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“Deutsche Kartoffel”: Der “Kartoffelskandal” nun auch in der taz

Im Grunde eine Wiedergabe der Ereignisse rund um das Kartoffelgate, aber ebenfalls mit einem schönen Schlussabsatz:

"Wenn man irgendeine Moral aus der seltsamen Geschicht‘ ziehen kann, dann die, dass Dummheit und Borniertheit, die natürlichen Feinde der Kunst, im Internet einen unfassbar fruchtbaren Humus gefunden haben", so die FR in ihrem Fazit. Eventuell sollte man aber auch auf einen YouTube-Kommentator hören, der angesichts des sich auch dort aufschaukelnden K(r)ampfes um die Knolle einfach nur philosophisch blieb: "Jetzt hab ich voll Lust auf Kartoffeln bekommen."
Guten Appetit.

Hier der Artikel.

Und hier nochmal das lustige Video.

Siehe auch:
Die Deutsche Kartoffel und das “Gesunde Volksempfinden”
Kartoffelmassaker
Dem Nazi sein Gehirn…
Die Kartoffelwoche – heute: Musik von Jan Delay
Deutsche Kartoffel: Treffer, versenkt!

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Deutsche Kartoffel: Treffer, versenkt!

Zur Deutschen Kartoffel dieser Beitrag auf FR-Online:

Zitate:

Der Film ist natürlich, selbst eine deutsche Kartoffel müsste das eigentlich erkennen, kein Werbespot der Firma Pfanni. Es ist schlicht die erfrischende HipHop-Parodie eines Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film München. Auf dem Spotlight-Festival in Mannheim, einem internationalen Werbefilmwettbewerb, gewann der einminütige Spot einen Publikumspreis in Silber. Man kann das Filmchen also witzig finden.

Wenn man irgendeine Moral aus der seltsamen Geschicht´ ziehen kann, dann die, dass Dummheit und Borniertheit, die natürlichen Feinde der Kunst, im Internet einen unfassbar fruchtbaren Humus gefunden haben. Die Kunst aber auch. Denn mit der Breitenwirkung, die sein Festival-Beitrag nun hat, hätte der junge Student niemals rechnen können. Seiner Karriere dürfte es kaum abträglich sein.

Treffer, voll auf die Zwölf, versenkt. PI got pwnd. Es handelt sich hier schlicht um ein Musterbeispiel erfolgreichen viralen Marketings, das den Pawlowschen Reflex bei einigen Ewiggestrigen zu nutzen schaffte. Ob beabsichtigt oder nicht, sei mal nicht näher beleuchtet. In jedem Fall ging der Schnellschuss – wie eigentlich jeder – für PI und Aftermedia gehörig nach hinten los. 🙂

Sie haben überhaupt nicht kapiert, was “Kartoffel” eigentlich heißt, und wie der Begriff im Reallife benutzt wird, denn sie haben keinerlei Kontakte zu einschlägigen Strömungen bzw. kennen die Subkultur der HipHop/Rap-Szene nicht, maßen sich jedoch an, darüber zu urteilen. Wäre Eminem Deutscher, würde er sich sicher selbst so nennen, wie er hier beispielsweise:

Siehe auch:
Die Deutsche Kartoffel und das “Gesunde Volksempfinden”
Kartoffelmassaker
Dem Nazi sein Gehirn…
Die Kartoffelwoche – heute: Musik von Jan Delay


Die Kartoffelwoche – heute: Musik von Jan Delay

Das geht mal weit über die Reaktionen der mit Minderwertigkeitskomplexen beglückten Pipifanten und Nazifanten hinaus, denn hinter dem Klischee der Kartoffel steckt viel tiefgründiges. 🙂


Kartoffelmassaker


Die Deutsche Kartoffel und das “Gesunde Volksempfinden”

Ein Video:

Selbstverständlich ist der Clip ironisch gemeint und auch entsprechend gekennzeichnet, zumal er rassistische Klischees stark überzeichnet und damit spielt. Problematisch ist er – wie Gewaltrap allgemein – dennoch, da einfacher gestrickte Menschen derartige Inhalte ernst nehmen und verallgemeinern könnten. Klischees werden somit auch weitergetragen. Auch wenn der Inhalt eine Fiktion darstellt, wird er wohl insbesondere rechtsextremen Propagandisten sehr gefallen.

Besonders interessant sind daher auch die Reaktionen, die durch dieses Video herausgekitzelt wurden, welche nämlich exakt die Geisteshaltung offenbaren, mit der dieser Clip auf eher humoristische Weise spielt – jedoch mit anderem Vorzeichen:

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Bei PI-News ist man ebenfalls Humorbefreit, und einige glauben sogar, dass der Spot den multikulturellen Alltag beschreibt(Was allenfalls PImatisches, provinzielles, bürgerkriegshetzendes Wunschdenken ist):

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Man sieht: Den Rassisten reichen schon Fantasiefilmchen aus, um ihrer Wut Zunder zu geben. Es ist eine primär emotionale Angelegenheit.

PS: Aufmerksam wurde ich auf dieses Thema durch den Artikel “Solanum tuberosum germanicum”beim Politblogger.

Nachtrag: Dieser Blogeintrag hat es tatsächlich bis nach Aftermedia geschafft. Pawlow hatte also Recht.