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Was Sarrazin fordert

Ich habe das Buch “Deutschland schafft sich ab” über einen Lesezirkel bekommen. Derlei Bücher lese ich immer rückwärts, daher stelle einfach mal seine konkreten Forderungen bzw. “Vorstellungen” kurz und knapp dar und in den Raum:

  • Nicht näher genannte Maßnahmen sollen für einen Rückgang der illegalen Zuwanderung in die EU auf 100.000 pro Jahr begrenzen
  • Es sollen nicht näher genannte familienpolitische Maßnahmen ergriffen werden, um eine durchschnittliche Fertil.-Rate von 2,1 in der mittleren und der studierten Bildungsschicht zu gewährleisten
  • Deutschkenntnisse sowie völlige finanzielle Unabhängigkeit gegenüber dem Staat sollen Voraussetzung für Familiennachzug sein(Konkret: 10 Jahre lang kein Anspruch auf Sozialleistungen möglich)
  • flächendeckende Ganztagsschulen und Ganztagskindergärten – Kostenlose Mittagessenausgabe an alle Kinder. Der ganztägige Besuch ist Bedingung für den Bezug von Kindergeld usw. – Empfindlicher Kindergeldabzug bei unentschuldigtem Fehlen des Kindes(auch Stundenweise)
  • Für Zugewanderte Kinder soll in Kindergärten und Schulen das Erlernen der Deutschen Sprache im Mittelpunkt stehen. Diese soll verbindliche Verkehrssprache in allen staatlichen Einrichtungen werden.
  • Jährlich sollen für jede Altersstufe jeder Bildungseinrichtung Sprachstandardtests an den Schülern durchgeführt werden. Die durchschnittlichen Ergebnisse sollen die Bemessung staatlicher Mittelzuweisungen beeinflussen. Unterschreitet eine Einrichtung mehrmals Mindeststandards, soll diese geschlossen werden.
  • Bundesweit vereinheitlichte Curricula an Grundschulen für die Fächer Deutsch und Mathematik(Auf dem Niveau von 1970). Kinder, die Mindeststandards nicht erfüllen, sollen eine (verbindliche) Zusatzförderung bekommen.

Darüberhinaus soll die Befreiung vom Sport- und Schwimmunterricht generell untersagt werden, Schuluniformen eingeführt werden und ein Kopftuchverbot ausgesprochen werden.

Er stellt sich dann migrations- und integrationspolitisch folgendes Szenario vor:

Bei den Migranten aus Nah- und Mittelost sowie aus Afrika hatten die Reformen bei den Sozialtransfers in wenigen Jahren dazu geführt, dass deren Fruchtbarkeit unter den bundesdeutschen Durchschnitt sank. Die scharfen Sanktionen gegen Bildungsverweigerer taten ein Übriges.

und:

In den klassischen Migrantenvierteln sah man immer weniger Frauen mit Kopftuch. Das lag auch an den dort sinkenden Einwohnerzahlen. Der geringe Familiennachzug, das Ausbleiben von Wohlstandsflüchtlingen und der anhaltende Fortzug der wirtschaftlich Erfolgreichen machten sich von 2040 an immer deutlicher bemerkbar: Die Migrantenquartiere der Großstädte schrumpften, und man hörte immer weniger Türkisch und Arabisch auf den Straßen.

Die Integration schien vollzogen (…)

Wie gesagt, ich stelle das jetzt kommentarlos in den Raum, zumal ich mich nicht zu sehr aufregen möchte.

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