogel und Ferid Heider anerkennenswerterweise, im Rahmen der Auslegungspraxis weitgehend den Terrorismus zu delegitimieren (zumindest was Zivilisten angeht), doch sind Wanderungs-“Karrieren”, die über die EZP-Gruppierung zur DWR-Gruppierung und/oder darüber hinaus führen, prinzipiell möglich.

Besonders dieser Umstand macht eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz nötig und wichtig. Trotz warnenden Hinweis auf mögliche Wanderungsbewegungen sollte jedoch nur dort “Terror” und “Hassbotschaft” draufstehen, wo auch tatsächlich Terror und Hassbotschaft drin steckt.

Es ist also zu bezweifeln, dass der EZP-Verein zu Hass oder Gewalt aufrufen wird, wie es Christlich-radikale “Nachrichtenmagazine” darstellen. Der Schwerpunkt dort liegt vielmehr bei der Mission. Beim DWR-Verein wiederum sieht es etwas anders aus. Aufmerksame Bürger, die gegen die Veranstaltungen protestieren möchten, sollten dies bedenken.

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16 responses to “Weihnachts-Salafismus

  • Plapperstorch

    Ich kenne Vogel. Er wird nicht zu Hass aufrufen, wenn man nicht zwischen den Zeilen lesen kann. Und in seinem Kopf kann keiner lesen. BTW: Die „Bonner“ Aktion soll in Elsdorf stattfinden. Vielleicht sollte ich mir einen Bart ankleben. Und bitte versuchen Sie nicht die Selefi zu relativieren. Das sind üble Koran-Verfälscher. Die gehören allesamt isoliert.

    • NDM

      In Elsdorf ist meines Wissens nach eine separate Veranstaltung mit Hassan Dabbagh geplant. Wo genau er einzuordnen ist, kann ich grad nicht sagen. Da gibt es unterschiedliche Aussagen.

      Dass Salafismus zu einer der problematischsten Strömungen gehört, daraus macht der Blogpost übrigens kein Geheimnis.

      Es ist in meinen Augen grundsätzlich verständlich, wenn gegen den Salafismus protestiert wird(das tun auch viele Muslime), und vermutlich dient der Artikel auf RPO der entsprechenden Mobilisierung. Nur – und das ist die Kernkritik – ist es wichtig, die Umstände genau zu beschreiben. Protest ist richtig, da das vermittelte Menschenbild all dieser Gruppen in vielerlei Hinsicht im Konflikt mit bestehenden Gesetzen steht. Die Zuwendung zum Terrorismus ist jedoch nicht bei allen gegeben.

      Ein diesbezüglich ausgewogenerer Artikel ist hier zu finden:

      http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10490&detailid=820371

  • alien59

    Diese Presseberichterstattung ist schiere Hetze. Seit Jahren werden islamische Seminare von allen möglichen Gruppen an Feiertagen veranstaltet – nicht aus Protest gegen christliche Feiertage, sondern weil die Muslime da auch Urlaub haben. Interne Seminare dann als „Hasspredigt gegen Weihnachten“ darzustellen, ist quasi eine Aufforderung zur Brandstiftung.
    Will man anders Denkenden es verwehren, sich zu treffen und die eigene Meinung zu lehren? Darauf läuft es nämlich hinaus – es geht NICHT um öffentliche Auftritte, alle diese Veranstaltungen finden mit Anmeldung im Saale statt. Würde das nicht wie in diesen Meldungen hetzerisch verbreitet, ginge es spurlos an der deutschen Gesellschaft vorbei. Aber nein, man muss ja mal wieder was gegen die bösen Muslime schreiben ….
    (Satire an) Es gab ja erst vier Brandanschläge auf die große Moschee in Berlin im letzten Jahr. Irgendwann muss es doch mal richtig klappen. (Satire aus)

    • NDM

      Ob beabsichtigt oder nicht, die praktische Funktion, Konvertiten von der Weihnachts-„Versuchung“ abzuhalten, ist durchaus gegeben, aber im Grunde gar nicht so wichtig.

      Immerhin schaffte man es schon zur öffentlichen Differenzierung, konkret die Strömung des Salafismus zu benennen, wodurch die Mehrheit der Muslime nicht mit in den Topf geworfen werden. Für eine eher konservative Zeitung wie RP-Online ist das ein bemerkenswerter Schritt in die richtige Richtung.

      Für das wichtigste halte ich es jedoch, die Terrorlegitimierenden Partikularströmungen genau einzugrenzen und zu delegitimieren, und zwar nachhaltig. Davon sollten jedoch eben nicht jene betroffen sein, die den Terror nicht legitimieren.

      Kritik am salafistischen Gesellschaftsbild, die grundsätzlich geäußert werden darf(und mMn auch sollte), ist eine davon erst einmal völlig unabhängige Angelegenheit.

  • Tweets that mention Weihnachts-Salafismus « Kruppzeuch -- Topsy.com

    […] This post was mentioned on Twitter by Ute , NDM. NDM said: Weihnachts-Salafismus « Kruppzeuch http://bit.ly/gn6qme #islamismus #terrorpanik #differenzierung […]

  • charis

    Zu Pierre Vogel: Er war letztes Jahr Weihnachten in Elsdorf und wird dieses Jahr in Berlin sein. Da kann er mehr Schaden anrichten als neben dem Loch vom Tagebau.

    Zur Einordnung von Pierre Vogel: Die Bezeichnung „Purist“, die oben erwähnt wurde, kann man streichen. Der Verfassungsschutz NRW (und der ist in diesem Fall maßgeblich) stuft Vogel als „Mainstream-Salafisten“ ein. Also laut Definition ein „könnte-aber-muss-nicht-unbedingt-Dschihadist“. Bedeutet im Klartext, dass Vogel zum Dschihad aufruft, aber noch keiner weiß, ob jemand seinem Aufruf gefolgt ist. Erst wenn das erste Bekennerschreiben eingeht und er namentlich erwähnt wird, steigt er auf in die Gruppe der Dschihadisten. Das möchte Vogel natürlich im Moment vermeiden, weil er ja noch mit Anhängerschaft um sich scharen beschäftigt ist und auch noch weiter Spenden sammeln will bis sein Verein verboten wird. Also spricht er über Dschihad nicht draußen vor den lieben Kleinen (da nur von Handabhacken, Steinigung, Rolle der Frau), sondern nur in geschlossenen Hallen vor Scharen auf dem Boden hockender Männer: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/07/06/lokalzeit-dortmund-islam-salafisten.xml

    • NDM

      Die Bezeichnung „Purist“, die oben erwähnt wurde, kann man streichen.

      So einfach kann man dies nicht. Gerade eine solche Differenzierung wird als bedeutende Zukunftsaufgabe für Wissenschaft und Sicherheitsbehörden angesehen. Hierbei geht immer die Wissenschaft voran.

      Vogel wird von Experten der Wissenschaft dem puristischen Salafismus zugeordnet. Das ist einfach so. Dass Sicherheitsbehörden diesen mit anderen zu einem „Mainstream“ zusammenfassen, ist eine Geschichte, die man ergänzend erwähnen kann. Dies ersetzt jedoch nicht die (auch für die Behörden wichtige) wissenschaftliche Genauigkeit. Der wichtigste Grund, warum eine umfassende Beobachtung des Salafi-Spektrums sinnvoll ist, wurde bereits genannt: Mögliche Wanderungsbewegungen. Aus diesem und ähnlichen Gründen ordnet der VS die beobachteten Gruppen (was in Ordnung geht) anders zu, als die Wissenschaft. Das gilt übrigens ebenso für den Rechts- und Linksextremismus. Die Wissenschaft kommt vielfach zu anderen Einschätzungen, als der Verfassungsschutz.

      Im VS-Zwischenbericht NRW 2010 steht dies auch klipp und klar so drin:

      http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/zwischenbericht_2010.pdf

      Bei der Beschreibung und Untersuchung salafistischer Strömungen unterscheiden die Sicherheitsbehörden in Deutschland zwischen dem „politischen“ und dem „jihadistischen“ Salafismus.
      Dabei wird der in der wissenschaftlichen Diskussion getrennt gewertete „puristische“ Salafismus
      mit dem „Mainstream“- Salafismus zusammengefasst betrachtet und vom „jihadistischen“ Salafismus unterschieden.

      PS: Interessanter Film. Coskun G. (ab 02:15 – Der Journalist spricht seinen Vornamen falsch aus) hatte ich vor etwa 15 Jahren persönlich kennengelernt – er ist das klassische Beispiel eines orientierungslosen Jugen Erwachsenen mit Hang zur Kleinkriminalität, der durch religiöse Missionierung bekehrt wurde. Man kann ihn durchaus als Konvertiten bezeichnen. Konvertit in dem Sinne, dass ihm die Religion vorher gleichgültig war.

      PPS: Und wo hat Vogel nun zum Jihad aufgerufen?

  • Radbruch

    Die betuliche Sprache des Textes ist schon etwas skurril.
    Alle salafitischen Strömungen sind für Steinigung (!) bei Ehebruch oder Homosexualität, Ermordung von Abtrünnigen, Hand-ab bei Diebstahl. Die ganze Rhetorik ist aggressiv-militant und von Verachtung bis Hass ggü. Anders- und Nichtgläubigen geprägt.

    Da gibts für mich ehrlich gesagt gar nicht viel zu reden. Es sind knallharte Klerikalfaschisten.

  • InitiativGruppe

    Der Artikel versucht, so genau wie möglich zu sein, und das macht ihn gut. Ich lerne nicht oft so viel von einer Blogpost wie von dieser.

    Nur wenn man die Unterschiede und Besonderheiten einer gefährlichen Gruppe exakt erkennt und benennt, kann man sie erfolgreich bekämpfen, und zwar so bekämpfen, dass keine Kollateralschäden den Kampf kontraproduktiv machen.

    Vogels Macho-Missions-Islam mag uns herzlich unsympathisch sein, und es ist schon richtig, dass man misstrauischen Blickes hinter die Fassade schauen muss — aber bisher bewegt sich das, was er sagt und tut noch eher im Rahmen des durch Meinungs- und Religionsfreiheit Erlaubten als das, was bei PI im user-Kommentarbereich passiert. Da ist unser Verfassungsschutz recht großzügig.

  • Radbruch

    Ist es erheblich, ob Vogel nicht unmittelbar zum Dschihad aufruft ?
    Ist es erheblich, ob ein Neonazi nicht zum Bürgerkrieg aufruft, wenn er ansonsten predigt, dass verschiedene Rassen unterschiedlich behandelt werden müssen ?

    Woher kommt eigentlich Deine Neigung, islamische Extremisten noch mal besonders behutsam auszudifferenzieren ?
    Streiche Rasse durch Religion oder Geschlecht und Du hast in Vogel und co. lupenreine Nazis.

    • NDM

      Vogel ruft nicht nur nicht unmittelbar auf, sondern spricht sich unmittelbar *gegen* Terrorismus aus.

      Wenn er meint, dass Nichtmoslems am „jüngsten Tag“ in die Hölle kommen, dann soll er das von mir aus meinen. Ob er Recht damit hat oder nicht, wird zu Lebzeiten sowieso niemand erfahren. Vielleicht kommen am Ende nur die Zeugen Jehovas in den Himmel – oder nur jene, die eigentlich in die Hölle wollten. We’ll see.

      Und nochmal. Es geht um die Terrorlegitimierung. RP-O meinte, dass eine Gruppe um Pierre Vogel zum „heiligen Krieg“ aufrufen möchte. Ich hege daran gut begründete Zweifel.

      Wenn es den Terrorismus gibt, dann ist es immens wichtig, ganz genau zu isolieren, wie er sich reproduziert:
      – Von wem genau(Glaubensströmung, Person, Umfeld, Vorbilder) wird dafür geworben
      – auf welchem Informationskanal(Privater Kreis, Internetforen, Videos, etc.) verbreitet sich die Terrorsympathie
      – mit welchen Argumenten wird Terror legitimiert.
      usw.

      Hieraus ergeben sich viele Erkenntnisse, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Insbesondere:
      – Wo genau(ideologisch-personelle Verortung) sind Gefährder zu suchen, zu finden und zu isolieren
      – Wer ist gefährdet
      – usw.

      Eine solche Eingrenzung und möglichst genau differierende Sicht ist auch bei anderen strittigen Themen sehr wichtig.

    • NDM

      Sie werden die entsprechende Stelle sicherlich benennen und – nicht anhand der Aussagen des Reporters, der noch nicht einmal türkische Namen korrekt ausspricht – näher erläutern können.

      • charis

        1. In den Aufnahmen spricht niemand türkisch.

        2. Pierre Vogel spricht deutsch.

        3. Das einzige arabische (nicht türkische!) Wort, dass Pierre Vogel benutzt, ist „Taghut“. Ein Wort, was auch gerne im Iran in Bezug auf Israel und andere „Ungläubige“ verwendet wird. Falls jemand von den schlauen Salafismus-Kennern nicht weiß, was das heißt -> Wikipedia.

        Zusammengefasst lautet Pierre Vogels Botschaft aus Dortmund Juni 2010 also: “Unser Ziel ist die ganze Welt zum Islam zu rufen. Unser Ziel ist es, in diesem Land die Festung des Taghut herabzureißen und dem Erdboden gleich zu machen.“

        Taghut = Welt der “Ungläubigen“, also wir.

        Damit steht Pierre Vogel auf der Schwelle zum Dschihadismus. Sobald sein Name im ersten Bekenner-Video auftaucht, wisst auch Ihr Bescheid.

  • Radbruch

    Noch mal etwas Aufschlussreiches zu Gestalten, mit denen Vogel gemeinsam auftritt, z.B. Scheich Abu Ishaq al Huweini: http://www.youtube.com/watch?v=B5N2d4nQyrE

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