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Wiederholter Brandanschlag auf Berliner Moschee

Und täglich grüßt das Murmeltier.

Unbekannte hatten am Freitagmorgen versucht, die Sehitlik-Moschee in Brand zu setzen. Am Tatort wurde unter anderem eine Propangasflasche gefunden, die möglicherweise zur Explosion gebracht werden sollte. Die Flammen waren von einem Mitarbeiter der muslimischen Gemeinde nach 6 Uhr entdeckt worden und konnten schnell gelöscht werden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Berlins größter Moscheebau war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von Brandanschlägen, die bislang nur geringem Sachschaden verursachten.

via Zentralrat der Juden – Knobloch verurteilt Anschlag auf Sehitlik-Moschee – Berlin Aktuell – Berliner Morgenpost – Berlin.

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Auf den Punkt gebracht.

“Nerv mich doch!” ist die Überschrift.

Ich bin eigentlich kein Freund von ständigen Lesetipps und Gedankenempfehlungen. Angesichts des Schrotts, der seit Sarrazin durch die Feuilletons gleitet, kann man es leid sein, selbst zu lesen, geschweige denn irgendetwas zu schreiben. Und dann noch diese unselige Leitkultur, die niemand kennt, beschreiben, bebildern oder sonstwie definieren kann. Was soll das? Warum ist meine Realität eine so fundamental andere, als die veröffentlichte? Ich lebe in einer ehemaligen Zechensiedlung, der Inbegriff dessen, um das es sich doch in der ganzen Diskussion dreht! Ich weiß, wovon ich rede!

Genau dahin bringt der folgende wundervolle Text, und diese Leseempfehlung ist wirklich wärmstens ans Herz gelegt:

Die neue Leitkulturdebatte erinnert an einen Satz von Methusalix, dem greisen Gallier aus den Asterix-Heften: "Ich habe nichts gegen Fremde, aber diese Fremden sind nicht von hier." Was ist unsere Kultur? Bowlen, Bier und Bibelkreis? Oder eher Bohlen (ironisch, selbstredend), Bionade und Bali? Golf, Gucci, Genitalpiercing? Porsche, Polo, Psychotherapie? Tee, Tanzgruppe, transzendentale Meditation?

Merkel erklärt Multikulti für gescheitert" titeln die Zeitungen und für mich klingt das, als habe Angela Merkel gerade den Sommer verlängert, den Winter abgesagt oder die Wiedereinführung der Kinderlähmung beschlossen. Kann die Kanzlerin die Wirklichkeit in die Schranken weisen? Die Realität ist gescheitert, wir brauchen eine andere.

Und –> hier <- geht’s weiter.


Hetze gegen Migranten und Muslime in Berlin

Lediglich an die 80 Anhänger waren zum großspurig angekündigten Parteitag von „pro Deutschland“ nach Berlin gekommen – mehrere hundert Gegendemonstranten versuchten, die Veranstaltung der Rechtspopulistentruppe im Schöneberger Rathaus zu blockieren.

Am 17. Juli fand in Berlin der 4. Bundesparteitag der antimuslimischen „Bürgerbewegung pro Deutschland“ statt. Trotz großspuriger Ankündigungen fanden keine 100 Parteianhänger den Weg ins Schöneberger Rathaus, wo an diesem Tag Hetze gegen Migranten und Muslime auf der Tagesordnung stand.

Hier kann man alles lesen. Alles in allem zeigt sich das, was zu erwarten war: Eine Handvoll Leute kommen zusammen, um gegen Linke und vermeintliche Linke, Ausländer, Schwule und Muslime zu wettern. Israelfähnchen gab es vermutlich auch keine mehr.

Ganz kurze Auszüge:

[…]Ein Großteil der Anwesenden war weit über 40 Jahre alt, man unterhielt sich erregt über die Demonstranten vorm Rathaus. „Dem Dreckspack müsste man gleich eine reinhauen“ sagte eine ältere Frau.

Solche Gentlemen.

Bevor Jacques Cordonnier, von der extrem rechten Partei „Alsace d’abord“ („Das Elsass zuerst”), über die „Gefahr“ des Islam als einer „fremden Kultur auf unserem Boden“ sprach,[…]

Eine französische Partei spricht also auf der Demo von Deutschnationalisten in Berlin von “unserem Boden”.

Gibt es eigentlich noch eine Partei im Saarland, die für den Anschluss an Frankreich wirbt?


Der 1. Mai 2010 in D, Griechenland und in Teheran

 

Das folgende privat aufgenommene Video klassifizierte der Pantoffelpunk in gewohnt ehrlichem Stil korrekt:

Wixer.

Wer so etwas macht (0:23):

 

der tut so etwas nicht im Affekt oder aus Versehen und es ist mit Sicherheit nicht das erste mal, dass der so etwas tut. Ich bin fest davon überzeugt, dass in dieser grünen Kampfmontur jemand steckt, der gern und vorsätzlich Leuten die Nase bricht.

So eine allgemeine Ausweispflicht für Rallycops wäre schon nicht schlecht.

Und so sah es in Teheran aus:

Noch eine von Indymedia kopierte Sammlung an Videos zu Berlin:

http://www.youtube.com/watch?v=qw_Pe8QZFQg

http://www.youtube.com/watch?v=dASfTi2jF8w
http://www.youtube.com/watch?v=KpHP2t1_s9o
http://www.youtube.com/watch?v=vO-MMPFqF0w
http://www.youtube.com/watch?v=w-sj5uCNUJw
http://www.youtube.com/watch?v=lsZNUVO0JJo
http://www.youtube.com/watch?v=hpRRliC1dyw
http://www.youtube.com/watch?v=4-lHx7qtRMY
http://www.youtube.com/watch?v=uKiFZowRDOY
YouTube Channel von der Morgenpost
Aus den Ergänzungen:
http://www.youtube.com/watch?v=sVDIuXkinbw
http://www.youtube.com/watch?v=xpaZeegt34g
http://www.youtube.com/watch?v=kNjaoki50u0
http://www.youtube.com/watch?v=VEcIJvpXrL4
http://www.youtube.com/watch?v=Cgpck5ac3IY
http://rapidshare.com/files/382393490/berlin_-_Google-Suche.flv
http://rapidshare.com/files/382394436/Beschissenenazis1mai.flv

Achja…. Unter “Ferner liefen” sind natürlich auch diverse Nazidemos zu erwähnen, zum Beispiel die in Solingen.


Schüleraustausch zwischen Berlin Mitte und Neukölln

Hier ein kleiner Beitrag zu einem sehr nachahmungswürdigen Projekt, das vom Jüdischen Museum Berlin angestoßen wurde.


Friedmann im Gespräch mit Türken über Sarrazin

Mal wieder Friedmann ist es, der zeigt, wie man vernünftig auf einen Sarrazin reagiert, ohne ihm das Wort zu reden – man nickt nicht unkritisch ab, was am Stammtisch geschwätzt wird, sondern lässt genau diejenigen Menschen der Gesellschaft zu Wort kommen, über die ansonsten gesprochen wurde. Diejenigen nämlich, welche als einzige von den Aussagen Sarrazins betroffen sind. Denn was bringt denn Sarrazins Mainstream-Rassismus, wenn den betroffenen nicht die Chance gegeben wird, darauf zu reagieren? Integration lebt vom Dialog, und natürlich auch vom Handeln. Sei es Obst und Gemüse, sei es gesellschaftliche Veränderung.

Dabei darf und muss es natürlich auch kritische Fragen geben, und es darf und muss auch gefordert werden – und zwar wechselseitig. Dies ist aber nur in einer Athmosphäre des gegenseitigen Respekts möglich. Die Diskussionskultur der Vorwürfe und Schuldzuweisungen, des Schimpfens und Schmollens muss seit Sarrazin erneut aufgebrochen werden – genau das wird hier getan.

Das komplette Video als Playliste bei N24.de:
N24 Friedmann

Einen Ausschnitt gibt es bei YouTube:

A propos Friedmann – einen Vernünftigen Beitrag zum Thema Broder gab er dem Deutschlandradio. (via Fareus)


Suchspiel: Wo ist der Antisemitismus versteckt?

Hans-Christian Ströbele hat mittlerweile sein Plakat, mit(oder trotz) dem er wahrscheinlich – mal wieder – sein Direktmandat bekommen wird.

Woher ich das weiß? Ich habe gerade ein bisschen auf Indymedia gelesen, um zu lesen, was die Rabauken denn für den 05.09.2009 in Dortmund vorhaben, und stolperte über diesen Artikel, für den sogar eigens ein Blog eingerichtet wurde.

Ich brauche nun etwas Hilfe bei diesem Suchspiel, das diese ominösen

Antifas aus Fhain, Kreuzberg, Prberg

veröffentlichten:

Zitat:

Seyfried fasst in Bilder, was Ströbele vertritt – den Appell an das Ressentiment, an positiv wie negativ aufgeladene kulturrassistische Fremdbilder, an plumpen Antiamerikanismus und strukturell antisemitische Stereotypen.

Hier das betreffende Bild zum lustigen Suchspiel. Entweder ich verstehe die Spielregeln nicht, oder ich wurde vom Spielersteller nach Strich und Faden verar****.

Level 1: Wo ist der Antisemitismus versteckt?
Level 2: Wo ist der Antiamerikanismus versteckt?
Level 3: Wo sind kulturrassistische Feindbilder versteckt?

stroebele
(Klick auf’s Bild für die volle Größe)

Das interessanteste, das ich an diesem Plakat entdeckt habe, ist eine Kritik an die Hamburger Regierungskoalition:

schwarz und grün gleich pfui

SCHWARZ
+ GRÜN
= PFUI !

BTW: Mit dieser anderen linken Auseinandersetzung mit dem Plakat kann ich schon etwas mehr anfangen. Zusammenfassung: “Wählt mich, ich bin für alle da!”

Und auch mit einem weiteren Plakat hat sich der Rockstar beschäftigt, und Fragen aufgeworfen, die man sich bei einem solchen Plakat selbstverständlich stellen sollte:

mlpd

Zitat:

Ein Schmunzeln bereitete mir noch jenes untere Plakat von der MLPD, bei welchem ich mich auch ernsthaft fragte, was sie glauben, wieviele Leute sie auf einen solchen Slogan hin wählen, also den Inhalt teilen; also wer bei der Frage nach dem nationalen Erfolgsweg darauf kommt, dass es ausgerechnet Palästina sein müsse, welches von Deutschland befreit wird und wie das dann geschehen soll?

Bei solchen Plakaten und Parolen kommen mir immer wieder ganz bestimmter Begriffskombinationen in den Sinn, die man allgemein, aber insbesondere linkslinks sehr ungern hört:

– Nationale Sozialisten
– Sozialistische Nationalisten

Und natürlich auch die Weichspülform von FPÖ und REP:
– Soziale Patrioten


NPD – Neue Porno Deppen

Spiegel Online berichtet über eine Porno-Schlammschlacht bei der NPD im Vorfeld des NPD-Bundesparteitages.

Auf der rechtsextremen "Altermedia"-Seite kursiert indes ein Link zu einem linken Internet-Forum. Dort findet sich ein Foto, das schon im Dezember eingestellt wurde und offensichtlich H. zeigt: Nur mit Jeansweste, Slip und hochhackigen Schuhen bekleidet posiert die Dame fortgeschritteneren Alters dort mehr oder weniger lasziv in einem Graffiti-beschmierten Treppenhaus. Ob man dieses Foto als "pornografisch" bezeichnen kann, sei allerdings dahingestellt.

Dass es ausgerechnet ein Mann war, der dies zur Erpressung nutzte, lässt sich vielleicht durch den Film “Neonazis, die Männer lieben”(YouTube) erklären.

NPD – Voll Porno!