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Naher Osten als Projektionsfläche

Ein sehr schöner Kommentar ist in der taz zu finden. Ich zitiere mal drei Teile:

Googelt man „Israel“, wird man schnell fündig: Im Internet wimmelt es von Karikaturen, die Juden als hakennasige Drahtzieher oder Spinnen darstellen, darauf aus, von Israel aus die Welt zu beherrschen oder das Blut palästinensischer Kinder in Matzenbrot zu verbacken. (…)Die Rede vom „Konzentrationslager Gaza“ hat es mancherorts in Europa sogar in den Mainstreamdiskurs geschafft. Umso erstaunlicher, dass manche meinen, Kritik an Israel werde unterdrückt.

(…)

Die vielen NS-Vergleiche sind der stärkste Indikator dafür. In ihnen spiegelt sich eine historische Täter-Opfer-Umkehr, die der Sehnsucht nach postnazistischer oder postkolonialer Schuldentlastung entspringen kann, (…)

(…)

Selbst Terrorakte der Hamas gegen die Zivilbevölkerung werden dann als unvermeidliche „Reaktion“ auf den israelischen „Staatsterrorismus“ gedeutet. Sogar für den Antisemitismus werden damit „die Juden“ verantwortlich gemacht. Denn Judenfeindschaft, so die antizionistische Sicht, sei heute schlicht eine Folge von Israels Politik. Würde jemand behaupten, das Verhalten eines afrikanischen Diktators sei die Ursache von Rassismus, würde man diese Denkweise zu Recht rassistisch nennen. Beim Blick auf Israel ist sie aber gängig.

(…)

(…)Wem es aber um die Rechte der Palästinenser geht, der muss auch die Hinrichtungen von Dissidenten, die Entrechtung von Frauen und Schwulen durch die Hamas in Gaza oder die systematische Ausgrenzung der Palästinenser im Libanon erwähnen.

Den ganzen Kommentar gibt es hier.

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Sollen weiter Waffen für den Gazastreifen blockiert werden?

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Interessantes Ergebnis. Ich hatte meine Stimme für den Punkt 2 abgegeben.


Mehr Souveränität für Gaza

Ein interessanter Artikel bei HaGalil:

Auch wer nicht zu den Anhängern von Außenminister Avigdor Lieberman gehört, muss zugeben, dass seine Initiative, die europäischen Außenminister zu einem Besuch Gazas einzuladen, ein positiver und kreativer Schritt ist. Sie ist dazu angetan, auch die vollständige Abkoppelung Israels vom Gaza-Streifen zu markieren – einen Prozess, der noch nicht zum Ende gekommen ist, insbesondere wegen des Widerstands des Sicherheitsapparats, der dazu neigt, die Gaza-Frage allein unter dem engen sicherheitspolitischen Blickwinkel zu sehen, und von dem furchtbaren Schaden absieht, den die Blockade Israel einbringt…

Ein paar weitere Auszüge:

[…]Es zeigt sich, dass Israel nach Jahrzehnten der Herrschaft in Gaza – die weder den Aufstieg der Hamas, noch die Aufrüstung und den Schmuggel verhindert hat – sich schwer damit tut, sich von dem Gefühl, der Herr zu sein, zu befreien. Nun könnte ausgerechnet der Außenminister diesen komplizierten Prozess führen, […]: sich von der Herrschaft über und der Verantwortung für Gaza zu befreien.

Nach der Räumung der israelischen Siedlungen fand sich Israel in einer absurden Situation wieder. Es kontrolliert den Küstenstreifen nicht mehr, hat jedoch […] eine Realität geschaffen, die schlimmer nicht sein könnte: Es übt keine Herrschaft aus, wird jedoch als verantwortlich betrachtet.[…]

Wenn der Plan des Außenministers die Unterstützung des Ministerpräsidenten und des Sicherheitsapparats erhält und sich verwirklicht, wird Israel es der Europäischen Union ermöglichen, die Verantwortung für die Entwicklung von Infrastrukturen in Gaza […] zu übernehmen[…]

Der Staat Israel muss sich an die Idee gewöhnen, dass seine Grenze zu Gaza ähnlich der zu Syrien werden wird: Gaza wird Ausland werden.[…]

Diese Idee halte ich sogar für genial, zumal sie exakt das voranbringt, was Gaza-Aktivisten immer wieder fordern. “Free Gaza” bzw. “Israel raus aus Gaza”. Bitteschön. Der Plan umfasst nicht nur die Öffnung der Seeblockade (die EU kümmert sich um Details wie die Kontrolle nach Waffenlieferungen u.ä.) – die EU kann sich zudem um den Aufbau von Meerentsalzungsanlagen und Kraftwerken(Hallo Siemens! Dollars in den Augen?) kümmern, so dass Gaza weitgehend unabhängig wirtschaften kann. Die Gazaner Bevölkerung kann so in Lohn und Brot kommen, während Israel außen vor ist. Genau darum geht schließlich, wenn damals die Besatzung und heute die Blockade kritisiert wird: Israel soll den Gazastreifen links liegen lassen. Guter Plan!

Um ehrlich zu sein: Wäre ich Israeli, hätte ich langsam auch die Schnauze voll von diesem Streifen.


Rekonstruktion der Ereignisse auf der Mavi Marmara

Die IDF veröffentlichte einen Film, in dem Videomaterial zu den Ereignissen rund um die Mavi Marmara zusammengeführt wurde, die für freie Waffenlieferungen an die Hamas kämpfte.

Unterlegt ist der Film mit einem Soundtrack und einer Erzählerstimme. Als Gamer und Ex-Soldat kenne ich einen solchen Stil zwar eher von Computerspielen, die sich mit militärischen Themen beschäftigen, und weniger von der Armee, aber nun gut. Andere Länder, andere Sitten. Das ist dennoch abgefahren, oder? Wie im Film. Bitte sehr:


Brinkmann verlässt die Pro-“Bewegung”

Der NPD-Blog schreibt:

“Es hat sich in den letzen Tagen und Wochen gezeigt, dass pro Deutschland sich nicht so entwicklen wird, wie ich das ursprünglich gedacht hatte.” Mit diesen Worten erklärt der schwedisch-deutsche Rechtsextremist Patrik Brinkmann eine weitere Kehrtwende in seiner Tingeltour durch die extreme Rechte. Er wünsche der pro-Bewegung aber “natürlich weiterhin eine gute Entwicklung, und ich stehe auch weiterhin bereit, um zu dieser Entwicklung beizutragen”.

Hier kann man alles lesen.

Nun habe ich mich tatsächlich zunächst gewundert. Angesichts der Ereignisse bezüglich der Islamistischen Flotille, die das Israelische Militär auf eine Prüfung stellte, gab es überhaupt keine Reaktion seitens Pro-NRW. Für mich konnte dies nur bedeuten, dass die zeitweise angedeutete Israelsolidarität lediglich eine Luftnummer war. Tatsächlich nämlich ist Pro-NRW ideologisch nach wie vor eine typisch Deutsche rechtsextreme Partei, die Israel ablehnt, und demzufolge Antisemitisch ist.

Beim NPD-Blog werden mögliche Gründe für die ideologischen Differenzen ebenfalls dargelegt:

Nach Angaben des schwedischen Radios besteht der Hauptunterschied zwischen den “Schwedischen Nationaldemokraten” und der deutschen NPD genau in ihren Positionen zu Israel. Die schwedischen Rechtsextremen definierten sich als Freunde Israels, die NPD schwärmt hingegen für das antisemitische Regime im Iran.

Mit Israelfeindlichen Positionen kommt man in Deutschland bei ausnahmslos allen Parteien an. Eine konsequent israelfreundliche Partei wäre etwas wirklich neues. Israelfreundliche Menschen hingegen gibt es, sie haben es in Deutschlands politischer Landschaft jedoch wirklich schwer. Aber in Verbindung mit Nationalismus… Never. Es müsste schon irgendwie links oder liberal orientiert sein.


Wenn’s drauf ankommt…

Einen sehr wichtigen Beitrag brachte Bilkay Öney in der Jüdischen Allgemeinen. Ich kürze hier mal auf das wesentliche ab:

(…)Erstmals sollten junge Türken mit Vertretern des American Jewish Committee über Rassismus diskutieren. Das war vor der israelischen Kommandoaktion gegen die Gaza-Flottille am 31. Mai. Unmittelbar darauf wurde der Termin gestrichen. Nicht abgesagt. Nein, die Diskussion fiel einfach aus. Die Regierungspartei AKP scheint zwei Dinge leider nicht voneinander trennen zu können: die außenpolitische Linie in ihrer Haltung zu Israel und die innenpolitischen Erfordernisse für die knapp drei Millionen Bürger türkischer Herkunft, die in der Bundesrepublik leben.

Die türkische Gemeinde bildet die größte Minderheitengruppe in Deutschland. Sie ist gleichzeitig diejenige, die im Mittelpunkt der Integrationsdebatte steht und sich am häufigsten gegen Vorurteile wehren muss. Für dieses Anliegen ist die Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinschaft unerlässlich. Bisher hat diese die türkische Minderheit stets verteidigt und in Schutz genommen: beim Kopftuchstreit, beim Moscheenstreit und als in Mölln (1992) und Solingen (1993) die Häuser von Türken brannten. Nun brennt es politisch wieder. Denn jemand zündelt. Aber wo ist die türkische Stimme in Deutschland, die sich für jüdische Belange starkmacht?

(…) Tatsächlich finden sich Ähnlichkeiten und Parallelen zwischen beiden Minderheiten – auch in religiösen Bräuchen; von der Beschneidung bis hin zum Gebot, kein Schweinefleisch zu essen. Immer, wenn türkische Jugendliche sich mit ihren palästinensischen Schulfreunden, ihren muslimischen Glaubensbrüdern, solidarisieren und judenfeindliche Äußerungen von sich geben, hilft es, sie auf diesen Vergleich hinzuweisen. Jugendliche kann man aufklären.(…)

(…)Noch erschreckender ist es, wenn judenfeindliche Äußerungen in intellektuellen Kreisen der deutsch-türkischen Community kursieren. Neulich etwa, als eine türkische Professorin monierte, die Juden würden nicht nur die Finanzwelt beherrschen, sondern auch die Wissenschaft. Alle Nobelpreisträger seien Juden, sagte sie, das könne doch kein Zufall sein. In solchen Momenten schnürt es mir die Kehle zu. Aufgewühlt stellte ich der Professorin Gegenfragen: Wie hätte wohl das türkische Militär reagiert, wenn sich israelische Friedensaktivisten gegen den Willen Ankaras auf den Weg in die kurdischen Gebiete gemacht hätten, um die PKK mit Hilfsladungen zu versorgen? Hätte das türkische Militär die Israelis passieren lassen?

(…) In Zeiten wachsender Islamophobie und Diskriminierung brauchen die Muslime erfahrene und verlässliche Partner. Zudem tragen Deutsch-Türken eine historische und moralische Verantwortung für die Juden. Nicht nur aufgrund der deutschen Geschichte, sondern in guter alter osmanischer Tradition.(…)

Recht hat die Frau. Echt.


Das etwas andere Gaza-Hilfsschiff

Sehr interessantes ist in arabischen Medien zu lesen, was ich bisher noch nicht in deutschsprachigen Medien gefunden habe:

Pro-Israeli bodies in the Netherlands are organizing a ship that is to head to Israel, carrying humanitarian aid destined for Sderot and Gaza Strip, Radio Israel reported. This comes as an effort to counter the anti-Israeli Freedom Flotilla campaign trying to break the siege on Gaza and to strike and weaken international solidarity with the strip.

The ship is carrying the name of the Israeli soldier Jilad Shalit, captured by Hamas in Gaza," with the participation of a number of Jewish, Christian, and Muslim peace activists, politicians, and people in media," the radio added.

This campaign is organized by members of a pro-Israeli Christian society, and members of the Jewish community in the Netherlands, besides Dutch intellectuals.

The organizers informed the Israeli Embassy in the Netherlands of their planned journey to Israel. Sderot is an Israeli town located in northern Gaza Strip, and has been suffering Palestinian missile attacks for the last eight years.


Gewalt auf der Mavi Marmara war offenbar geplant

Ein wichtiger Beitrag zur Rekonstruktion dessen, was auf dem IHH-Schiff passierte, bestätigt grundsätzlich das, was ich bereits darlegte.

Neues Filmmaterial zu den Vorgängen auf der „Mavi Marmara“, dem türkischen Flaggschiff der „Solidaritätsflottille“, sorgt für Aufsehen. Nachdem sie zunächst nur einen Ausschnitt der von ihr gemachten Aufzeichnungen auf ihrer Internetseite veröffentlicht hatte, hat die amerikanische Organisation „Cultures of Resistance“ nun einen einstündigen Film ins Netz gestellt. Mit den Aufnahmen will die Organisation, deren Vertreter einschließlich der Mitbegründerin Iara Lee auf dem Schiff waren, Beweise für das angeblich besonders rücksichtslose Vorgehen der israelischen Soldaten liefern.

Doch spricht das Video, das nicht auf dem Oberdeck, wo das blutige Geschehen stattfand, sondern auf dem darunter liegenden Deck sowie im Schiffsinneren gedreht wurde, vielmehr für das Gegenteil. Es bestätigt das Bild, das sich aus einem neuen Bericht der israelischen Militäraufklärung von den blutigen Ereignissen auf See ergibt. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass sich ein harter Kern türkischer IHH-Aktivisten auf die Enterung des Schiffs durch die Israelis vorbereitet und einen gewalttätigen Angriff auf die Soldaten geplant hatte.

In dem Video selbst sieht man später auch verletzte Menschen, von denen es ein oder zwei vielleicht nicht überlebt haben. Wer so etwas nicht sehen will: Die im Video gezeigten Vorgänge werden in diesem Artikel jedoch recht treffend beschrieben.

Wer es dennoch unbedingt sehen möchte:

ca. ab Minute 35:30 geht es los. Was am Oberdeck passierte, und das wäre eigentlich relevant, wird nicht gezeigt. Gezeigt wird aber, dass die Gewalt von Passagieren ausgeht. Weitere Videos habe ich hier gesammelt, einige davon zeigen, was am Oberdeck passierte. Dort ist auch noch ein Übersetzter Artikel von Ynet zu finden, der am Tag des Ereignisses erstellt wurde, der die Ereignisse aus Sicht der Soldaten beschreibt.

Was mir persönlich noch fehlt: Ab Minute 39:45 erzählt der Fotograf etwas auf Türkisch zu den roten Flecken, die zuvor an der Luke gefilmt wurden. Vielleicht kann mir das netterweise jemand übersetzen.

In dem Artikel ist auch noch eines recht interessant, was mir bisher gar nicht so auffiel:

Es herrscht weder Panik noch besondere Aufregung. Es hat gar den Anschein, als sei ein solches Szenario geprobt worden. Auch an Ersatz für fehlende Schutzmasken hat man offenbar gedacht. Händeringend sucht ein IHH-Aktivist, der mit einer Steinschleuder auf den israelischen Hubschrauber geschossen hatte, nach den deponierten Zwiebeln, deren ätherisches Öl bekanntlich die Wirkung von Tränengas mildert. Von den verwundeten israelischen Soldaten, die von der IHH festgehalten werden – davon unterrichtet auf besagtem Video ein westlicher Aktivist den Kameramann –, fehlt hier seltsamerweise jede Spur.

Um an das ätherische Öl zu kommen, braucht man vermutlich ein scharfes Messer. Davon waren ja ja massenweise an Bord.

Damit der Lesestoff auch nicht ausgeht, hier ein paar Lesetipps. Ein Artikel des selben Autoren, der sich etwas genauer mit der verantwortlichen IHH befasst. In erster Linie geht es hierbei um politische Ziele(Vernichtung Israels).

Nach dem Konflikt vor der Küste Gazas rücken Türken und Palästinenser zusammen. Ein Blick hinter die Kulissen der Menschenrechtsorganisation IHH, die die Hilfsflotte organisierte, zeigt eine islamistische Kadergruppe.

Und auf Quantara, die Rezension eines Buches über die Hamas des selben Autoren.

Ein besseres Verständnis der Hamas und des Nahostkonflikts bietet das informativ und unterhaltsam geschriebene Buch "Hamas – Der islamische Kampf um Palästina" des Historikers Joseph Croitoru. Jürgen Endres hat es gelesen.

Beim Perlentaucher gibt es eine Reihe weiterer Rezensionszusammenfassungen zum Buch(Mit Links zu den Quellen).

Das Buch selbst kann (in Teilen) bei Google Books gelesen werden.


Ein kleines Rätsel…

In welchem Zusammenhang stehen diese Kommentare?

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Zur Auflösung der Frage reichen zwei weitere Kommentare bei PI:

weiterlesen


Liebe Hamas…

…seid herzlich gegrüßt, ihr Spitzbuben. Ich bin ja sehr beeindruckt von euch. Als sich Israel aus Hamastan zurückgezogen hat, habt ihr ein großes Fass aufgemacht, und seitdem macht ihr ein großes Dauerfeuerwerk mit euren Kassam-Feuerwerksraketen. Die haben es mir ja ganz besonders angetan. Aber irgendwie machen sie nicht das, was Ihr von ihnen erwartet. Sicher arbeitet Ihr aber schon an einer Lösung.

Ich bin schon sehr erstaunt über die Bauweise dieses Feuerwerkskörpers. Sehr geschickt. Ein etwas besseres Ofenrohr und ein paar Metallplatten reichen schon aus, um einen funktionsfähigen Corpus zu basteln. Und für den Treibstoff braucht ihr nichts weiter als Dünger und Zucker aus Israel. Wow! Sogar aus Pferdeäpfeln und Kuhmist könnt ihr das benötigte Nitrat extrahieren. Dann geht es auch ohne den Dünger aus Israel. Und das macht ja auch Sinn, denn ihr macht ja sicher auch bei der lustigen Boycott Israel-Aktion mit, oder?

Aus dem Zucker macht ihr jedenfalls Sirup und dann kippt ihr einfach Nitrat dazu und fertig ist der Antrieb. An das Ofenrohr schweißt ihr zur Dekoration noch ein paar Metallplättchen dran, damit euer Geschoss wie ein Dartpfeil aussieht. Und das sieht dann fertiggebacken so aus:

Kassam Feuerwerksraketen

Hui, nicht schlecht. Wie eine echte Rakete sieht das aus. Aber was ist ein Feuerwerksgeschoss denn schon ohne ordentliches Kabumm. In den Sprengkopf füllt ihr für den Knalleffekt einfach etwas TNT. Das bekommt ihr aus dem Sudan, geliefert wird es über die Ägyptische Grenze oder unter ihr hindurch. Das ist also kein Problem. Richtige Feuerwerksraketen haben aber auch noch diesen schicken optischen Streueffekt. Es soll schließlich schön aussehen zum Feuerwerksfest.

Was ich aber nicht verstehe: Warum legt ihr Nägel um das TNT herum in den Sprengkopf? Da macht ihr etwas falsch, die leuchten nämlich gar nicht. Ihr mögt ja bestimmt die Farbe Grün. Für ein hübsches Smaragdgrün müsstet ihr also Kupferpulver beimischen, nicht Nägel. Und als Anfeuerungssatz eignet sich TNT nicht so recht. Zumindest die Menge solltet ihr möglichst klein halten.

 

Eure Fehler haben leider ein paar negative Auswirkungen, liebe Hamas. Wenn die Rakete auf die Reise geschickt wurde, dann sieht es nachher nämlich etwa so aus:

Nach einem Kassam Einschlag

Oder so:

Das Feuerwerk geht also nicht in der Luft hoch, sondern auf dem Boden. Dabei können sich Leute verletzen, ihr Blödiane! Wen es trifft, das könnt ihr dabei auch nicht wissen, denn die Raketen sind ja nicht präzise gebaut. Und ihr richtet eure Raketen immer in die Richtung von Wohngebieten. Das dürft ihr gar nicht! Das verstößt nämlich gegen das humanitäre Völkerrecht. Ich weiß zwar, dass Ihr Streit mit der IDF habt, aber ihr müsst schon zwischen zivilen und militärischen Zielen unterscheiden, sonst müsst ihr ins Gefängnis. Und das ist ja nicht der Sinn eines Feuerwerks, oder?

Ihr bekommt ja neuerdings auch Limonade von Israel geliefert. Schaut mal, was man damit alles machen kann! Vielleicht nehmt ihr doch einfach diesen Antrieb statt dieser Mischung aus Dünger und Zucker. Das stinkt nicht nur weniger und ist weniger gefährlich, sondern schont auch die Umwelt.