Wer sind die Sarrazinesen?

Sehr interessant, hier gefunden.

Es wurde ein Psychogramm des durchschnittlichen Sarrazin-Fans erstellt. Es zeigen sich hierbei leicht autistische Züge.

Er ist ein Mann, das allerwichtigste in seinem Leben ist beruflicher Erfolg. Er mag die taz nicht sonderlich, die BILD schon eher. Die „Welt“, „Zeit“ und „FAZ“ mag er wirklich, darunter ganz besonders die Sonntagsausgabe der FAZ. Die FAZ hatte, um auch diese zu charakterisieren, im Jahre 2007 als letzte Zeitung die Frakturschrift abgeschafft. Der Sarrazin-Fan ist ein Mauerblümchen. Am wohlsten fühlt er sich zu Hause, Veränderungen in der Lebensführung mag er gar nicht. Er hält sich lieber an eingeschliffene Gewohnheiten. Wirklich Trendbewusst ist er nicht. Er will zwar wissen, was „in“ ist – aber er will es eben nur wissen. In seiner Freizeit ist er nicht sonderlich aktiv. An den Segnungen des Lebens möchte er eher nicht teilhaben, denn er ist sehr vorsichtig. Risiken geht er keine ein, Neues probiert er nicht aus. Zur Selbstbelustigung greift er zu Kabarett- und Satiresendungen und konsumiert Boulevardstücke und Volks- und Bauerntheater. Der Autor der Süddeutschen ist merkbar verblüfft, da die kaum vorhandene Wagnisbereitschaft des Sarrazin-Lesers nicht mit seiner Orientierung am beruflichen Erfolg harmoniert. Es passt einfach nicht zusammen.

Möglicherweise liegt ja genau in diesem Widerspruch die eigentliche Unzufriedenheit der Sarrazinesen begründet.

Es stellt sich jedoch noch eine weitere Frage… Es wurden für die Untersuchung ausschließlich Käufer des Buchs herangezogen, und…

der Unterstellung, er [der Käufer] könne sich „nur das Nötigste anschaffen“, widerspricht er entschieden

was er mit dem Kauf dieses Buches beweist. Aber was ist mit den anderen? Mit denen, um die es im Buch geht, die sich also tatsächlich „nur das Nötigste anschaffen“ können? Und was ist mit vielen, die aus Prinzip nicht bereit sind, Sarrazin finanziell unter die Arme zu greifen? Sie raubmordkopiertenfanden es irgendwo im Internet, und trugen daher nicht zum oben gezeigten Psychogramm bei. Das weiß man auch bei der taz:

Was also tun? Nun, man könnte sich das Buch unentgeltlich aus dem Netz herunterladen. Ein Freund sagte, es hätte ihn fünf Minuten gekostet.

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