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Was gut ist…

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Antirassistischer Rap “Na C.-Strache”

In einem Musikvideo wird eine Meinung über eine rassistische Person ausgedrückt:

Zur Zeit regt man sich mal wieder bei der FPÖ auf – wohl um wieder in die Nachrichten zu kommen, und Straches wohlbekannten Nazitick von sich zu weisen. Ein wenig gemein sind ja im Video zweierlei Symboliken. Einerseits die “Follow your Leader”-Symbolik, andererseits: Der Junge fährt am Ende des Video mit einem VW Phaeton davon. Wenn man allerdings die Ansichten vieler Strache-Sympathisanten kennt, dann ist dies wahrlich noch harmlos.

Ein Kommentator bei oe24.at bringt es auf den Punkt:

Wenn Strache den Gegenwind, den er heraufbeschwört, nicht verträgt, sollte er vielleicht ins Mädchenpensionat gehen und dort Schal stricken lernen. Da hat der halbwüchsige Rapper (Dessen Video seit zwei jahren im Web steht) größere Eier als dieses Politweichei, der nur austeilen kann und wie ein getretener Hund heult, wenn der Wind weht.
Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, und Strache erntet, was er gesät hat. Wenn nun sein weinerlicher Einflüsterer, der Kickl und er das nicht vertragen, dann ab mit ihnen auf die Mülldeponie der Politik – aber fix, da sind sie ja schon. Nennt sich FPÖ, dieses Ausgedinge.

Bedenklich allerdings, ist wie sich die ÖVP von der FPÖ vor sich hertreiben lässt.


Türken fühlen sich laut Umfrage in NRW heimisch

Angesichts der Kürze geht hier nur ein Fullquote zur WDR-Meldung:

Die Mehrheit türkischstämmiger Bürger in NRW fühlt sich in Deutschland heimisch und hat keine Rückkehrabsichten. Das ergab eine Umfrage des Essener Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung, die Integrationsminister Laschet in Düsseldorf vorstellte.

Wenn 60 Prozent der Türkei-Stämmigen in Deutschland bleiben wollten, sei eine Diskussion darüber, zu wem diese Menschen gehören, unrealistisch, erklärte Laschet. Für die seit 1999 regelmäßig durchgeführte Erhebung wurden 1.000 repräsentativ ausgewählte Türken befragt.

60% – das deckt sich ungefähr mit meinen Erfahrungen, und das gilt nicht nur für Türken. Sehr viele kennen die Türkei (bzw. das jeweils entsprechende Land) ausschließlich aus dem Urlaub, und werden dort in gewisser Weise als Deutsche angesehen – analog zu Spätaussiedlern in Deutschland, die oftmals schlicht als Russen bezeichnet werden. Dazu kommt eine gewisse Akkulturation, die oftmals zu einer relativ starken Bindung an die Geburts- bzw. Aufnahmeregion führt. Seinen Ausdruck findet dies nicht selten auch in der Kunst. Rap und HipHop ist natürlich Geschmackssache, und wenn man will, kann man manches davon als “Stimme der Basis” bezeichnen. Sehr häufig jedenfalls finden sich lokalpatriotische Bezugnahmen in den Texten wieder – genretypisch natürlich mit einer gewissen Ghettoromantik versehen. Vereinzelt geht es jedoch auch darüber hinaus:


“Deutsche Kartoffel”: Der “Kartoffelskandal” nun auch in der taz

Im Grunde eine Wiedergabe der Ereignisse rund um das Kartoffelgate, aber ebenfalls mit einem schönen Schlussabsatz:

"Wenn man irgendeine Moral aus der seltsamen Geschicht‘ ziehen kann, dann die, dass Dummheit und Borniertheit, die natürlichen Feinde der Kunst, im Internet einen unfassbar fruchtbaren Humus gefunden haben", so die FR in ihrem Fazit. Eventuell sollte man aber auch auf einen YouTube-Kommentator hören, der angesichts des sich auch dort aufschaukelnden K(r)ampfes um die Knolle einfach nur philosophisch blieb: "Jetzt hab ich voll Lust auf Kartoffeln bekommen."
Guten Appetit.

Hier der Artikel.

Und hier nochmal das lustige Video.

Siehe auch:
Die Deutsche Kartoffel und das “Gesunde Volksempfinden”
Kartoffelmassaker
Dem Nazi sein Gehirn…
Die Kartoffelwoche – heute: Musik von Jan Delay
Deutsche Kartoffel: Treffer, versenkt!


Die Deutsche Kartoffel und das “Gesunde Volksempfinden”

Ein Video:

Selbstverständlich ist der Clip ironisch gemeint und auch entsprechend gekennzeichnet, zumal er rassistische Klischees stark überzeichnet und damit spielt. Problematisch ist er – wie Gewaltrap allgemein – dennoch, da einfacher gestrickte Menschen derartige Inhalte ernst nehmen und verallgemeinern könnten. Klischees werden somit auch weitergetragen. Auch wenn der Inhalt eine Fiktion darstellt, wird er wohl insbesondere rechtsextremen Propagandisten sehr gefallen.

Besonders interessant sind daher auch die Reaktionen, die durch dieses Video herausgekitzelt wurden, welche nämlich exakt die Geisteshaltung offenbaren, mit der dieser Clip auf eher humoristische Weise spielt – jedoch mit anderem Vorzeichen:

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Bei PI-News ist man ebenfalls Humorbefreit, und einige glauben sogar, dass der Spot den multikulturellen Alltag beschreibt(Was allenfalls PImatisches, provinzielles, bürgerkriegshetzendes Wunschdenken ist):

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Man sieht: Den Rassisten reichen schon Fantasiefilmchen aus, um ihrer Wut Zunder zu geben. Es ist eine primär emotionale Angelegenheit.

PS: Aufmerksam wurde ich auf dieses Thema durch den Artikel “Solanum tuberosum germanicum”beim Politblogger.

Nachtrag: Dieser Blogeintrag hat es tatsächlich bis nach Aftermedia geschafft. Pawlow hatte also Recht.


Einladung an Nazis

Schöner Rap. Via NPD-Blog

Hier auch weiteres:

Find ich insgesamt gut.