Lesetipps: Antisemiten in der Linkspartei

Um den Rechtsextremismus in vollem Umfang zu identifizieren, muss man ganz offensichtlich auch auf die Linkspartei schauen.

Hier finden sich Details, speziell bezüglich des Antisemitismus.

Das heißt nicht, dass man “die” Linkspartei als ganzes, oder “die” Linken pars pro toto dem Rechtsextremismus zuordnen kann – aber bei einem Teil davon geht das völlig problemlos.

Weiteres zum lesen und lernen hier.

Grundsätzlich ist also aufzupassen, denn: Einige “Linke” missbrauchen gute und wichtige Hinweise auf die real existierende Moslemfeindlichkeit, um ihrer antisemitischen und antiisraelischen Haltung Ausdruck zu verleihen.

Genau so, wie die Rechtsradikelen (PI, Po-Köln, usw.) den Davidstern wie ein Schutzschild vor sich her tragen, um sich gegen Rassismusvorwürfe zu immunisieren, so missbrauchen einige “Linke” den Islam, genauer gesagt: einige radikale politische Strömungen, die sich auf den Islam berufen, um ihren Antisemitismus zu verschleiern.

Und, es gibt noch weiteres zum Rechtspopulismus zu berichten.

Wir haben zentrale Aussagen von vier führenden europäischen Rechtspopulisten ausgewählt und das Forsa-Institut gebeten, eine repräsentative Zahl von Bundesbürgern mit diesen Fragen zur konfrontieren. Die Ergebnisse sind unerwartet eindeutig: Rechtspopulistisches Gedankengut trifft längst auf breite
Zustimmung in der Bevölkerung. Am anfälligsten zeigen sich die Wähler von Union und FDP – und die der Linkspartei. Besonders erschreckend: 20 Jahre nach der Wende stehen Ostdeutsche rechtem Gedankengut offenbar deutlich näher als Westdeutsche.

Kurzum: Nein, die Linkspartei ist nicht per se faschistisch, nur weil bei ihr auch rechtsradikales Gedankengut zum Teil auf einen Resonanzboden trifft. Aber sie ist gerade deswegen auch nicht per se antifaschistisch, nur weil dort auch Antifaschisten Unterschlupf bekommen. Vielmehr macht genau diese Mischung die Linkspartei gerade in Bezug auf Rassismus und Antisemitismus so profillos, wie die meisten anderen Parteien es sind. Mehr noch: Die als Monstranz vorgehaltene “Solidarität” macht ein konsequentes parteiinternes Durchgreifen in diesen Bereichen praktisch unmöglich.

Nachtrag: Hier die Studie(PDF)


8 responses to “Lesetipps: Antisemiten in der Linkspartei

  • Bob Dylan

    „Die englischen Nazis haben „Redwatch“. Die deutschen haben den BAK Shalom-Watch“

    Wie kannst du Gegner von BAK Shalom nur als Nazis bezeichnen?
    BAK Shalom wird selbst an der linken Parteifront als faschistisch angesehen, und auch von den anderen etablierten Parteien.
    Ich verstehe nicht wie man, als vorgeblich „Linker“ eine so faschistische Gruppierung gutheißen kann!

    Auch wenn Bak Shalom nur ein Mini-Grüppchen ist mit einer so geringen, nicht der Rede werten Anhängerschaft, aber trotzdem!

    NDM, sorry, von dir hätte ich da mehr erwartet, ehrlich.

    • NDM

      Was ist denn am BAK-Shalom „faschistisch“? Das Eintreten für die Selbstbestimmung des jüdischen Volkes? Was ist denn dann mit denen, die für die Selbstbestimmung der Palästinenser eintreten? Welche der beiden wollen Juden vergasen oder „ins Meer treiben“?

      „BAK Shalom wird selbst an der linken Parteifront als faschistisch angesehen“

      Falsch.

      „und auch von den anderen etablierten Parteien“

      Auch falsch.

      „mit einer so geringen, nicht der Rede werten Anhängerschaft“

      Wäre das „Mini-Grüppchen“, das nicht hinnehmen will, dass *der* jüdische Staat praktischen Endlösungsandrohungen ausgesetzt wird, deiner Meinung nach nicht die Rede wert, dann würdest ja *gerade du* nicht hier aufschlagen und darüber reden wollen. Richtig?

  • Bob Dylan

    Bak Shalom ist doch nichts besser als die Antisemiten, denn sie verfolgen genau denselben gradlinigen Kurs, ohne Abweichungen, ganz egal welcher Kritik sie auch ausgesetzt sind.

    Das heißt also auch, dass sie israelische Verbrechen verharmlosen, genauso wie die Antisemiten die palästinensischen Verbrechen verharmlosen – das ist alles ein Abwasch, nur mit unterschiedlichen, aber trotzdem durch und durch faschistischen Vorstellungen.

    Falsch? Die große Mitte der Linkspartei distanziert sich von Bak Shalom, und das war schon immer so, siehe hier:

    [Link zu einer antisemitischen Website entfernt; NDM]

    Die überwiegende Mehrheit will diese Faschisten einfach nicht.

    Und ich glaube kaum, dass sich ein Oskar Lafontaine mit so einer verfestigt-ideologischen Gruppe solidarisch erklären würde.

    Punkt zwei ist auch falsch? *Lach* ich glaube sowohl für CDU als auch für die FDP wäre Bak Shalom der pure Albtraum ;-)(Wobei die beiden ja sowieso alles linke verabscheuen wie wir wissen)

    Lol, Bak Shalom ist wirklich ein Mini-Grüppchen, die Zahlen Linker die dieser Gruppierung angehören sind wirklich sehr gering…

    Aber sie versuchen die einzige(!) Antikriegspartei im Bundestag mit ihren imperialistischen Ansichten zu spalten, was die meisten Linken derzeit auf die Palme bringt.

    Ich habe nur durch Zufall deine Twitternachricht gelesen, und war ein bißchen geschockt, dass du anscheinend Bak Shalom-Anhänger geworden bist? Ich hoffe doch nicht, finde deine Arbeit super, und auch, dass du den Antisemiten den Kampf angesagt hast. Fehlt nur noch die Antideutschen Bak Shaloms bekämpfen und wir wären auf einer Wellenlänge🙂

    • NDM

      Es gibt aus linker Perspektive überhaupt keinen Grund, etwas gegen den BAK Shalom zu unternehmen. Ganz im Gegenteil. Es gibt gute Gründe, ihn zu stützen. Jeder einzelne Aufruf von Seiten der Linkspartei, nicht bei Juden zu kaufen, erneuert seine reale Daseinsberechtigung.

      • Bob Dylan

        Oh ja, „Kauft nicht bei Juden“ war aber auch ne äußerst widerwärtige Aktion, auch wenn ich verstehe, dass sie damit auf die Apartheid Israels in Bezug auf Palästina hinweisen wollten (was im Grunde genommen nicht unbedingt etwas mit Apartheid zu tun hat), aber ein kurzer Blick ins Geschichtsbuch hätte gereicht, um zu verstehen, WARUM so eine Aktion mal so gar nicht geht. Es sei denn man ist antisemitisch veranlagt…

        Ich denke es braucht keine Bak Shalom, um Israels Rechte zu schützen, so wie es keine antizionistische Linke braucht, um auf die Rechte der Palästinenser hinzuweisen, ich finde das sollte beides(!) in einer Linkspartei verankert sein.

        Und vor allem sollte man neutral und fair bleiben, so wie es die anderen Parteien eben auch machen. Diese extremen Positionen in der Linken stören mich ungemein.

        • NDM

          Die „Boycott Israel“-Aktion ist nicht nur dumm, sondern geht stets nicht nur mit implizierten, sondern in der Regel auch mit konkreten Bezug auf den Nationalsozialismus einher, nämlich allein schon darin sichtbar, dass entsprechende Protagonisten bezüglich Israel wie „Faschismus“ und „Zionazi“ in den Mund nehmen(Täter-Opfer-Umkehr), wie es ein „Claus Stephan Schlangen“ der Gruppe „Stoppt den BAK Shalom“ tut.

          Der selbe Typ outet sich übrigens als großer Fan deutscher Nationalsymbolik über den Fußball hinaus:
          http://www.snake-net.de/4557/16501.html

          Auch der „verdiente“ Antiimperialist und ausdrückliche Gaddafi-Anhänger Chris Sedlmair versteht es, „missverständnisse“ entstehen zu lassen:

          Und ja, er merkt nicht, dass es Antisemitismus ist, was er da von sich gibt. Und er *will* es auch nicht begreifen. Denn er ist ja ein linker(zumindest sagt er das), und damit kann er ja per Definition keine Antisemitischen Neigungen hegen. Das ist die verbreitete Vorstellung der aggressiven „Israelkritiker“, und daher glauben sie auch, „moralisch“ zu handeln.

          „dass sie damit auf die Apartheid Israels in Bezug auf Palästina hinweisen wollten (was im Grunde genommen nicht unbedingt etwas mit Apartheid zu tun hat)“

          Richtig. Der Apartheitsvorwurf gegenüber Israel ist nicht nur inhaltlich völlig daneben und verleumderisch, sondern zuendegedacht rassistisch gegenüber den südafrikanischen Schwarzen. Genauer ist es hier ausgeführt:

          http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/04/27/die-nazi-bombe-von-duisburg/

          „Ich denke es braucht keine Bak Shalom, um Israels Rechte zu schützen“

          Der BAK und die LAKs sind die logische Antwort auf real vorhandene antisemitische Tendenzen innerhalb der Linkspartei und auf einen „Antiimperialismus“, der vielleicht früher einmal (ich weiß es nicht) die Absicht gehabt haben mag, soziale Ungleichheit einzuebnen, in der Wirkung jedoch heute primär Nationalismus, Verschwörungstheorien, in manchen Fällen sogar Rassismus und bezüglich Israel ganz sicher konfrontativen Antisemitismus und „religious-collectivist supremacy“-Denken stärkt. Aus genau diesem Grunde bekommen diese „antiimperialistischen“ Strömungen in der Linkspartei ja auch dermaßen intensive Zustimmung seitens der Nazis – und in Internetforen sogar *aktive* Querfront-Unterstützung – so auch auf diesem Blog hier geschehen, als ich es zum ersten mal wagte, eine Pro-Hamas-Aktion zu kritisieren.

          „so wie es keine antizionistische Linke braucht, um auf die Rechte der Palästinenser hinzuweisen“

          Rechte ergeben sich aus dem gesunden Menschenverstand, und gelten für alle Menschen gleichermaßen. Allein dafür braucht es strenggenommen noch nicht einmal die Linkspartei.

          „ich finde das sollte beides(!) in einer Linkspartei verankert sein.

          Und vor allem sollte man neutral und fair bleiben, so wie es die anderen Parteien eben auch machen. Diese extremen Positionen in der Linken stören mich ungemein.“

          Ein Ansatz wäre vielleicht das hier:

          http://www.katja-kipping.de/article/452.jenseits-von-antizionismus-und-antideutschen-zuspitzungen.html

          An dem Text habe ich zwar einiges zu kritisieren, aber die Grundlinie ist nachvollziehbar – Kipping wird aber schon aus dem Antiimp-Lager heraus wegen dem Text angefeindet.

          Gefährlicher Dogmatismus ist bei diesem Thema eben zu vordererst im antiimperialistischen Lager vorzufinden, und er führt immer wieder zu verschwörungstheoretischen Konstruktionen, doppelten Standards – bis in extremen Fällen hin zur Bereitschaft, Mord und Totschlag zu feiern, gutzuheißen oder zu rechtfertigen.

  • Bob Dylan

    Nachtrag: Seit wann ist die Linke Zeitung antisemitisch?

  • theirvictimJustice

    Dieses ganze dumme Gelabber. Für diese ganzen Idioten gibt es doch die „Deklaration der Menschenrechte“. Aber der Hammer ist, das die keiner kennt !

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