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Die “gewaltbereiten” Moslemkinder…

Interessantes aus dem Bildblog. Ich kürze es mal ab…

Für junge Christen gilt, dass sie mit steigender Religiosität weniger Gewalttaten begehen. Bei jungen Migranten sinkt beispielsweise die Quote der Gewalttäter von 21,8 Prozent (nichtreligiöse Jugendliche) auf 12,4 Prozent (sehr religiöse Jugendliche) oder den Angehörigen sonstiger Religionen entsprechend von 26 Prozent auf 8,5 Prozent. Für junge Muslime geht dagegen die zunehmende Bindung an ihre Religion mit einem Anstieg der Gewalt einher. Die höchste Quote erreichen hier die "sehr religiösen" Jugendlichen mit 23,5 Prozent, die niedrigste die "etwas religiösen" mit 19,6 Prozent.

Quelle(Studie als PDF)

Ein Absatz aus dem Bildblog:

Dieser — wohlgemerkt relativ geringe — Anstieg der Gewaltbereitschaft betrifft ausschließlich "sehr religiöse" muslimische Jugendliche, nicht aber "etwas religiöse" oder "religiöse" (vgl. Tabelle KFN-Studie, S. 116). Er wird sowohl in der Langfassung als auch in der Kurzfassung der Studie nicht etwa mit der Religon, sondern mit anderen Faktoren wie der Akzeptanz gewaltlegitimierender Männlichkeitsnormen ("Machokultur"), der Zahl straffälliger Freunde oder der Nutzung gewalthaltiger Medien begründet.

Die Süddeutsche dazu:

Selbst wenn man diese Faktoren herausrechnet, bleibt ein signifikanter Zusammenhang zwischen Religiosität und Gewaltbereitschaft.

Die Studie hingegen:

Das Modell III belegt ferner, dass diese erhöhte Gewaltbereitschaft weitestgehend auf andere Belastungsfaktoren zurückzuführen ist, wobei die vier bereits bekannten Faktoren einbezogen werden. Dies führt dazu, dass von der Zugehörigkeit zu einer Konfessionsgruppe kein Effekt mehr auf das Gewaltverhalten zu beobachten ist. (KFN-Studie, Seite 116)

(…) Mit stärkerer religiöser Bindung steigt die Gewaltbereitschaft tendenziell an. Da dieser Zusammenhang aber als nicht signifikant ausgewiesen wird, ist bei islamischen Jugendlichen von keinem unmittelbaren Zusammenhang (und damit auch nicht von einem Gewalt reduzierenden Zusammenhang) zwischen der Religiosität und der Gewaltdelinquenz auszugehen. (KFN-Studie, S. 118)

(…) Mit den hier dargestellten Forschungsergebnissen ist noch nicht ausreichend belegt, dass der Islam für die dargestellte Problematik direkt verantwortlich gemacht werden kann. Zur Klärung bedarf es tiefergehende Analysen (…). (KFN-Studie, S. 129)

So etwas kann eine statistische Studie auch nicht belegen. Selbst wenn die Unterschiede signifikant wären, ließe sich daraus kein kausaler Zusammenhang herstellen. Die Signifikanz, wäre sie vorhanden, wäre dann jedoch ein Indiz, das tiefere Analysen über Ursachen und Zusammenhänge einfordert.

Was eine Studie aussagt, scheint jedoch weniger von Interesse zu sein. Interessanter ist es, wenn Titelzeilen einen hohen Puls versprechen. Ein Ressentiment benötigt nur einen Anlass, jedoch keinen Grund, wie Broder zu sagen pflegt. Und das sieht dann so aus: