Schlagwort-Archive: Obama

Ist Obama ein Muslim, Sozialist oder Antichrist? manche sagen: Ja

Telepolis klärt vor allen Dingen darüber auf, *wer* Obama so abgrundtief bösartig findet:

24 Prozent der Anhänger der Republikaner sagen, US-Präsident Obama könne der Antichrist sein, 22 Prozent meinen, er stehe auf der Seite der Terroristen, für 76 Prozent ist er Sozialist, für 57 Prozent Muslim, 51 Prozent meinen, er wolle die Souveränität der USA opfern und die Macht an eine Weltregierung geben. Zudem glauben die Republikaner mehrheitlich, er habe gegen die Verfassung verstoßen und wolle den Amerikanern ihre geliebten Waffen nehmen. 45 Prozent sagen, er sei nicht in den USA geboren und sei daher nicht rechtmäßig Präsident, für 42 Prozent ist er ein Rassist, 40 glauben, er mache, was die Wall Street ihm sagt, und 38 Prozent sagen, er mache viele Dinge, die auch Hitler gemacht hat.

Allerdings haben nach der Umfrage auch allgemein die Amerikaner in erschreckendem Maße diese krausen Ansichten. Zwar relativieren sich hier die Positionen der Republikaner, aber 14 Prozent aller US-Bürger sagen, Obama könne der Antichrist sein, für 40 Prozent ist er ein Sozialist, für 32 Prozent Muslim, für 25 Prozent nicht rechtmäßig Präsident oder für 23 Prozent antiamerikanisch.

Die Gräben gehen nicht nur zwischen den Demokraten und den Republikanern, sondern die Einstellungen hängen natürlich auch von der Bildung ab, was ebenfalls nicht für die Reprublikaner spricht. Je weniger gebildet die Menschen sind, desto eher vertreten sie Unsinn, also dass Obama Rassist oder Sozialist ist, dass er macht, was Hitler getan hat, anti-amerikanisch ist oder den Amerikanern das Recht auf Waffen nehmen will.

An dieser Stelle verlinke ich mal ganz dezent auf den Politblogger.

Werbeanzeigen

HR-Info – Zensur und Politik im Internet

Löschen statt sperren

HR-Info hat heute eine insgesamt interessante Beitragsreihe zum Thema Zensur im Internet und Politik im Internet ausgestrahlt. Zu Wort kommen hierbei:

 

1. Markus Beckedahl (www.netzpolitik.org und Netzpolitik-TV)

Heftige Reaktionen auf "Zensursula"

Stopp-Schilder im Internet: Was für Ministerin Ursula von der Leyen und die Bundesregierung ein entscheidender Schritt ist im Kampf gegen Kinderpornografie, ruft bei denjenigen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, Unverständnis hervor – und heftige Reaktionen: Die Ministerin muss sich Vergleiche mit den Herrschern totalitärer Staaten wie China oder Saudi-Arabien gefallen lassen. Jan Eggers ist der Frage nachgegangen: Weshalb hat Ursula von der Leyen die Internet-Generation derart heftig gegen sich aufgebracht?

Link zum Radiobeitrag
(MP3-Version)

2. Thorsten Wirth (Piratenpartei HessenProfilauf Abgeordnetenwatch)

Wieviel Kontrolle braucht das Internet?

Braucht das Internet keine Regulierung? Das fragt hr-iNFO den Spitzenkandidaten der Piratenpartei in Hessen, Thorsten Wirth. Die Piraten treten für freien Zugang zu allen Internet-Angeboten ein und warnen vor Zensur. Wirth ist davon überzeugt, dass es in Zukunft einen gesellschaftlichen Konsens geben werde, dass das Netz frei und ohne Zensur bleibt.

Link zum Radiobeitrag
(MP3-Version)

3. Stefan Niggemeier (www.bildblog.de und www.stefan-niggemeier.de/blog/)

Wie politisch ist die neue soziale Bewegung im Netz?

Politische Blogs im Internet erfreuen sich größter Beliebtheit. Das Netz ist für knapp die Hälfte der User mittlerweile die erste Adresse, wenn es darum geht, sich politisch zu informieren. Diesen Umstand nutzen auch Blogs, deren Inhalte zumindest fragwürdig erscheinen – zum Beispiel der Blog "Politically-Incorrect", kurz pi-news.net, eigenen Angaben zufolge Deutschlands meistgenutzter politischer Blog. Wie der einzuorden ist, fragt hr-iNFO den Medienjournalisten und Blogger Stefan Niggemeier.

Link zum Radiobeitrag
(MP3-Version)

4. Sabine Müller (HR-Info)

Warum sich Obama wie Goethes Zauberlehrling fühlt

US-Präsident Barack Obama liebt die neuen Medien und nutzt sie so virtuos wie kein anderer Politiker. Aber auch seine Gegner wissen, wie sie Twitter, Youtube, Blogs und Foren für ihre Zwecke einspannen – und das bekommt die Politik schmerzhaft zu spüren. Denn immer öfter hat sie mit den wildesten Verschwörungstheorien zu tun. Sabine Müller mit Beobachtungen aus den USA.

Link zum Radiobeitrag


Warum man den Iran nicht verteufeln darf

In der ZEIT gibt es einen interessanten Artikel von einem Nahost-Experten zum Thema.

Kurz zwei Punkte, die dort angesprochen werden:

– Der Iran hat als souveräner Staat ein Sicherheitsbedürfnis
– Selbst wenn der Iran irgendwann einmal Atomwaffen besäße – die Verwendung hätte die Vernichtung des Iran zur Folge. Dem ist man sich sicher auch dort bewusst.

Einfach mal selbst lesen…

Link


Mehr Truppen für Afghanistan aus Deutschland

image

Reuters berichtet, dass Deutschland 600 weitere Soldaten nach Afghanistan entsendet. Italien entsendet 500, und die USA “schlappe” 17.000.

Zugleich stockt Deutschland die Finanzielle Hilfe für Afghanistan von 80 auf 170 Millionen Euro auf. Das alles klingt danach, als bahnt sich ein Kurswechsel am Hindukusch an. Die bisherige US-Strategie steht auf dem Prüfstand.

Laut Bundesverteidigungsminister Jung sollen 200 der 600 zusätzlichen Soldaten für die Absicherung der anstehenden Wahlen in Afghanistan abgestellt werden, schreibt das Handelsblatt. Insgesamt gibt das neue Mandat der Bundeswehr die Möglichkeit, noch weitere 400 Soldaten nach Afghanistan zu schicken. In einem Kommentar im dem Kölner Stadtanzeiger schreibt Markus Decker davon, dass es im Strategiewechsel auch darum gehe, Gebiete nunmehr nicht nur zu erobern, sondern auch langfristig abzusichern. Hierfür wollen sich die USA unter Obama nun verstärkt dem zivilen Wiederaufbau zuwenden, was sehr Personalintensiv ist.

Der Tagesspiegel drückt es noch deutlicher aus:
”auch Aufbauhilfe ist nötig, um die Bevölkerung im Kampf gegen Taliban und Al Qaida auf die eigene Seite zu ziehen”. Zudem verrät der TS, dass die 17.000 der US-Soldaten eher eine “Vorhut” ist. 30.000 US-Soldaten wurden angefordert. Der Rest wird in Marsch gesetzt, sobald die neue Strategie mit den Europäischen Staaten abgestimmt ist.

Worauf US-Verteidigungsminister Gates hinauswill, wird in der Süddeutschen etwas näher beschrieben. Auch in der Deutschen Welle wird ein weiterer Aspekt beschrieben: Die Finanzquelle der Taliban und Al-Qaida, der Anbau von Schlafmohn und der Handel mit Heroin sollen eingedämmt werden.

Nach der Obamanie macht die US-Regierung nun also Nägel mit Köpfen: Raus aus den Irak, rein nach Afghanistan. Gut, das eine rücksichtsvoll, das andere mit Priorität. Das konnte man aus seinen Worten im Wahlkampf schon heraushören, wenn man genau hingehört hat. Die Truppen werden “entsprechend der Situation im Lande abgezogen”. Solange Terroristen das Land unsicher machen, werden Soldaten gebraucht, denn ansonsten wäre zu erwarten, dass die Terroristen das ganze Land erobern.

image Truppenaufstockungen und Kriegseinsätze sind in Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg generell unbeliebt. Auch der NATO-Einsatz im ehemaligen Jugoslawien war in der Bevölkerung sehr umstritten, und brachte die damalige Rot-Grüne Regierung an den Rand der Regierungsauflösung, da der damalige Kanzler Schröder den Grünen mehr oder weniger die Pistole auf die Brust gesetzt hatte, indem er das fortbestehen der Regierungskoalition von dieser Frage abhängig machte. Die Grünen wollten jedoch politisch etwas bewirken, und sich als regierungsfähige Partei etablieren. Die Spitze der Grünen ignorierte die Parteibasis und stimmte dem ersten Auslandseinsatz nach dem zweiten Weltkrieg zu. Massenaustritte aus der Partei waren die Folge.

image Diese neue Situation macht es trotz Obamamanie für die SPD im Superwahljahr 2009 schwierig, nach links verlorene Schäfchen wieder einzusammeln. Ein Trumpf, mit dem die SPD hierfür während es Wahlkampfes aufwarten kann, ist die höhere Konzentration an Wirtschaftspolitischer Kompetenz. Bei Erstwählern lässt sich hiermit jedoch nur schwerlich punkten. Für diese muss ein Kandidat vor allem nah an der Bevölkerung sein.

image


Obamas Interview im Original


Hinweis: Der Ton ist sehr leise. Bitte schön die Lautsprecher aufdrehen, und anschließend wieder herunterdrehen!

Via Politically Correct


„Change!“

Obama füllt die emotionalen Wahlversprechen mit Leben.


Fundstück

image

No comment 😉