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Verbot von Gesichtsschleiern in arabischen Ländern virulent

Frauen in Syrien, Saudi-Arabien und Ägypten sollen künftig mehr Gesicht zeigen. Dafür sorgen strenge Auflagen. Sie sollen den Einfluss der Orthodoxen im Islam mindern.

“An Europa und Frankreich möchte ich als Botschaft schicken – der Niqab hat keine Grundlage im Islam, er schadet vielmehr dem Ansehen des Islam", erklärte Abdel Muti Al-Bayyumi, Mitglied des Hohen Rates der Geistlichkeit an der Kairoer Al-Azhar Universität, der höchsten Lehrautorität der sunnitischen Muslime.

In Syrien wurden kürzlich mit einem Schlag 1200 Lehrerinnen, die den Niqab tragen, aus dem Schuldienst entlassen und in Bürojobs versetzt, wo sie keinen Kontakt mehr zu Kindern haben.

Gleichzeitig wurden zahlreiche Imame entlassen, andere müssen den Sicherheitsbehörden jede Woche ein Tonband mit ihrer Freitagspredigt vorlegen.

Selbst der saudische König Abdullah, auf dessen Territorium die strengen salafitischen Lehren ihre Wurzeln haben, zieht die Zügel stärker an.

Immer mehr moderate Muslime und säkulare Regime fühlen sich von dem gesellschaftlichen Druck der islamistischen Hardliner herausgefordert.

(Quelle)

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Wie ein Salafist mit Frauen umzugehen pflegt

Bundesweit wurde ein Islamistisches Buch mit “pikantem” Inhalt beschlagnahmt.

Der Autor des seit einigen Monaten in deutscher Übersetzung vorliegenden Buches, ein gewisser “Abd ar-Rahman Asch-Schiha“, sagt – neben allerlei anderen Dingen, die ich hier nicht beleuchte, unter anderem:

Hervorhebungen von mir:

(…)dass eine Frau den Anweisungen und Befehlen ihres Mannes nicht Folge leistet. Die Lösung dieser höchst empfindlichen Situation erfolgt in Stufen, wie wir an dem obigen Vers erkennen können. Die Medizin oder Behandlung einer jeden Unpässlichkeit kann manchmal sehr bitter sein. Aber eine kranke Person wird das Medikament freudig einnehmen und die Bitterkeit der Medizin ertragen, um von seiner Krankheit geheilt zu werden.(…)

Eine Frau, die den Befehlen ihres Mannes nicht gehorcht, ist also zunächst einmal krank, und muss behandelt werden. Soso. Und zwar folgendermaßen:

(…)Der Islam verbietet hartes Schlagen als Bestrafung.

Also nur nicht-hartes Schlagen.

Diese Behandlung hat sich für zwei Sorten von Frauen als sehr wirkungsvoll erwiesen, wie
psychologisch  festgestellt wurde:

Der erste Typ: Kontrollierende oder führende Frauen. Das ist die Sorte Frau, die überprüfen, führen und die Angelegenheiten ihrer Ehemänner leiten wollen, indem sie sie herumschicken, ihnen Befehle erteilen und sie kommandieren.

Der zweite Typ: Unterwürfige Frauen. Diese Frauen genießen es, geschlagen zu werden.

Zum zweiten “Frauentyp” wird ein ominöser “G.A. Holdfield” aus seinem noch ominöseren Buch “Psychologie und Moral” zitiert(Ich ziehe nur den Kernsatz heraus, um den es vermutlich geht):

Eine Ehefrau von diesem Frauentyp findet ihren Gatten immer anziehender und anbetungswürdiger, je mehr er sie schlägt.

Ein bescheuerter Versuch der Legitimation. Wo kann man dieses dieses Buch bitte schön beziehen? Gibt es eine ISBN? Google Boox und Amazon kennen weder das Buch noch den Autoren.

Hier ist übrigens die Geschichte eines Mannes des zweiten Typus:

Auch krass, was Herr Asch-Schiha anschließend von sich gibt:

Die Frau darf nur in absoluter Privatsphäre geschlagen werden.  Eine Frau darf nicht vor den Kindern oder sonst irgendjemandem dieser Art geschlagen werden. Das Schlagen ist als Disziplinierung und Erziehung gedacht. Wie ein Vater zum Beispiel seinem Kind einen Klaps gibt, wenn es etwas Falsches getan hat. Ein Lehrer kann einem Schüler einen Klaps erteilen, wenn er etwas Falsches tut, wie die Hausaufgaben verweigern, zu spät in die Klasse oder Schule kommen, beim Test schummelt, vorlaut ist, usw. Das Schlagen ist hier als Erziehungsmaßnahme und Disziplinierung zu verstehen

Nun sagt §1631BGB im Absatz 2:

(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

Das gilt sowohl für die Schule als auch für zu Hause. Selbst dann also, wenn man seine Frau auf die gleiche Stufe wie sein zu erziehendes Kind stellt, was an sich schon eine Unverschämtheit ist, dann ist ein solches Vorgehen schlicht und ergreifend verboten. Es handelt sich um ganz gewöhnliche Körperverletzung, welche der Autor versucht zu propagieren.

Der Typ hat definitiv einen Vogel. Soviel steht fest.


Pseudofeminismus

Ein interessanter Beitrag zur Islamophobiedebatte aus feministischer Sicht kommt von Ursula Müller und steht in der taz(hatte ich schon hier erwähnt).

Es geht um Minarette, Kopftücher, Die Entwicklung der Frauenrechte in Islamischen Ländern, mit dem Koran argumentierende Frauenrechtlerinnen in Deutschland, nicht existente diesbezügliche Außenpolitik, Obama, Taliban, Gastarbeiter.

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Grundsätzliches zur Islamkritik

Tjo. Ich bin Agnostiker. Für mich bleibt die Gottesfrage offen, und niemand ist in der Lage, diese Frage abschließend zu beantworten. Wer daran glaubt, muss erst vom Gegenteil überzeugt werden, ansonsten ist das Aufzwingen des Atheismus vom Prinzip her nichts anderes, als Zwangs-Theismus, den man von Scharia-orientierten Staaten her kennt.

Nun ist es eine Sache, radikal-konservative Auslegungen des Ialam zu kritisieren. Das soll man tun, und das ist gut. Man beschränke sich hierbei jedoch bitte auf die jeweilige theologische Ausrichtung und auf die Kritikpunkte. Man kritisiert auch nicht die Haltung der Zeugen Jehovas gegenüber Bluttransfusionen, bezeichnet sie als Mörder, und nennt das dann "Christentumskritik". Dagegen würden sich sowohl die EKD als auch der Vatikan wenden. Man kann die "Deutschen Christen" ablehnen, aber man soll damit nicht die EKD meinen. Man kann Evangelikale Gotteskrieger und ihren heiligen Krieg gegen die Ungläubigen ablehnen, aber bitte: vom Papst wurden sie nicht gesegnet.

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