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Schon wieder die Lei(d/t)kultur

Es wird wieder einmal über die „Deutsche Leitkultur“ gestritten. Die Katholenkirche und die CSU wollen unbedingt, dass das Land „Christlich-Jüdisch“ wird. Die FDP und der Zentralrat der Juden sind dagegen. Ungefähr 35% sind offiziell Religionslos, ca. 2% sind Muslime[*].

http://www.domradio.de/aktuell/69862/verzicht-auf-religioese-werte.html

Der Grund, dass Kath.-Kirche und CSU so sehr darauf pochen, dass sich alle dem Christentum unterordnen, scheint deren kontinuierlich wachsende Bedeutungslosigkeit zu sein:

Religionen in Deutschland

Das Herbeigerede einer “Christlich-Jüdischen Leitkultur”, an die sich dann auch alle zu orientieren haben, also auch Atheisten, Muslime, Juden, Bhuddisten, usw., und der ebenfalls herbeigeredete Popanz der Islamisierungsgefahr(Dessen Anteil seit 1990 praktisch unverändert ist) scheint als rethorischer Platz zu dienen, um zum Christentum zu rufen, es sich jedoch nicht mit den hierbei adressierten Konfessionslosen zu verscherzen.

Es geht darum, die “verlorenen Schäfchen” zu “integrieren” – die Atheisten und Agnostiker.

[*] Offiziell werden ca. 4-5% Muslime gelistet. Die FoWid(PDF) schreibt hierzu:

Die Angaben zu den Muslimen gelten als zu hoch, da sich nach empirischen Untersuchungen nur 20 % bis maximal 50 % der rund 3,2 Millionen Migranten – die als Muslime eingestuft werden, da sie aus einem „überwiegend muslimischen Land“ stammen –, als religiöse Muslime zu bezeichnen sind. In dieser Hinsicht würde sich die Zahl der Muslime auf mindestens 2% reduzieren und die der Konfessionsfreie auf 36% erhöhen.

und

Legt man gar die formale Mitgliedschaft als Kriterium fest, sind sogar nur 0,5 % organisierte Moslems, während die Gruppe der Konfessionslosen entsprechend größer ist.