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Dresden: Nazi-“Trauermarsch” in Wahrheit ein Hass-Marsch

Bereits am 13. Februar 2009 marschierten Nazis durch Dresden – angeblich ein Trauermarsch. Das Bild, das sich hierbei jedoch bot, erinnert jedoch eher an ein “Heldengedenken”, bei dem die Opfer als die “Gefallenen der Heimatfront” bezeichnet werden. Damit sind es die Nazis höchstselbst, die den Opfern des Dresdener Bombardements pauschal eine Nähe zum Nationalsozialismus und eine Beteiligung an der Kriegsmaschinerie bescheinigen(siehe Wikipedia:Heimatfront). Letztlich führen sie damit ihre eigene Argumentation ad absurdum, Dresden sei ein unnötiges Angriffsziel gewesen. Indirekt rechtfertigen sie somit also die Bombardierung Dresdens, ohne es selbst zu merken.

Auch mit der Mär des “friedlichen Nazis”, die von dieser Seite immer wieder behauptet wird, kann aufgeräumt werden. In diesem Video sieht man einerseits, wie Journalisten angepöbelt werden(das ist offenbar die einzige Sprache, die Nazis gut beherrschen), weiterhin überfielen Nazis im Zusammenhang mit diesem Aufmarsch Gegendemonstranten, die wieder nach NRW zurück wollten, was auch als Ausdruck eines kulturalisierten Terrorismus gewertet werden kann. Dies belegen auch weitere Berichte, nach denen im zeitlichen Zusammenhang mit den Demonstrationen Neonazis andersdenkende körperlich angegriffen hatten.

Nachtrag, 22:09 Uhr:

Der Spiegel berichtet, dass die Linkspartei Vorwürfe gegenüber der Polizei erhebt. Es sei “unverständlich, wie die Abreise dieser gefährlichen Schläger von der Polizei unbeobachtet erfolgen konnte.” – Der DGB Dresden bezeichnete die Ereignisse als “einen Gewaltakt von erschreckendem Ausmaß”. Der Staatsschutz ermittelt nun in diesem Fall.

Die FTD: “Laut Polizei erlitten fünf Demonstranten leichte Verletzungen an Oberkörper und Gesicht. Zwei von ihnen wurden im Uniklinikum Jena ambulant behandelt. Die anderen wurden von Ärzten vor Ort versorgt. Die Linkspartei sprach von zwei Schwer- und drei Leichtverletzten.

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NPD droht finanzielles Fiasko

image Laut dem Spiegel hat die NPD wieder einmal ein massives Finanzproblem. Mit korrekter Buchhaltung hält es die selbsternannte Saubermann-Partei anscheinend nicht so genau. Auf fast 900.000 Euro beläuft sich die Liste der nicht korrekt angegebenen Gelder im Rechenschaftsbericht 2007.

Der NPD-Schatzmeister Stefan Köster behauptet dennoch, sein Rechenschaftsbericht sei korrekt. Weiterhin behauptet er, dass sich seine Kameraden “hinsichtlich der finanziellen Situation der Partei keine Sorgen” machen müssten. Stimmt. Schließlich gibt es ja auch Jürgen Rieger, seines Zeichens Berufsmillionär und wohl einer der wichtigsten Geldgeber der NPD, und damit letztlich auch einer der mächtigsten Leute der Partei. Jürgen Rieger tritt möglicherweise gegen Andreas Molau um den NPD-Bundesvorsitz an.

Falls sich die Unregelmäßigkeiten im Rechenschaftsbericht bestätigen, flattert der NPD-Bundeszentrale wohl eine Rechnung in Höhe von 1,8 Millionen Euro ins Haus. Die zahlt Rieger doch bestimmt mit links. Unter Kameraden macht man das so.

Frank-Walter Steinmeier fordert zwar zurecht erneut ein NPD-Verbot, aber möglicherweise zerlegt sich diese Partei auch aus Unfähigkeitsgründen einfach selbst.

Hier zudem ein schöner Beitrag der ZEIT zum Thema Demo in Dresden.

Siehe zum Rechenschaftsbericht auch: NPD-Blog