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Lesetipp: Die Islamfeinde und die Medien

Die Überschrift:

Warum die deutschen Medien die Anti-Islambewegung hofieren

Der Catcher:

In Deutschland ist in den letzten Jahren eine gut vernetzte anti-islamische Bewegung entstanden, die in den Medien überaus erfolgreich ist. Wie ist das zu erklären und wie kann man den Gefahren begegnen? Von Stefan Weidner

Ein Absatz aus der Mitte herausgegriffen:

Der Kernsatz dieser Glaubenslehre lässt sich auf eine denkbar einfache Formel bringen: Der Islam war nie gut, ist nicht gut und kann nicht gut sein. Gerade diese Unzugänglichkeit für Argumente ist es, die unter vielen Intellektuellen und Verantwortlichen in den Medien den Kultstatus der Bewegung ausmacht. Es tut gut, endlich einmal eine klare Meinung haben zu dürfen, nicht ständig differenzieren und lavieren zu müssen. Am Widerspruch, der ihr hier und da noch entgegenschlägt, wächst sie nur, und wenn es ein begründeter Widerspruch ist, erhöht sie die Lautstärke und wächst damit erst recht.

Und zwei weitere Absätze, die ich für wichtig halte:

Eine Islamkritik aber, die nicht pauschal wäre, verlöre sogleich ihren Gegenstand – den eingebildeten Islam an und für sich – und damit ihre Fähigkeit, ein sich aus vielen Quellen und fast allen politischen Lagern speisendes, diffuses Unbehagen zielgerichtet zu bündeln.

Um der anti-islamischen Bewegung entgegenzutreten, bleibt vorerst kein anderes Mittel, als der Bewegung ihre eigenen Strategien abzuschauen. Keine Toleranz den Intoleranten, predigen die Islamgegner. Es empfiehlt sich gegenwärtig, sie absolut beim Wort zu nehmen und ihnen nichts, aber auch gar nichts durchgehen zu lassen.

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Lesetipp: Rezension zu “Feindbild Moslem”

Hier mal eine gelungene Rezension zum Buch als Lesetipp. Ein Auszug:

Kay Sokolowsky hält es nur mit dem Common Sense, wenn er in seinem neuen Buch eine klare Trennlinie zieht zwischen notwendiger Islamkritik, die inhumane und voraufklärerische Züge ächtet, und einem inakzeptablen Generalverdacht gegenüber den mehr als drei Millionen Muslimen in Deutschland. Und doch bewegt sich der Hamburger Kulturjournalist in vermintem Gelände. Denn die genannten Realanteile der Ideologie begünstigen nicht nur die flächendeckende Diffamierung von Zuwanderern. Sie sorgen auch dafür, dass, wer auf Differenzierungen besteht, sich schnell als allzu verständnisseliger Gutmensch oder gar Verharmloser des Islamismus beargwöhnt sieht. Gegenwind nicht nur aus dem rechtsextremen und bürgerlichen, sondern womöglich auch aus dem islamkritischen Teil des linken Lagers in Kauf genommen zu haben, spricht für den linken Autor.

Hier geht’s weiter, und da hab ich’s her.