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Rekonstruktion der Ereignisse auf der Mavi Marmara

Die IDF veröffentlichte einen Film, in dem Videomaterial zu den Ereignissen rund um die Mavi Marmara zusammengeführt wurde, die für freie Waffenlieferungen an die Hamas kämpfte.

Unterlegt ist der Film mit einem Soundtrack und einer Erzählerstimme. Als Gamer und Ex-Soldat kenne ich einen solchen Stil zwar eher von Computerspielen, die sich mit militärischen Themen beschäftigen, und weniger von der Armee, aber nun gut. Andere Länder, andere Sitten. Das ist dennoch abgefahren, oder? Wie im Film. Bitte sehr:

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“Friedensflotte”?

An vielen Stellen liest man von einer sogenannten “Friedensflotte”, bestehend aus acht Schiffen, die den Gazastreifen mit Hilfslieferungen beglücken möchte. Ein ehrenwertes Anliegen, das unbedingt auch kritisch betrachtet werden muss. Zum einen wohnten der Einweihung eines der Schiffe in Istanbul zwei Terroristen der Hamas sowie ein Führer der Muslimbruderschaft in Jordanien bei. Zum anderen das Verhalten der beteiligten:

(…)Dabei hatte sich die israelische Regierung zuvor mehrmals um einen Kompromiss bemüht und den Organisatoren der "Friedensflotte" mehrmals angeboten, die Ladung freiwillig in Aschdod zu löschen. Nach einer Sicherheitskontrolle werde man die Hilfsgüter dann an die Vereinten Nationen übergeben, die sie auf dem Landweg nach Gaza bringen könnten. Die Organisatoren wollten von dem Angebot nichts wissen.

Dann bot die Familie des vor vier Jahren von der Hamas entführten Soldaten Gilad Schalit den Organisatoren an, sich bei der Regierung in Jerusalem dafür starkzumachen, die Schiffe in Gaza anlegen zu lassen. Im Gegenzug wünschten sich die Schalits, die Passagiere der "Friedensflotte" mögen sich bei der Hamas dafür einzusetzen, dass ihrem Sohn ein Paket mit Lebensmitteln und Briefen übergeben werden dürfe. Auch dieses Ansinnen wurde abgelehnt.

Der Rechtsanwalt der Schalits, Nick Kaufmann, reagierte entsetzt. "Ich dachte, diese Bewegung unterstütze die Menschenrechte", wunderte er sich. Stattdessen gelte ihre Unterstützung aber nur der Hamas, einer Terrorgruppe, die sich selbst überhaupt nicht für Menschenrechte interessiere. Die kompromisslose Reaktion habe deutlich gemacht, dass es den Organisatoren in Wahrheit nur um die Provokation gehe.

Ich denke, die Lage ist noch etwas komplexer, als Schalits Rechtsanwalt es vermutet. Es geht nicht einzig um den antiisraelischen Propagandaeffekt, wenn Israel dazu gezwungen ist, “Hilfsgüter” abzufangen. Die Hamas ermordet Menschen, von denen sie vermutet, sie kooperieren mit Israel. Und sie foltert Menschen, die Israel ein Existenzrecht einräumen. Davor haben die Beteiligten der “Friedensflotte” mehr Angst als vor der IDF, von der sie nämlich trotz der Provokation nichts zu befürchten hat. Dass die Güter überhaupt im Gazastreifen ankommen werden, erscheint mir aufgrund des Verhaltens der Akteure als ein fatales politisches Signal, allerdings ist dies aus ethischen Gründen nicht vermeidbar. Es ist absehbar, dass sie über Ashdod nach Gaza gelangen werden.

Hamas-Anhänger mit Hitlergruß Israel und Ägypten blockieren derzeitig den Gazastreifen, der seit einem Bürgerkrieg unter Kontrolle einer antisemitischen Terrororganisation ist. Lediglich humanitäre Güter werden durchgelassen. Dadurch hat sich zwar die wirtschaftliche Dynamik verschlechtert, aber eben auch die für Terroranschläge bezweckte Waffenproduktion verlangsamt.

Dennoch werden immer wieder Raketen(aus geschmuggelten Waren gebaut) aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert – entgegen dem Willen der palästinensischen Mehrheit. In diesem Jahr sollen es mehr als fünfzig Raketen gewesen sein, die letzte schlug in der Nacht zum 28. Mai in einem Gewerbegebiet in Sderot ein. Am selben Tag feuerten palästinensische Terroristen nahe Nahal Oz mehrere Mörsergranaten ab, nachdem die IDF dort einen Sprengstoffanschlag vereitelte.

Der Sarkasmus, der hinter den Worten “Frieden”, “Freiheit” und “Solidarität” steckt, wenn hierbei zugleich eine Terrororganisation abgefeiert werden soll, wirkt wie ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die wirklichen Frieden im Sinn haben.

Aus der Hamas-Charta nämlich stammt(neben vielen Verschwörungstheorien) folgendes:

Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung.