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Und da wären noch…

Die sind ja beinahe schon in Vergessenheit geraten. Die Pseudodemokratischen Antitürkisierer aus Köln versuchen wieder, mit einer pompösen Zahlenankündigung Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Was sie noch nicht merken: Ihr ach so großes Projekt ist deFacto bereits tot. Zombies.

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“Heimspiel” für Pro-NRW

Wer sich schon immer fragte, wo die rechtsextremen von Pro-NRW etc. ihr ideologisches Futter herbekommen, wird heute fündig:

Ein ideologisches Heimspiel für Pro-NRW ist der Kongress “Synthèse nationale”(BnR) gewesen, auf dem sich Markus Wiener zusammen mit seinen politischen Artgenossen aufhielt. Bei Hagalil ist es noch etwas ausführlicher.

Neben dem äußersten rechten Rand der französischen Parteienlandschaft(PdF, NDP, MNR) waren auch Vertreter der gewaltbereiten GUD (Groupe Union Défense) anwesend. Über diese findet sich im Guardian:

Both the GUD and UR, founded in 1998, are rabidly racist, anti-semitic and anti-American, declared enemies of „global, cosmopolitan finance“, supportive of the September 11 attacks and believers in la Franceblanche .

Ebenso war das “Jeunesses nationalistes révolutionnaires (JNR)” anwesend, eine Gruppierung mit einem “Nationalrevolutionären” Selbstverständnis, und allerlei andere Rechtsextreme.

 
Einige der Inhalte des Kongresses:

Auf die Frage „Wie die Invasion bekämpfen?“(Bei heutigen Rechtsextremen sind “Invasion” und “Zuwanderung” synonym gebrauchte Begriffe) gab es wohl die zu erwartenden Antworten:

– Entzug der Staatsbürgerschaft
– Abschiebung
– und eben die mittlerweile ebenso klassische rechtsextreme Forderung: Entsolidarisierung, also Ausschluss aus dem Sozialsystem.

Ein direktes Zitat von BnR:

Der NS-nahe Rassenideologe Pierre Vial (Mitglied der NDP, Chef des Zirkels „Terre & Peuple“; „Volk und Erde“) führte auf der Abschlussveranstaltung am Abend aus: „Auf die Frage ,Wie gegen die Invasion kämpfen?’ habe ich eine Antwort. Einen Namen: Charles Martel. Eine Antwort: den Krieg. Den ethnischen Krieg.“

und ein ganzer Absatz:

Bei der Abschlussrunde stachen unter anderem die Ausführungen des Rassenideologen Pierre Vial und des 34-jährigen Generalsekretärs des PdF, Thomas Joly, hervor. Joly sprach sich dafür aus, dass die rechten Partei zwar Wahlen als „Tribüne“ benutzen, aber auf keinen Falle auf eine vor allem an Wahlen orientierte Strategie setzen sollten: Sie dürften sich „nicht ins System integrieren“, sondern ihr Ziel müsse sein, „das System zu stürzen“. Die Vertreter der etablierten Kräfte, fügte er hinzu, würden „dann wohl nach New York oder nach Tel Aviv ins Exil gehen“. Thomas Joly grüβte vom Redner-Mikrophon auch ausdrücklich das „Unterstützungskomitee für Vincent Reynouard“, das im Saal einen Stand hatte. Reynouard ist wegen zahlreicher Vorfälle öffentlicher Holocaustleugnung seit einem knappen halben Jahr inhaftiert.

Wie bereits gesagt, ausführlicher ist das Ereignis bei Hagalil beschrieben und sehr lesenswert.

Unterm Strich wird deutlich, dass Pro-Köln und Pro-NRW nicht wirklich zu Bemühungen bereit ist, sich vom Nationalsozialistischen Bereich des Rechtsextremismus zu distanzieren. Im Gegenteil. Allerdings ist dies nichts neues.


Lesetipp – "Pro Deutschland": Erfahrungsbericht

Jemand war auf einer öffentlichen Pro-Deutschland Veranstaltung in Berlin, und schreibt von seinen Erfahrungen. Die Erkenntnisse über den PROpanz sind mir zwar nicht wirklich neu, dennoch (oder gerade deswegen) halte ich ihn für einen sehr lesenswerten Erfahrungsbericht.

Hier entlang.


Erklärung eines Pro-NRW Aussteigers

Hier die Ausstiegsbegründung. Ich wollte sie zunächst komplett kopieren, es erscheint mir jedoch sinnvoller, sie zusammenzukürzen, da sich vieles wiederholt. Am Ende des Textes erlaube ich mir darüberhinaus eine grobe Einschätzung, was Pro-NRW angeht.

Politisch gehe ich nicht mit ihm konform, zumal er eine Organisation gegründet hat, die in ihrer Ausrichtung starke Ähnlichkeiten mit Pro-NRW aufweist. Interessant ist die Erklärung dennoch. Hervorhebungen durch Fettschrift sind von mir.

weiterlesen


Mal etwas Musik…

Download: http://www.laxalex.de/vorne/neues/maske.html

Gut getarnt im schmucken Anzug von der Stange tauchen sie in Fraktionsstärke in der Kneipe nebenan auf. Übertrieben höflich und klebrig einen auf bürgernah gebend, verteilen sie betont freundlich auf den ersten Blick ganz harmlose Flyer – die feinen Herren von pro Köln/pro NRW. Doch kommt man ihnen bei ihrem frechen Wahlfang entlarvend in die Quere, lassen sie die auf Hochglanz polierte Maske schnell fallen und drohen plötzlich überraschend ungezogen und ausgerechnet mit rechtlichen Schritten.

Eine Szene, wie sie zur Zeit wohl häufiger vorkommt, die wir so erst kürzlich selbst erlebt haben und die uns zu einem neuen Stück inspirierte. Inzwischen sind manche Straßen auf dem Weg zum Proberaum dermaßen aggressiv mit Plakaten von pro NRW zugekleistert, dass man sich schon belästigt fühlen kann. Zwei mehr als gute Gründe, genau jetzt den neuen Song MASKE, noch vor Veröffentlichung der nächsten Platte, vorzustellen und gratis zum Download bereitzustellen.

pro NRW ist nicht harmlos, wie manch einer wohl noch immer gerne glauben mag. Zahlreiche Studien warnen vor allzu naivem Umgang mit pro NRW. Ist es doch ein offenes Geheimnis, dass in der selbsternannten Bürgerbewegung erfahrene ehemalige Führungskräfte aus dem Umfeld der NPD und Republikaner aktiv sind. Dass pro NRW unsere beiden Heimatstädte Köln und ausgerechnet Solingen zu Hochburgen erklärt haben, macht uns gleich doppelt betroffen.

Ladet euch MASKE gratis runter. Unterstützt uns dabei den Song über das Netz zu verbreiten, damit möglichst viele noch vor der Landtagswahl in NRW die Maskerade von pro NRW & Co. durchschauen. Wenn auf bis zu garagentorgroßen Wahlplakaten nur noch markige Parolen von kaum mehr als drei Worten passen, dann ist es Zeit, Wahlprogramme genau zu hinterfragen – und das gilt längst nicht nur für NRW! Seid wachsam, informiert euch, geht wählen!


Video: ProNRW und ProKöln – Stimmungsmache von Rechts


Pro-NRW und NPD-Demonstration

Ich sag nichts weiter, als das hier:


Pro NRW – Chronologie seit 2006

Aus: “Was ist pro NRW?”:

Pro NRW – Die selbsternannte Anti-Islam-Partei

Mit der Bürgerbewegung pro NRW soll das Erfolgsmodell von pro Köln auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgedehnt werden. Zwar gibt es außerhalb des Rheinlandes bislang nur einzelne Kreisverbände der Partei, Ziel ist jedoch die landesweite Verankerung und der Einzug in den Landtag. Die Strategie ist überall dieselbe: Lokale Konflikte werden aufgegriffen und zugespitzt um das rassistische Potential vor Ort zu mobilisieren. Das Vorbild der Schweizer Kampagne zum Minarettverbot im Blick, gewinnt jedoch zunehmend das Globalthema „Wir gegen den Islam“ an Bedeutung. Man behauptet, mit Neonazis nichts zu tun zu haben, trotzdem gibt es zahlreiche Beispiele, die den wahren Charakter von pro NRW zeigen: Eine extrem rechte Partei in einem bürgerlich-pseudodemokratischen Gewand.

Dort wird auch eine (allerdings unvollständige) diesbezügliche Chronologie aufgestellt:

Pro-NRW

2006: Judith Wolter gibt der Nationalzeitung von DVU-Chef Gerhard Frey ein Interview.

2007: Markus Beisicht gibt der NPD-Zeitung Deutsche Stimme ein Interview.

02/2007: Die Stellvertretende Vorsitzende des Pro NRW-Kreisverbandes Mönchengladbach nimmt an einer NPD-Demonstration in Krefeld teil. Nach Angaben der NPD Mönchengladbach hat Willms auch regelmäßig an den Stammtischen und Aktionen des NPD-Kreisverbandes Mönchengladbach teilgenommen.

09/2007: Beim “Dienstagsgespräch” in Dormagen lauschen mehrere Pro Köln-Aktivisten einer Rede des stellvertretenden NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel.

09/2007: In Anwesenheit der Pro Köln-Funktionäre Markus Beisicht und Markus Wiener wird in Straßburg eine Erklärung verabschiedet, die die Ziele eines Zusammenschlusses extrem rechter Europa-Abgeordneter unterstützt, nämlich die Ziele der Fraktion ITS (Identität, Tradition, Souveränität). Neben Beisicht und Wiener sind auch Jean-Marie Le Pen (Front National), Gerhard Frey (DVU), Holger Apfel (stellvertretender NPD-Bundesvorsitzender) und Udo Pastörs (NPD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern) anwesend.

11/2007: Der Bauunternehmer Günther Kissel (Solingen) wird Mitglied bei Pro NRW. Seit 1997 darf er laut Gerichtsurteil als “rechtsextremistischer Drahtzieher” bezeichnet werden. Wenn es um Geld geht, ist Kissel allerdings nicht wählerisch: Sein Bauunternehmen baute die zweitgrößte Moschee Deutschlands in Duisburg-Marxloh.

12/2007: Andreas Akwara, Beisitzer im Vorstand von Pro NRW, schreibt in einem offenen Brief an den Betreiber einer „Pro“-kritischen Webseite: Vielleicht bringt “das Schicksal uns . . . einmal zueinander”, dann aber, baumeln Sie am Strick!”

08/2008: Jörg Uckermann gibt der extrem rechten Zeitschrift „Nation und Europa“ ein Interview.

09/2008: An dem gescheiterten Anti-Islam-Kongress vom 19. bis 21. September 2008 nimmt u.a. Mario Borghezio (Lega Nord) teil. Borghezio wurde im Oktober 2005 zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, weil er in Turin Zelte von Immigranten angezündet hatte.

12/2008: Nico Ernst, Beisitzer im Kreisvorstand von Pro Bonn, hat eine beachtliche Karriere in der militanten Neonazi-Szene . Als Schüler war er Anführer der sogenannten “Kameradschaft Rhein-Ahr” und organisierte dabei Kameradschaftsabende und Vortragsveranstaltungen, bei denen er auch selbst als Redner auftrat. Später wechselte er zum NPD-Kreisverband Köln. Von 2000 bis 2003 wirkte er bei zahlreichen Demonstrationen des “Freien nationalen Widerstands” sowie der NPD mit. Die NPD Köln versucht mittlerweile per Gerichtsvollzieher Schulden bei Ernst einzutreiben. NPD 19.10.09

05/2009: Der ehemalige Jugendbeauftrage für das Rheinland von Pro NRW, René Emmerich, tritt mit einer öffentlichen Erklärung bei Pro Köln/pro NRW aus und zu der „Freien Kameradschaft“ um Axel Reitz über.

06/2009: Tobias Ronsdorf, Ratskandidat von Pro NRW in Radevormwald, hat eine Myspace-Seite, auf der er als seine Helden “Alle Deutschen Soldaten der Weltkriege!“ angibt , und unter der Rubrik „Bücher“ Hitlers „Mein Kampf“. Nach einer Zeitungsmeldung stellt er die Seite ab.06/09 KSTA

07/2009: Bei einer Kundgebung von Pro Köln vor dem Kölner Rathaus entrollt ein Teilnehmer die Fahne der italienischen neofaschistischen Partei „Forza Nuova“. Der Gründer und Parteichef der „Forza Nuova“, Roberto Fiore, wurde wegen „Bildung einer bewaffneten Vereinigung“ verurteilt. Er soll 1980 an einem Bombenanschlag mit vielen Toten in Bologna beteiligt gewesen sein.

08/2009: Im Internet tauchen Fotos von Tobias Ronsdorf auf, die ihn mit Reichskriegsflagge und Keltenkreuzfahne zeigen.

08/2009: Auf der Lemgoer Pro NRW-Liste “pro NRW”-Liste stammen mehrere Kandidaten, z.B. Vorsitzende Fabian Thies, aus dem Spektrum der Freien Kameradschaften und nahmen in den Jahren 2006 und 2007 an mehreren Demonstrationen der „Nationalen Offensive Schaumburg“ teil.

11/2009: Jonas Ronsdorf, Bruder von Pro NRW-Landtagskandidat Tobias Ronsdorf aus Radevormwald, nimmt an einer Demonstration des „Nationalen Widerstands“ unter dem Motto “Besiegt! Besetzt! Gedemütigt und systematisch belogen! So bringt man ein Volk im Frieden um…” in Remagen teil. Jonas Ronsdorf war in den letzten Monaten auf fast allen Pro Köln/Pro NRW-Kundgebungen zu sehen.

Interessant wäre sicher auch eine rückblickende Chronologie der Aktivitäten der Pro-NRW-Führer, welche die Vor-Pro-NRW-Zeit mit einschließt.

Interessant sind auch weitere Seiten:
Aktuelles
Unsere Argumente gegen ihre Hetze


WDR-Radiobeitrag zum NRW-Verfassungsschutzbericht 2009

http://www.wdr.de/mediathek/media/audio/2010/03/22/20100322_wb_verfassungsschutz.mp3%20

Ein paar Lesetipps…

Neben dem Brandbrief und dem Interview mit Alexander Häusler hier noch ein paar weitere Lesetipps:

Beim Wanderer Florian Röpke geht es um einen Faktenverdrehenden Artikel des Portals “Gesamtrechts”:
Den Rechten auf’s Maul geschaut (19)

Beim NPD-Blog ein Kommentar zum Verhältnis der deutschen Volksgenossen von Pro-NRW bis NPD zu den aktuellen Missbrauchsskandalen in der katholischen Kirche:
Die Rechte und der Missbrauchsskandal

Zwei Artikel bei der AGDA:

Und ein Video – allerdings ist dies kein Lesetipp: