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Kleiner Videotipp: “Halbmond über Köln”

Die arte-Dokumentation “Halbmond über Köln” stellt den Konflikt um die Kölner Moschee dar. Sachlich, ohne Parteinahme.

Die taz dazu:

Es wäre für die Filmemacher sicher leicht gewesen, einen Film zu drehen, der die gängigen Klischees der Integrationsdebatte bedient. Dass sie das nicht getan haben, ist ein großes Verdienst. Stattdessen hält der Film einfach drauf, dokumentiert, mit welchen Argumenten die verschiedenen Seiten agieren und bricht mit stereotypen Erwartungshaltungen. Eine emotional gehaltene Predigt des Imam in der alten Moschee beispielsweise lässt Assoziationen zu Terror und Hasspredigern aufkommen, erst die Untertitel erklären, dass der Imam eine durchaus selbstkritische Predigt hält.

„Halbmond über Köln“ endet mit dem ersten Spatenstich. Wieso der Film erst jetzt ausgestrahlt wird, ist die einzige kritische Frage, die sich Arte und WDR gefallen lassen müssen. Die Regisseure indes drehen weiter, eine abendfüllende 90-Minuten-Version ist in Planung.

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Wiederholter Brandanschlag auf Berliner Moschee

Und täglich grüßt das Murmeltier.

Unbekannte hatten am Freitagmorgen versucht, die Sehitlik-Moschee in Brand zu setzen. Am Tatort wurde unter anderem eine Propangasflasche gefunden, die möglicherweise zur Explosion gebracht werden sollte. Die Flammen waren von einem Mitarbeiter der muslimischen Gemeinde nach 6 Uhr entdeckt worden und konnten schnell gelöscht werden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Berlins größter Moscheebau war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von Brandanschlägen, die bislang nur geringem Sachschaden verursachten.

via Zentralrat der Juden – Knobloch verurteilt Anschlag auf Sehitlik-Moschee – Berlin Aktuell – Berliner Morgenpost – Berlin.


Anschlag auf Moschee in Korbach

Noch am 23. Juli war die Lage unklar:

Ein Brandanschlag auf eine Moschee in Korbach wurde durch die Aufmerksamkeit von Passanten vereitelt. Wie die örtliche Polizei mitteilte, habe ein 30-jähriger alkoholisierter Mann versucht, die DITIB-Beyazit-Moschee mit einer Spiritus-Flasche in der Hand in Brand zu setzen. Moschee-Vereinsvorsitzender Yasin Sümer erklärte dazu: „Wir leben seit 1978 gern und friedlich in dieser Stadt. Uns ist bisher nicht Derartiges passiert“.

Heute ist klar: Der “islamkritische” Anschlag wurde von einem Neonazi im Internetforum der Kameradschaft “Sturm 18” angekündigt, und dann auch begangen.

Nachdem ein Kamerad mit dem bezeichnenden Alias-Namen „Odins Erbe“ die Frage „Wie viele Moscheen gibt es in deiner Stadt?“ aufgeworfen hatte, reagierte Thorsten K. unmissverständlich: „Heil dir“, schrieb der einschlägig polizeibekannte Mann, „wohne leider neben einer, aber nicht mehr lange“.

Diese Drohung tippte er am 19. Juli um 17.19 Uhr in seinen Computer. Sieben Stunden später entzündete Thorsten K. vor der Korbacher Moschee eine Flasche mit Spiritus. Nur weil ein Nachbar zufällig aufmerksam wurde, konnte der Brandanschlag vereitelt werden. „Über die Motive der Tat“, berichtete danach die Polizei, „können noch keine Aussagen getroffen werden“. Der Mann habe aber „erheblich unter Alkoholeinfluss“ gestanden – offenbar weil er sich vor der Tat mit seiner Freundin gestritten und sich betrunken habe.

Seine Kameraden im Internet-Forum wissen es genauer: „Der lebt nur aus, was alle denken“, schreibt einer. Thorsten K. habe es mit dem Anschlag halt bloß nicht richtig hingekriegt, aber immerhin: „Er hats gemacht.“ Und ein anderer wünscht sich, dass der Angriff erfolgreich gewesen wäre „und da jetzt nur noch ein Aschehaufen steht“.

Die Bezeichnung “Sturm 18” bezieht sich hierbei auf eine rechtsextreme Band, die mit Texten wie „Wir werden Terroristen sein, […] wir räumen hier auf, wir räuchern sie aus, macht der Rattenbande den Garaus“ zum Mord aufrufen. Hieraus kann auch ein ideologischer Zusammenhang mit “Combat 18” hergestellt werden. Näheres dazu in diesem Video:


Pro-NRW gegen Siedlungsbau

GrimmelsiepenKommunalpolitisch ist die Auseinandersetzung mit dem Thema praktisch beendet: Auf einem 30.000m² großen Grundstück wird in Dortmund-Hörde eine Siedlung mit 56 Wohneinheiten (darunter auch Einfamilienhäuser) in lockerer Bebauung errichtet, darunter 24 Wohneinheiten für betreutes Wohnen. In den Dachgeschossen dieser Einheiten sind Apartments geplant, die günstig an Studenten vermietet werden, wenn sie sich an der Betreuung der älteren Bewohner beteiligen.

In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich Schrebergärten, ein Spielplatz, eine KiTa, eine Jugendfreizeitstätte, ein Sportplatz und eine Grundschule. Darüberhinaus gleich mehrere Krankenhäuser. Die beste Lage also für eine generationenübergreifende Wohnbevölkerung.

Adressaten des Siedlungsvorhabens sind also bildungsnahe, ökonomisch integrierte Haushalte, womit eine Aufwertung des ehemals industriell geprägten Ortsteils einhergeht.

Um den Bau der neuen Siedlung kümmern sich unter anderen Isa Karatas und Ogün Arpaci. Arpaci ist Vorsitzender des türkisch-islamischen Kulturvereins, Karatas ist Architekt.

Mit etwas Abstand zum neuen Wohngebiet und sowohl funktional als auch optisch von ihm getrennt soll auch eine Moschee ihren Platz finden – und ganz nebenbei die zu klein gewordene alte Moschee, ersetzen. Unterstützung findet das Projekt nicht nur von Bürgern, sondern  insbesondere auch von christlichen Organisationen:

Der Evangelische Kirchenkreis Dortmund-Süd, die Katholische Stadtkirche Dortmund, das Diakonische Werk Dortmund und Lünen, in der Bezirksvertretung Hörde die Fraktionen der SPD, der Grünen und der Linken, der DGB Östliches Ruhrgebiet, die Bezirksverwaltungsstelle Dortmund-Hörde, der Ausländerbeirat der Stadt Dortmund und das Internationale Rombergparkkomitee.

Aber auch Proteste gab es von Beginn an.

Die Christlich Demokratische Union wandte sich in diesem Zusammenhang offen gegen die Christen. Hierbei fielen seitens des Fraktionsvorsitzenden Hengstenberg auch Äußerungen über “Gutmenschen” und “Lobbyisten” in der Kirche. Im Dortmunder Rat sind die Verteidiger christlicher Aktivitäten offenbar eher bei den Grünen als bei der “C”DU zu finden. Die CDU hingegen ließ keinen Versuch aus, das Projekt irgendwie zu kippen oder zu verzögern.

Schon im Jahre 2004 demonstrierten Neonazis gegen das Projekt und machten hierfür bundesweit mobil, nachdem sich eine rechtspopulistische Bürgerinitiative formierte. Später formierte sich die “FBI” mit Detlef Münch, einem ehemaligen Mitglied der Schill-Partei (“PRO”), die populistisch gegen die Sichtbarwerdung von Moscheen agitiert. NPD und DVU hatten ihre Wahlkämpfe ebenfalls gegen Moscheen bzw. Minarette geführt, und selbst aus der örtlichen CDU ist bei diesem Thema eine starke politische Schlagseite zu vernehmen. Das alles sind Gründe dafür, dass Pro-NRW in Dortmunder Wahlkreisen mit 0,8% bzw. 0,9% eher am Rande des Messbaren liegt.

Nun aber, wo das Projekt den Endspurt einlegt, fast alles in trockenen Tüchern liegt(Spatenstich 2011, 2013 soll die Einweihung stattfinden) und die Bürger wissen, dass die Moscheeprojektgegner in der CDU sitzen, scheint auch Pro-NRW das Thema für sich entdeckt zu haben. Für den Am 17. Juli haben sie eine Demonstration im Dortmunder Stadtteil Hörde angemeldet und ziehen hierfür sämtliche verfügbaren Kräfte zusammen: 200 Teilnehmer wurden angemeldet. Zu erwarten sind also etwa 40-50.

Nur sind sie zu spät. Die Entscheidung zum Projekt ist dort gefallen, wo solche Entscheidungen gefällt werden: im Rat. Der Wähler hatte in den vorangehenden Kommunalwahlen 2009 die Möglichkeit gehabt, sich durch die Wahl von CDU, FDP oder FBI gegen das Projekt zu wenden, hat sich jedoch für eine andere Mehrheit entschieden. Deal with it! That’s Democracy.


Moscheen in der Nacht zum 2. Mai geschändet

Ein neuer Fall von “Islamkritik” in Anführungszeichen ereignete sich in Bielefeld.

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In der Nacht von Samstag 01.05.2010, 23.00 Uhr bis So., 02.05.2010, 05.00 Uhr brachten bislang unbekannte Täter ein "Hakenkreuz" und weitere Farbschmierereien mit schwarzer Lackfarbe an die D.I.T.I.B. Vatan Moschee, Windelsbleicher Str. in Bielefeld an. Weiterhin wurde das gesamte Gelände der Moschee von den Tätern mit gelbem Absperrband, das die Aufschrift "Achtung Gasleitung" trug, versehen. Die Direktion -K-, Kriminalinspektion 3, -Staatsschutz- übernahm die Ermittlungen vor Ort. Zeugen melden sich bitte unter der bekannten Telefonnummer 0521-545-0 bei der Polizei Bielefeld.

Aus einer DPA-Meldung:

Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag ein Hakenkreuz an die Ditib Vatan Moschee in Bielefeld geschmiert.

Ein weiterer in Rheinfelden an der Grenze zur Schweiz:

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An die Eingangstür zur Moschee ist ein schwarzes Hakenkreuz gesprüht, einige Meter weiter steht das Wort "Sieg", weitere Hakenkreuze sind angedeutet, zum Teil falsch herum. Gökpinar davon aus, dass es mehrere Täter waren, weil eben nicht nur eine Scheibe eingeworfen wurde und auch nicht nur eine Schmiererei an die Fassade gesprüht wurde.

(…)

"Angst haben wir keine, aber wir sind traurig", sagt Jasa Gökpinar, der selbst über Jahrzehnte Vorsitzender der Gemeinde war, seit 30 Jahren in Rheinfelden lebt, mittlerweile mit seiner ganzen Familie eingebürgert ist und sich auch im Runden Tisch einbringt. Er versteht nicht, dass so etwas in "einer so kleinen Stadt wie Rheinfelden passiert, wo jeder jeden kennt. Wie schlimm muss es dann erst in großen Städten sein", fragt er sich. Eine Gemeindeversammlung werde wohl nicht einberufen, aber beim kommenden Freitagsgebet werde der Angriff sicher thematisiert. Vor einigen Jahren, erinnert sich Gökpinar habe es schon einmal eine eingeworfene Scheibe und Schmierereien gegeben.

(…)

Wieweit Rechtsradikale die Täter waren, ist für ihn unklar: "Das Anbringen von Hakenkreuzen mag es nahe legen, aber vielleicht wollten die Täter auch so mehr Aufmerksamkeit erlangen". Verräterischer ist für ihn das Wort "Sieg". "Was für einen absurden Sieg haben die Täter errungen, wenn sie anonym und heimlich in der Dunkelheit der Nacht vorgehen mussten. Dass sie künftig keine Siege erringen können, ist unser aller Aufgabe", so Ross.

Hinweise etwaiger Zeugen an das Polizeirevier Rheinfelden, 74040 oder die Kriminalpolizei Lörrach, 07621/176-0.

In in der Vergangenheit gab es Aufregung um beide Moscheen, die insbesondere in den Kulturkämpfer- und Nazilagern zu erheblichen Wutausbrüchen führte. Bei der Bielefelder Moschee ging es um einen Minarettbau, in Rheinfelden um den Muezzinruf – im Industriegebiet, mit drei 30-Watt-Lautsprechern. Letzterer Fall wurde im Zuge der Schweizer Anti-Minarett-Initiative stark aufgebauscht.

Update:
Im Bielefelder Fall wurden zwei der Täter gefasst.


Dauerbeschuss auf Moschee in Frankreich

Unbekannte haben mit einer automatischen Waffe auf eine Moschee in Südfrankreich geschossen. An der Mauer des muslimischen Gotteshauses in Istres seien gut dreißig Einschüsse gezählt worden, teilte die Staatsanwaltschaft von Aix-en-Provence am Montag mit. Die Täter seien in der Nacht zum Sonntag mit einer oder mehreren Waffen zu der Moschee gekommen; es habe sich aber bisher niemand zu dem Angriff bekannt.

Wenige Stunden zuvor hatten Unbekannte in der nahegelegenen Hafenstadt Marseille eine muslimische Metzgerei mit einem Maschinengewehr beschossen

(…)

Der Vorsitzende des Muslimrates, Mohammed Moussaoui, bedauerte vor Journalisten in Paris, dass der Angriff auf die Moschee in der Berichterstattung völlig untergegangen sei neben dem Fall eines Muslimen aus Westfrankreich, der für seine vier Frauen und zwölf Kinder staatliche Hilfen erschlichen haben soll.

Diese linkslastige Prioritätensetzung der Mainstreammedien macht es immer schwieriger für PI-News, aus den vielen Proislamischen Nachrichten auch mal das eine oder andere Skandälchen zum fröhlichen aufblasen zu finden.

Quelle


Integration – Was man tun kann, was man wissen sollte

Repost eines Foreneintrags, mit freundlicher Genehmigung des Autors. Der Eintrag ist von 2005, es kann sich seitdem also einiges, zum Beispiel an der Programmatik des einen oder anderen Verbands, geändert haben. Zu einigen Organisationen fehlen auch noch Infos. Entsprechendes bitte ich, nach Möglichkeit im Kommentarbereich richtigzustellen bzw. zu ergänzen (am besten mit einem Beleg/Link), und auch die Ergänzungen im dortigen Thread zu beachten. Die Anregungen selbst haben jedoch bis heute nichts an Aktualität eingebüßt.

Here we go… Die Einleitung bezieht sich auf das dortige Forum.

Keine Angst vor dem Moslem: flamereduzierter Themenworkshop

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Der etwas andere Patriotismus