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Pakistan sperrt Facebook

Ein pakistanisches Gericht hat angeordnet, das soziale Netzwerk Facebook vorerst zu blockieren. Grund: Ein Mohammed-Malwettbewerb.

(…)

Auslöser war eine Facebook-Gruppe, auf der Nutzer aufgerufen werden, am 20. Mai ein Bild des islamischen Religionsstifters Mohammed zu zeichnen. Eine pakistanische Anwaltsgruppe mit dem Namen „Islamic Lawyers Movement“ hatte vor Gericht die Sperrung verlangt, da der Wettbewerb „blasphemisch“ sei und die Gefühle von Muslimen verletze.

Hier kann man den Rest lesen.

Ernsthaft. Man beschreibe bitte exakt die Gefühle die da angeblich verletzt würden. Bis dies nicht erschöpfend erklärt ist, halte ich solche Sperrungsklagen nur für einen Islamistischen Aprilscherz.

Für einzig vergleichbar hielte ich es, wenn ein deutsches Gericht eine Website sperrt, weil die Deutschlandfahne verunglimpft wird.

Nachtrag: Link zur „Facebook-Gruppe geändert. Er zeigt nun auf eine Auswahl an freundlichen Bildern.

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„Jihad Jane“ auf Mohammed-Zeichner angesetzt (Karikatur inside)

Ein gegen den schwedischen Zeichner Lars Vilks gerichteter Mordkomplott wurde aufgedeckt. Die US-Amerikanerin Colleen LaRose kundschaftete den Zeichner bereits aus und wurde nach der Rückreise in den USA festgenommen. Beim Mordkomplott scheint Geldgier eine bedeutende Rolle gespielt zu haben, zumal Pseudomoslems(Al-Qaida) im August 2007 100.000$ Kopfgeld ausgesetzt hatten.

Mordpläne – nur wegen einem schnöden Bild(Hier die Variante im „Barock-Stil“):

So lange es hitzige Reaktionen aufgrund solcher Bilder gibt(und es ist völlig unerheblich, ob man hierbei in seinen religiösen Gefühlen verletzt wird), wird es immer wieder neue neue Bilder geben. Das kann ich auch als nicht-Prophet weissagen. Fundamentalisten werden lernen müssen, dass ihr Hass und ihre Gewalt exakt das Gegenteil des beabsichtigten hervorrufen wird. Erschreckend waren übrigens auch die Reaktionen zu folgendem Werk:

Deutlich zu erkennen: Jesus als Rondellhund. Errichtet von Stig Ramsing

Es gab nämlich keine Reaktion – zumindest keine wütende. Sicher gibt es auch von vergleichbaren Reaktionen von radikal-christlicher Seite zu berichten. Es kann und wird jedoch nicht sein, dass Gewalttätigkeit und Erpressung das Verhalten von Menschen diktiert. Diese Zeiten waren einmal.

Auch Moses wurde desöfteren karikiert:

Vielleicht muss Religion thematisierende Kunst ja in Zukunft wie das folgende Bild von Thomas Kvam aus Norwegen aussehen, um einen Unbedenklichkeitsschein ausgestellt zu bekommen:

Die Zeichnung des Propheten Mohamed in unsichtbarer Tinte.

Bei aller Liebe: Viele der Mohammed-Karikaturen, die ich bisher gesehen habe, sind schlicht nicht gut gelungen und sind es im Prinzip nicht wirklich wert, sich darüber zu echauffieren. Die letzte Nicht-Karikatur von Kvam halte ich allerdings für gelungen. Für einen völligen Fehltritt halte ich jedoch die unsouveränen, ja fast schon kindischen Reaktionen von fundamentalistischer Seite. Diese Reaktionen wirken wie die eines Kleinkindes, dem man das Spielzeug weggenommen hat. Sie erinnern mich manchmal auch mehr an Clowns denn an Reaktionen von ernstzunehmenden Menschen, allerdings eher an solche des Clowns aus Stephen Kings ‚Es‘. Also durchaus an nicht wünschenswertes Verhalten. Ich bin angesichts solcher Ereignisse fast schon geneigt, selbst zum Stift zu greifen, und sämtliche Propheten und Religionen aufs Korn zu nehmen. Einfälle hätte ich da, zumal der Kult rund um Personen und Gebäude durchaus den realen Stoff enthält, ihn als Polytheismus und Götzendienst darzustellen. Aber ich bin kein guter Zeichner, also lasse ich es. 🙂


Gegen Nationalismus

Anti-Nationalismus

Quelle: Unbekannt, bzw. “Brainmosh”(Unauffindbar).

Siehe auch:
Suchspiel: Wo ist der Antisemitismus versteckt?


Arabische Karikaturen zum Terrorismus

Der Terrorismus als Nazismus
Der Terrorismus als Nazismus
"Der Mord an unschuldigen Menschen ist ein neuer Nazismus"
Aus: Al-Madina (Saudi-Arabien), 12. Juli 2005. [1]

Der Terrorismus als Krake…
Der Terrorismus als Krake 
Aus: Al-Rai (Jordanien), 25. Juli 2005. [2]

Der Terror auf dem Weg nach Doha, Qatar.
Der Terror auf dem Weg nach Doha, Qatar
Aus: Al-Watan (Qatar), 21. März 2005. [4]

Terroristen, dargestellt als Tiere
Terroristen, dargestellt als Tiere  
Die Welt am Rande eines Flammenmeeres, in dem das Wort "Terror" steht.
Aus: Al-Rai (Jordanien), 10. Juli 2005. [5]

Der maskierte Terrorismus
Der maskierte Terrorismus
Aus: Al-Watan (Qatar), 25. Juli 2005. [6]

"Nein" zum Terrorismus
Nein zum Terrorismus
Aus: Al-Madina (Saudi-Arabien), 21. Juli 2005. [7]

Unterhaltung nach den Anschlägen in Scharm al-Scheich
Unterhaltung nach den Anschlägen in Scharm al-Scheich 
"Was haben diese Tiere gesagt, zu welcher Gruppierung sie gehören?" "Egal, die diese Anschläge verübt haben, sind verachtenswert. Sie sind tiefer gesunken als wir."
Aus: Al-Akhbar (Ägypten), 25. Juli 2005. [9]

Enthauptungen
Enthauptungen 
Aus: Al-Yawm (Saudi-Arabien), 31. Juli 2005. [10]

Zur Verurteilung des Terrorismus
Zur Verurteilung des Terrorismus 
Die "Menschlichkeit" fordert von den Arabern eine deutlichere Verurteilung des Terrorismus.
Aus: Al-Sharq Al-Awsat (London), 31. Juli 2005. [11]

Die Ursachen des Terrorismus
Die Ursachen des Terrorismus 
Der "Extremismus" als Sensenmann
Aus: Al-Ayyam (Bahrain), 27. Juli 2005. [12]

Spott über Al-Qaida
Spott über Al-Qaida 
Ayman al-Zawahiri zu Bin Laden: "Schätze, es ist Zeit, dass Du alleine weiterfliehst!"
Aus: Al-Watan (Saudi-Arabien), 6. Juli 2005. [13]

"Extremistisches Denken”
Extremistisches Denken

Aus: Al-Watan (Saudi-Arabien), 11. Juli 2005. [14]

[1] http://www.almadinapress.com/index.aspx?
Issueid=1026&pubid=1&catid=256
[2] http://www.alrai.com/pages.php?caricature=1
[3] http://www.al-watan.com/data/20050711/index.asp?page=cartoon.htm
[4] http://www.al-watan.com/data/20050321/index.asp?page=cartoon.htm
[5] http://www.alrai.com/pages.php?caricature=1
[6] http://www.al-watan.com/data/20050725/index.asp?page=cartoon.htm
[7] http://www.almadinapress.com/index.aspx?
Issueid=1039&pubid=1&catid=256
[8] http://www.al-watan.com/data/20050502/index.asp?page=cartoon.htm
[9] http://www.elakhbar.org.eg/issues/16616/1300.html
[10] http://www.alyaum.com/issue/page.php?IN=11734&P=13
[11] http://www.aawsat.com/sections.asp?section=27&issue=9742
[12] http://www.alayam.com/ArticleDetail.asp
[13] http://www.alwatan.com.sa/daily/2005-07-06/caricature.htm
[14] http://www.alwatan.com.sa/daily/2005-07-11/caricature.htm

(Quelle)


Iran legt nach: Holocaustleugnung – na und?

Laut Tagesschau verteidigte Irans Parlamentspräsident Ali Laridschani die Leugnung des Holocausts durch den Iranischen Regierungssprecher.

Er sei "überrascht", wie sensibel auf dieses Thema reagiert werde. Schließlich sei es in westlichen Ländern sogar erlaubt, den Propheten Mohammed zu verunglimpfen.

Erstens ist er keinesfalls überrascht, denn exakt die gleiche Situation hatte er bereits erlebt, daher kann die Auslassung als kalkulierte Provokation bewertet werden, zweitens ist es beispielsweise auch erlaubt, den katholischen Papst, also den Stellvertreter Christi zu verunglimpfen. z.B. Hier:

Jesuswitze gibt es zudem haufenweise.

Es ist jedoch etwas anderes, wenn man den nachgewiesenen industriellen Massenmord an 6 Millionen Menschen leugnet, und den – sicherlich nicht nur jüdischen – hinterbliebenen, von denen nicht wenige noch leben – von höchster Ebene förmlich ins Gesicht spuckt.

Ich könnte als Mensch mit hohem staatlichen Amt auch behaupten, dass Palästinenser im Gaza-Streifen vor 60 Jahren aus Ägypten dort eingewandert sind, und das Westjordanland von Jordanien aus kolonisiert wurde. Ebenso erwiesenermaßen Quatsch, für den ich im Gaza-Streifen unter Garantie von irgendwem gelyncht werden würde. Ich tue es aus Respekt vor den Leidenden, die es gibt,  nicht.

Wenn derartiges auf politischer oder auf Lehramtsebene passiert, sollte all dies entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen. Es gibt in Österreich sicherlich noch Nachholbedarf, im Iran jedoch offensichtlich ebenso, und zwar auf Regierungsebene.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass es einige Iranische Politiker förmlich darauf anlegen, gänzlich nicht mehr ernst genommen zu werden.

Wo ist Chatami, wenn man ihn braucht?