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Hagen Rether – die Angst vor dem Islam

 

Hagen Rether in der Sendung „Neues aus der Anstalt“ am Abend des 16.11.2010.

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Lesetipp: Integrationsdebatten und Sarrazin: Gemeinsamkeiten in Leistung und “Ausländerproblem”

Ein sehr ausführlicher, analytischer Text, der stellenweise sehr ins (wichtige) Detail geht, als dass eine Zusammenfassung wirklich Sinn machte. Daher zitiere ich als Teaser lediglich den ersten Absatz.

Wie die vergangenen Wochen gezeigt haben, sah sich Thilo Sarrazin, ein inkompetenter VWLer, der dank des social networking in den Vorstand der Bundesbank befördert wurde, einem angeblich rasenden Mob gegenüber, der seine Thesen und seine unqualifizierten Äußerungen angriff. Seine mangelnde fachliche Eignung soll nun aber hier nicht Gegenstand sein, sondern die Verarbeitung seiner Thesen. Sarrazin erlebte Zuspruch und Ablehnung, wobei es sich immer um die üblichen Personen bei solchen Debatten gehandelt hat. Häufig hat man dabei gehört, dass man die Menschen nicht voneinander trennen, das Verbindende und die Arbeit, die anzupacken sei, betonen solle. Nicht anders wird es in diesem Artikel sein – darzustellen, was sie gemeinsam haben, was der unverhandelbare gemeinsame Nenner all dieser Personen und Standpunkte ist. Denn dieser rasende Mob ist bei genauerem Hinsehen ein ziemliches Schoßhündchen, der Sarrazins Fundamente teilt.

(Hier entlang…)


Moslems für Israel

Wenn man sich ein wenig mit der Nahost-Thematik beschäftigt – schon rein oberflächlich, dann kommt man schnell darauf, dass immer wieder einzelne Juden oder kleine jüdische Gruppen herangezogen werden, von denen sich einige sogar über Kritik hinaus bis hin zur Dämonisierung und substanziellen Delegitimierung gegen Israel stellen.

Gerade beschäftigte ich mich aufgrund eines diesbezüglichen Hinweises mit einem konkreten, von einer jüdischen Gruppe organisierten Schiff, das an der israelischen Gazablockade kratzen möchte.

Hierbei spuckte Google jedoch auch etwas aus, was weitaus seltener vorgezeigt wird, und gerade deshalb verstärkter Aufmerksamkeit bedarf:

Und weil es so ist, und weil heute Heute ist, lege ich noch einen drauf:


Sarrazin-Fan wird von Teenagern vorgeführt

Kopie vom Politblogger:

Michael Stürzenberger alias byzanz, publizistisch irrelevanter (PI) Mikrofonhalter, wurde beim Versuch eines Straßeninterviews von zwei Teenagern kürzlich nach allen Regeln der Kunst am Nasenring durch die Mangege gezerrt. Und er hat es noch nicht einmal gemerkt:

(Auf YouTube ansehen)

Nachtrag:

Zu diesem, insbesondere aber zu einem anderen Teil dieser Interviewreihe ist hier sehr lesenswertes zu finden.


Liberal-Islamischer Bund gegründet

Sehr schön. Vor einiger Zeit hatte es sich ja schon angekündigt.

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/04/06/dlf_20100406_0936_0fc92215.mp3%20

Nun ist er Wirklichkeit:

Der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor gefällt die aktuelle Islamdebatte nicht. Ihrer Ansicht nach beherrschen allein zwei Extreme die Diskussionen: konservative Muslime gegen Islamkritiker. Doch die große Mehrheit der liberalen Muslime habe bei diesem Thema keine Stimme. Diese Lücke möchte sie mit ihrem neugegründeten Verein «Liberal-Islamischer Bund» (LIB) ausfüllen. Der LIB nahm am Dienstag seine Arbeit auf.

Nach Aussagen seiner Vorstandsvorsitzenden Kaddor will der LIB all jene Muslime vertreten, die «offen sind für einander widersprechende Blickwinkel». Mit dem neuen Verein will die Wissenschaftlerin «dem liberalen Islam eine Stimme geben, die beispielsweise auf der Islamkonferenz nicht vorkam». Auch solle die Debatte innerhalb der islamischen Gemeinschaft angeregt werden. «Viele Musliminnen und Muslime, die in Deutschland heimisch sind, fühlen sich nicht mehr allein durch das Islamverständnis der Herkunftsländer ihrer Eltern angesprochen», erläutert Kaddor.

Und hier noch ein paar Zitate und kurze Abrisse aus dem Artikel:

«Liberal steht für freiheitlich»

«Wir wollen der schweigenden Mehrheit der Muslime eine Stimme geben, die keine fundamentalistischen Positionen vertreten»

«Leben und leben lassen»

Zu den Hauptanliegen des Vereins, der sich nicht als «Gegenbewegung, sondern als Erweiterung» zu den meist traditionell-konservativen Islamverbänden in Deutschland versteht, gehört unter anderem eine «dogmafreie» Auslegung des Korans oder eine «umfassende Geschlechtergerechtigkeit», wie es heißt.

«Aus integrationspolitischer Sicht sind wir froh über jede Stimme aus der Mitte», freut sich die Leiterin des interkulturellen Referats und Integrationsbeauftragte der Stadt Köln

Hier kann man alles lesen.

Um ganz ehrlich zu sein: In meinem persönlichen Umfeld, gibt es keinen einzigen Moslem, der sich von den anderen Verbänden vertreten fühlt. Die Ditib sei zu türkisch, Milli Görüs ebenfalls, zudem viel zu konservativ, und so weiter. Der offene und pluralistische Anspruch des liberalen Bundes scheint hingegen gut anzukommen. In diesem Sinne hat Frau Kaddor auch in einem Interview mit der deutschen Welle richtig erkannt:

die Muslime waren nach dem Tode Muhammads noch nie eine homogene Gruppe – es gab schon immer Unterschiede in der Glaubensauffassung und der Praxis

Und diese Unterschiede gibt es auch heute noch, und zwar besonders facettenreich, wenn es um ein Einwanderungsland wie Deutschland handelt. Ein Verband, der sich diesbezüglich der Offenheit und des Diskursiven Weges im Pluralismus widmet, ist daher eine gute Möglichkeit, die Menschen auf friedliche Weise zueinanderzubringen. Man kann es, so wie ich es momentan sehe, also fast als eine Art Ökumene für bisher unorganisierte beschreiben, in einen Rahmen eingebunden, mit dem sich sicher auch Nichtmoslems anfreunden können.

Eine der ersten Inhaltlichen Positionierungen, die bei betroffenen sehr gut ankommt, ist übrigens folgende:

Der Verein spricht sich daher auch für die Gleichbehandlung von außerehelichen und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aus. Das Credo sei „selbstbestimmte Lebensgestaltungen entlang der Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz“, so Kaddor. Daher müssten Muslime den Koran „frei von Angst, nach eigenem Gewissen und offen interpretieren dürfen“.

Und zieht in diesem Punkt mit dem (eher konservativen, wenn ich richtig liege) ZMD gleich, der sich nämlich laut einer Ankündigung dafür einsetzen will, “dass sowohl Muslime als auch Homosexuelle frei von Anfeindungen in Deutschland leben können”

Jetzt fehlen noch die regierenden christlichen Konservativen, und dann kann ein Gesetz auf den Weg. Es geht schließlich nicht um Werbung für bestimmte Lebensentwürfe(die ja in beiden Religionen nicht vorgesehen sind), sondern um die Gleichstellung derjenigen Menschen, die sich für diese Lebensentwürfe entschieden haben.

Ganz grundsätzlich halte ich die Gründung dieses Verbands für eines der erfreulicheren Ereignisse der letzten Jahre.

Hier geht es zur Website: http://www.lib-ev.de


Integrationsproblem: Bekenntnisschulen


Schüleraustausch zwischen Berlin Mitte und Neukölln

Hier ein kleiner Beitrag zu einem sehr nachahmungswürdigen Projekt, das vom Jüdischen Museum Berlin angestoßen wurde.


BART – GLÄUBIG – ANSCHLAG! (Rassismus fängt im Kopf an.)

Bart gläubig Anschlag

Hier ein Flyer zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus


Grundsätzliches zur Islamkritik

Tjo. Ich bin Agnostiker. Für mich bleibt die Gottesfrage offen, und niemand ist in der Lage, diese Frage abschließend zu beantworten. Wer daran glaubt, muss erst vom Gegenteil überzeugt werden, ansonsten ist das Aufzwingen des Atheismus vom Prinzip her nichts anderes, als Zwangs-Theismus, den man von Scharia-orientierten Staaten her kennt.

Nun ist es eine Sache, radikal-konservative Auslegungen des Ialam zu kritisieren. Das soll man tun, und das ist gut. Man beschränke sich hierbei jedoch bitte auf die jeweilige theologische Ausrichtung und auf die Kritikpunkte. Man kritisiert auch nicht die Haltung der Zeugen Jehovas gegenüber Bluttransfusionen, bezeichnet sie als Mörder, und nennt das dann "Christentumskritik". Dagegen würden sich sowohl die EKD als auch der Vatikan wenden. Man kann die "Deutschen Christen" ablehnen, aber man soll damit nicht die EKD meinen. Man kann Evangelikale Gotteskrieger und ihren heiligen Krieg gegen die Ungläubigen ablehnen, aber bitte: vom Papst wurden sie nicht gesegnet.

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Jüdische Allgemeine: “Ein Recht auf Minarette”

Minarett und Kirchturm in der Schweiz

 

Es gibt auch einige jüdische Aktivisten, insbesondere Kahanisten, welche  jüdische Menschen(nicht nur in Deutschland) gegen den Islam bzw. Moslems und Araber als solche aufzubringen versuchen. Aber so recht will es glücklicherweise nicht klappen.

 

 

Auszug eines Artikels der Jüdischen Allgemeinen(PDF):

Es ist alles falsch an diesem Volksentscheid über den Bau von Minaretten in der Schweiz: Die Art, wie er zustande gekommen ist, das Ergebnis und nun die Verteidigung dieses Skandal-Referendums. Anstatt sich rational mit der Frage auseinanderzusetzen, wie gläubige Muslime ihre religiösen und staatsbürgerlichen Pflichten konfliktfrei erfüllen können, machten die Gegner der Minarette mit eindeutig diskriminierender Propaganda Stimmung.

(weiterlesen, PDF, linke Spalte)