Schlagwort-Archive: Rechtsextremismus

Radiobeitrag über Autonome Nationalisten

Ein durchweg sehr hörenswerter Radiobeitrag über Autonomnazis, wie sie sich verhalten, und wie sie „Politik“ machen.

Dauer: Ca. 40 Minuten
Quelle: 1Live
Via: Klarmann

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Treffen der Rechtsextremen in Japan

Japan (Tokio) – An einer internationalen rechtsextremen Konferenz in Japan nehmen unter anderem Vertreter des Front National, der FPÖ, der britischen BNP, der ungarischen Jobbik, des Vlaams Belang sowie aus der Ukraine und Portugal teil.

(Quelle)

Und da sag noch einmal jemand, die FPÖ sei nicht rechtsextrem.

Nachtrag: Hier gibt es ausführlichere Informationen zum Thema.


Mal etwas Musik…

Download: http://www.laxalex.de/vorne/neues/maske.html

Gut getarnt im schmucken Anzug von der Stange tauchen sie in Fraktionsstärke in der Kneipe nebenan auf. Übertrieben höflich und klebrig einen auf bürgernah gebend, verteilen sie betont freundlich auf den ersten Blick ganz harmlose Flyer – die feinen Herren von pro Köln/pro NRW. Doch kommt man ihnen bei ihrem frechen Wahlfang entlarvend in die Quere, lassen sie die auf Hochglanz polierte Maske schnell fallen und drohen plötzlich überraschend ungezogen und ausgerechnet mit rechtlichen Schritten.

Eine Szene, wie sie zur Zeit wohl häufiger vorkommt, die wir so erst kürzlich selbst erlebt haben und die uns zu einem neuen Stück inspirierte. Inzwischen sind manche Straßen auf dem Weg zum Proberaum dermaßen aggressiv mit Plakaten von pro NRW zugekleistert, dass man sich schon belästigt fühlen kann. Zwei mehr als gute Gründe, genau jetzt den neuen Song MASKE, noch vor Veröffentlichung der nächsten Platte, vorzustellen und gratis zum Download bereitzustellen.

pro NRW ist nicht harmlos, wie manch einer wohl noch immer gerne glauben mag. Zahlreiche Studien warnen vor allzu naivem Umgang mit pro NRW. Ist es doch ein offenes Geheimnis, dass in der selbsternannten Bürgerbewegung erfahrene ehemalige Führungskräfte aus dem Umfeld der NPD und Republikaner aktiv sind. Dass pro NRW unsere beiden Heimatstädte Köln und ausgerechnet Solingen zu Hochburgen erklärt haben, macht uns gleich doppelt betroffen.

Ladet euch MASKE gratis runter. Unterstützt uns dabei den Song über das Netz zu verbreiten, damit möglichst viele noch vor der Landtagswahl in NRW die Maskerade von pro NRW & Co. durchschauen. Wenn auf bis zu garagentorgroßen Wahlplakaten nur noch markige Parolen von kaum mehr als drei Worten passen, dann ist es Zeit, Wahlprogramme genau zu hinterfragen – und das gilt längst nicht nur für NRW! Seid wachsam, informiert euch, geht wählen!


ProNRW Parteitag 2010 – Rechtspopulisten werben um Zustimmung

Im März 2010 veranstalteten Rechtsextremisten von Pro-NRW einen Parteitag. Dieser Reportage geht auf den Ursprung der Pro-NRW-"Bewegung" ein, und ordnet diese im politischen Spektrum ein.

Zu sehen ist Stefan Herre, der Betreiber des offen rassistischen Blogs "PI-News" sowie Christine Dietrich, Mitautorin dieses Blogs. Anwesend waren zudem bekannte Gesichter aus bzw. mit Kontakten in die Neonaziszene wie Manfred Rouhs, Patrick Brinkmann, Markus Beisicht und Andreas Molau, sowie Vertreter anderer Rechtsextremer Parteien aus Europa, wie beispielsweise die FPÖ oder des separatistische Vlaams Blok (Vlaams Belang).

Das Team des ZDF wurde später wohl aufgrund von kritischen Fragen gewaltsam aus dem Saal geworfen. Der Ruf nach Pressefreiheit hört bei der extremen Rechten offenbar genau dort auf, wo die Presse beginnt, den Bereich der Hofberichterstattung zu verlassen, und die Propaganda kritisch zu hinterfragen.

Der Vorwand: ein angeblich "bestellter Klischeenazi" mit Tarnmusterkappe sei eingeschleust worden. Dabei sind doch die Schlipsnazis viel interessanter. Passend hierzu seien die Behauptungen aus der rechtsextremen österreichischen FPÖ genannt, der ORF habe Nazis angestiftet, in Gegenwart von Strache "Heil Hitler" oder “Sieg Heil” zu sagen. Hier der Beweis:

Kommentare zu diesem “Beweis”:

Kommentare zur "Heil Hitler"-Paranoia von HC Strache


Video: ProNRW und ProKöln – Stimmungsmache von Rechts


Solinger Christen gegen „Pro NRW“

Die Solinger „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ vereint die evangelischen, griechisch-orthodoxen, katholischen und freien evangelischen Gemeinden. Am 25. März verabschiedeten die Solinger Christen eine gemeinsame Erklärung bezüglich des Pro-NRW Aufmarsches am 1. Mai in Solingen. Leider liegt sie hier nicht im Wortlaut vor, daher eine Zusammenfassung:

Das Solinger Tageblatt fasst wie folgt zusammen:

„Für Vielfalt, Respekt und Menschenwürde“ ist die Erklärung der ACK, die am 25. März verabschiedet wurde, überschrieben. „Pro NRW“ baue seine Wahlkämpfe auf rassistischer und fremdenfeindlicher Propaganda auf und versuche mit Angstkampagnen gegen andere Menschen Wählerstimmen zu gewinnen, heißt es in der Erklärung. „Mit dieser Strategie stellt diese Gruppierung sich nicht nur in Widerspruch zu unserem Grundgesetz und den Prinzipien der Demokratie und Menschenwürde, sondern auch zu unseren biblischen Grundüberzeugungen.“ Rassismus und Fremdenfeindlichkeit seien nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar. „Die Vereinnahmung der Christen durch ,Pro NRW‘, die u. a. in dem Slogan ,Abendland in Christenhand‘ zum Ausdruck kommt, weisen wir entschieden zurück.“ Die ACK betont die Menschenrechte, zu der auch die Religionsfreiheit gehöre.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises laut RP-Online zur Erklärung:

„Wir bitten alle Christen, die Erklärung zu unterschreiben“, so Stein. Denn damit nehmen die Christen klar Stellung für Vielfalt, Respekt und Menschenwürde und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Die Strategie von „Pro NRW“ widerspreche nicht nur den Prinzipien von Demokratie und Menschenwürde, sondern auch den biblischen Grundüberzeugungen, heißt es in der Erklärung. So ist sie auch mit dem treffenden Zitat aus dem 3. Buch Mose, Kap. 19, überschrieben, wo es heißt: „Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten“.

Direktkandidat im Wahlkreis Solingen I ist übrigens Tobias Nass, der noch im Jahre 2005 für die NPD angetreten und nachweislich noch im Jahre 2007 für die NPD aktiv war. Leider lässt er sich auf Abgeordnetenwatch nicht öffentlich zu seiner früheren Tätigkeit als „Nationaler Sozialist“ (Auf Deutsch: Nazi) befragen. Frank Borgmann kandidiert gleich in zwei Wahlkreisen: Wuppertal III und Solingen II – was man durchaus als Beleg für den Personalmangel dieses rechtsextremen Bürgerhäufleins ansehen kann.

Interessant ist ja, was letzterer fordert:

– Bundeswehr soll polizeiliche Aufgaben wahrnehmen
– das selbe gilt nach Ansicht Borgmanns für eine zu schaffende Bürgerwehr
– Völlig Widersprüchlich ist seine Forderung zum Thema „Kameras an öffentlichen Plätzen“: „Ich will keinen Überwachungsstaat. Zur Sicherheit sollten Kameras vorhanden sein.“ – wofür sind Kameras denn da, wenn nicht zur Überwachung der Bürger?
– Er fordert, dass sich der Staat nur an rein deutschen Unternehmen beteiligen soll, keinesfalls an Konzernen. Zu einem „Deutsche, kauft deutsche Bananen“ ist es da nicht mehr weit. „Kriminelle Ausländer raus“ fordert er übrigens ebenfalls, wobei er diese Forderung aus Imagehygienegründen auf „Intensivtäter“ reduziert. Es bleibt die selbe Doppelmoral.

Er hatte sich wohl einmal im Verein Mehr Demokratie e.V. engagiert. Das einzige, was man dazu finden kann, ist ein Satzungsänderungsantrag:

Antrag auf Satzungsänderung von Frank Borgmann

In §4 Zweck des Vereins sollen die Punkte 3 und 4 gestrichen werden:

3. Der Verein ist parteipolitisch neutral. Er verfolgt keine politische Zwecke im Sinne der eindeutigen Beeinflussung der politischen Meinungsbildung oder der Förderung von politischen Parteien.

4. Der Verein strebt die Zusammenarbeit mit anderen an ähnlichen Themen arbeitenden Organisationen an.

Es scheint, als wollte er den Verein zu einer politischen Sektiererbande verdrehen.

Im Zusammenhang mit „Volksentscheiden auf Bundesebene“(was hat das mit NRW-Politik zu tun?) entlarvt er sich allerdings: „Über 60 Jahre lang weigerten sich die jeweiligen Regierungen das Grundgesetz umzusetzen!“ Dies weist auf eine Auffassung hin, wonach Art. 146GG zu einer Volksabstimmung über eine neue Verfassung verpflichte. Dem widerspricht aber das Bundesverfassungsgericht. Nicht, dass Herr Borgmann ein Verfassungsfeind ist – oder etwa doch?

Siehe auch:
Kirchen gegen „Pro NRW“

EKD: “Wer ‘Christenland in Christenhand’ fordert, handelt unchristlich”


Radio: Rechtsextremismus im Internet

Teilnehmer:

Johannes Radke (ZEIT ONLINE, Störungsmelder)
Dr. Rainer Erb (Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin)
Judith Porath, opferperspektive.de (Brandenburg)
Moderation: Dietmar Timm (Leiter DRadio Wissen)

Dauer: Etwa eine Stunde

Quelle: DRadio Wissen


Flashback: Pro-Köln und Pro-NRW vor 7-12 Jahren

Der NPD-Blog: DVU streckt Fühler in Richtung “Pro”-Gruppen aus

(CC-Beitrag von redok)

Die rechtsextreme Deutsche Volksunion (DVU) hat offenbar Fühler zu den rechten “Pro”-Gruppen ausgestreckt. In einem Video erklärt der als DVU-Unterstützer bekannte schwedische Millionär Patrik Brinkmann, er sei in Beratungen mit der pro Köln-Funktionärin Judith Wolter.

Hintergrund der Kontakte ist das Bemühen rechtsextremer Gruppierungen, nach dem Vorbild der Schweizer Volksabstimmung über das Verbot von Minaretten ähnliche Kampagnen in Deutschland gegen “den Islam” zu starten. Brinkmann spricht in einem auf der DVU-Webseite verbreiteten Video von “Opfern türkischer Zwangsheiraten”, denen er helfen wolle; “Konvertiten – Christen, die von einem Islam gejagt werden”, müsse “Schutz gewährleistet werden”. Er “bespreche deshalb gerade” mit Wolter die Errichtung eines Frauenhauses für verfolgte junge Frauen.

Offenbar um die feministische Glaubwürdigkeit des Schweden-Millionärs zu erhöhen, wird im Abspann des vorweihnachtlichen DVU-Videos eingeblendet, seine Mutter sei 1945 in den Trümmern des zerstörten Berlin geboren worden. Brinkmanns Botschaft: “Ich möchte meinem Mutterland dienen!”

Judith Wolter also.
Na da wächst ja zusammen, was zusammen gehört.

Ich nutze im folgenden Links von einem Internet-Archiv(“Wayback-Machine”), das z.T. etwas langsam ist. Wenn man einen der Links anklickt, kann es also auch mit einer schnellen Internetanbindung schon mal eine Minute dauern, bis sich die Seite aufbaut. Manchmal erscheint eine Fehlermeldung, dann muss man es eine Weile später nochmals versuchen(kann minuten bis Stunden dauern)

Wenn man also nun durch die Zeitschleife dieser Wayback-Machine geht, und in das Jahr 2002 zurückkehrt, finden sich zwei „interessante“ Texte des Kölner „PDST“, für die sich offenbar genau diese Dame verantwortlich zeichnete. Hierzu das Impressum:
http://web.archive.org/web/20020810132158/www.pro-koeln-online.de/impressu1.htm

Ich zitiere im folgenden nur das, was ich persönlich als typisch rechtsaußen identifiziere:

http://web.archive.org/web/20020603070022/http://www.pro-koeln-online.de/manifest.htm

Das interessanteste zur „Völkerfreiheit“:

Hauptfeind der Völkerfreiheit sind jene internationalen Banken und Großkonzerne, die, von ihrer derzeit noch sicheren Basis an der amerikanischen Ostküste aus global operierend, im 20. Jahrhundert mehrere Kriege angezettelt und Millionen Menschen in den Tod getrieben haben. Ihre Macht soll im 21. Jahrhundert gebrochen werden! Die PLATTFORM DEMOKRATISCHER STUDENTEN erklärt sich solidarisch mit allen Völkern, die im Kampf um nationale Befreiung stehen!

Das interessanteste zur Demokratie:

Jedermann, der die allgemeinen Gesetze achtet, soll das Recht auf freie Meinungsäußerung haben. Das muß auch für die Verteidiger von politischen Verhältnissen gelten, die wir als rückständig oder ungerecht empfinden – denn wer will sich anmaßen, zu richten darüber, welche politische Meinung „zulässig“ und welche „unzulässig“ sein soll? Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden.

Das interessanteste zur sozialen Gerechtigkeit(gut, das gibt’s auch bei Marxens Anhängern):

Längst hat der Kapitalismus seine ehedem progressive Rolle in der Geschichte ausgespielt. In Deutschland üben internationale Banken und Konzerne, frei von jeder demokratischen Kontrolle, mehr Macht aus als irgend eine der im Bundestag vertretenen Fraktionen. Es gilt, das Primat der Politik vor der Wirtschaft wiederherzustellen und dafür zu sorgen, daß jedermann den ihm zustehenden Anteil am volkswirtschaftlichen Ertrag erhält.

(…)

Die auf deutschem Boden operierenden internationalen Banken und Großkonzerne dagegen sind in öffentlich-rechtliches Eigentum zu überführen.

Sehr interessant ist das Plädoyer für ein Scharia-konformes Finanzwesen:

Die Börsenspekulation wird abgeschafft. Wer für wirtschaftliche Unternehmungen in Deutschland Kredite braucht, muß sie sich von öffentlich-rechtlichen Geldinstituten holen, deren Gewinne in die Staatskasse fließen.

Das interessanteste zur Ökologie:

Der Staat hat die natürlichen Lebensgrundlagen des Volkes zu sichern.

Nächster Text zum Krieg Israel-Hisbollah im Libanon, unter der Überschrift „Solidarität mit Palästina!“(wieder nur das interessante herausgenommen):

http://web.archive.org/web/20020603070022/www.pro-koeln-online.de/pdst.htm

Noch immer führt Israel Krieg gegen das palästinensische Volk. Seit Wochen sterben auf beiden Seiten in den Autonomiegebieten Menschen, einerseits durch die Angriffe des israelischen Militärs, andererseits durch die Selbstmordattentate verzweifelter Palästinenser.

(…)

Ursache der Eskalation ist ein Rachefeldzug Ariel Scharons gegen die Bevölkerung Palästinas. Israelische Soldaten sind in bis dahin autonome Palästinenser-Gebiete einmarschiert und haben Zivilisten zu ihren Geiseln gemacht, Panzer haben Häuser niedergewalzt, Soldaten haben lebenswichtige Wasser- und Stromleitungen, Krankenhäuser, Schulen, Kirchen und Moscheen zerstört. Frauen und Kinder waren wieder einmal die Opfer des Krieges.

Der amerikanische „Krieg gegen den Terror“ scheint die israelische Regierung zu ihrem rigorosen Vorgehen ermuntert zu haben. Sie glaubte wohl, im Windschatten der Supermacht ihre Ziele erreichen, sie im militärischen Handstreich durchsetzen zu können.

Später auch grundsätzliches:

(…) eine verantwortungslose Polit-Schickeria will die 1990 gerade erst neu erworbene politische Souveränität der Deutschen auf dem Altar der westeuropäischen Integration opfern. Unsere Währung, ein wesentliches Instrument politischer und wirtschaftlicher Steuerung, hat sie bereits im Interesse fremder Länder aufgegeben. Filz und Korruption beherrschen die politische Szene. Amerikanismus prägt den Kultur- und Medienbetrieb. Presse und Fernsehen marschieren im Gleichschritt der „political correctness“.

Die Wayback-Maschine kann aber noch mehr:

http://web.archive.org/web/20020509235057/http://www.pro-koeln-online.de/index.html

Die pro-Köln-Vertreter Manfred Rouhs und Markus Beisicht, die mit Le Pen persönlich bekannt sind

Am Wochenende 29./30. Juni 2002 wird auf dem Heumarkt im Herzen von Köln das SIGNAL Pressefest 2002 stattfinden, bei dem nonkonforme politische Redner und Musiker auftreten. Pro Köln begrüßt die vom Pressefest ausgehende Bereicherung des kulturellen Lebens der Domstadt.

Dort wird auf eine Website zum SIGNAL-Pressefest 2002 verlinkt, auf der Namen fallen wie zum Beispiel:

Dr. Alfred Mechtersheimer“ und „Harald Neubauer“ sowie Bandnamen wie „Eskil„, „Nordwind“ und „Von Thronstahl„.

1998:
Peter Dehoust„, „Frank Rennicke

1999:
Generalleutnant a.D. Dr. Franz Uhle-Wettler„, „Franz Schönhuber„, „Frank Rennicke„, „Dr. Gert Sudholt„, „Jürgen Schützinger„,

Im Jahr 2000 fallen beim „Pressefest“ von Manfred Rouhs weitere interessante Namen:

Dr. Klaus Sojka„, „Peter Dehoust“ und „Dr. Claus Nordbruch“ (nachweislich auch bei der FPÖ nicht unbeliebt). Musikalisch konnte der Pro-Köln-Mitgründer ‘Szenegrößen’ wie „Frank Rennicke“ und „Jens B.“(Sturmwehr) ‚präsentieren‘.

2001:
Friedrich Löffler„, „Alexander Jacob„(in D praktisch unbekannt), „Prof. Dr. Michael Nier„, „Frank Rennicke„, „Jens B.“(Sturmwehr), „Nordwind

Weiteres:
Bis ende 2003 wurde das Internetforum von „Signal“(heute: “Nation24”) als Pro-Köln-Forum ausgegeben.

http://web.archive.org/web/20031004110035/http://forum.signal-online.de/discus/

Hier kann man(sofern die Wayback-Machine gerade funktioniert, oder die betreffende Seite archiviert ist) stöbern, und schauen, was das Herz der „nonkonformen politische Szene“ in dieser Zeit begehrte.

Der aktuellste Link ist wohl folgender:
http://web.archive.org/web/20031204220513/http://forum.signal-online.de/discus/

Interessant oder eher amüsant ist zum Beispiel eine Nachricht an Manfred Rouhs:

Was Ihre Ausführungen im WDR-Film angeht,frage ich
an wo ich betreffende Single Seite für Nationale
Deutsche finden kann,da die Suchmaschinen von
Google und Yahoo für mich leider kein verwertbares
Ergebnis erbrachten.
Im voraus schon besten Dank!
Kameradschaftlichst

Viel Spaß beim weiterstöbern. Ein sehr erhellendes Forum, das viel über die Denkweisen der sich selbst als “rechtspopulisten” verharmlosenden “Bürgerbewegung Pro-NRW” preisgibt.


Piratenpartei-Mockups

Ist die Piratenpartei rechts oder links? Oder ist sie weder rechts noch links? Oder ist sie beides? Die Mockups, die ich bisher gefunden hatte, lassen auf letzteres schließen:

18 Gründe

Piraten Antifa

Arische Piraten 
(Anonymisiert)

Piraten gegen Rechts

Braune Piraten 

Piratenpartei gegen Rechtsextremismus

Siehe auch:

Europawahl – die Piraten machen sich klar zum ändern
Piratenwelt: Die Zukunft der Piratenpartei
Piratenpartei und der (ehemalige?) rechte Rand
Rechtes Gedankengut bei den Piraten? Meinungsfreiheit für Faschisten?

Und… Aktuelle Diskussion auf dem Störungsmelder


PI-NEWS: “White Pride World Wide” nur zwei Klicks entfernt

Beim Störungsmelder wird aktuell die Islamfeindliche Website “PI-News” behandelt.

Warum PI-News rechtsextrem ist:

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(Quelle)

Ich weiß ja nicht, was PI-News Leser, “Spürnasen” und die “Redaktion” sonst noch alles lesen, ganz offenkundig lesen sie aber die Quelle, auf die sich PI-News hier bezieht:

hxxp://www.eutimes.net/2009/11/shocking-report-reveals-that-92-of-gang-rapists-in-london-are-non-white/

Diese wiederum hat lediglich eine 1:1-Kopie eines Artikels der rechtsextremen BNP online gestellt, die vermutlich schon 2004 eine rassistische Kampagne aufgrund einer älteren Erhebung startete:

4. Racist misrepresentation and exploitation of the issue of rape

Project Sapphire previously investigated “group rape”, i.e. gang rape. The police focus on gang rape has put forward a racist agenda promoted by the media. In January 2004, Scotland Yard claimed that gang rape is mostly perpetrated by “lawless” young Black men against white women. According to the Observer, Project Sapphire insisted their initiative had nothing to do with race. As the police are repeatedly found to be institutionally racist, they are not in a position to judge. When the victim is a woman or child of colour, sexism and racism combine against her. For example, a young Black woman who reported rape and assault by two men, whom she accompanied because one was a trusted family friend, complained to us that the police grilled her about her sexual history, pursuing one man’s story that she was paid for sex. Yet it should have been obvious from her physical injuries that she had been violently attacked.

Mit “nicht-weiß” meint die BNP im übrigen: Schwarz.

Die BNP ist übrigens nicht in der Lage, auffindbare Quellen zu nennen. Das Sapphire-Projekt bietet online keinerlei Informationen zum Thema an. Diese “Statistik” ist nirgends zu finden.

Darum soll es auch nicht gehen. Interessant ist die Website, auf die sich PI-News selbst bezieht:

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Interessant sind hierbei nicht nur die Meldungen der Website, bei denen es sehr häufig um “White Nationalists” geht, sondern die Linkliste, um die Ausrichtung der PIschen Quelle zu veranschaulichen:

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Es handelt sich hierbei entweder um Websites mit einem klar erkennbaren Nationalsozialistischen Spin, oder um Websites mit klar antisemitischer Ausrichtung. Nach einem Klick auf den “Stormfront”-Link prangt oben links im Browser folgendes Symbol, allerdings nicht durchgestrichen:

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Weiter unten auf der von PI-News verlinkten Website findet sich ein Link zu einem antisemitischen 911-Verschwörungstheorie-Film.

Bin ich wirklich ganz alleine, wenn ich bei PI-News an folgendes Bild denke?

Siehe auch:
Die geheuchelte Israelsolidarität von Pro-Köln

Ergänzung (28.11.09, 16:37 Uhr):

Es gibt wohl doch eine Quelle mit den Zahlen. Die muss man sich allerdings erst einmal aufwändig suchen. Angegeben hatte sie keine der rechtsextremen Websites(wohl ganz bewusst):

http://www.mpa.gov.uk/committees/sop/2009/091105/07/#h1000

Die Zahlen gibt es also, sie sagen jedoch etwas anderes aus, als die Überschriften und der Inhalt von BNP, den Neonazis und PI suggerieren:

Based on accounts supplied by victims and witnesses, the breakdown for offences with three or more suspects since 2003/4 to 2008/9, is as follows:
groups of all white suspects have dropped from 11% (eight offences) to 8% (seven offences).

Where there are groups of mixed ethnicity, this has risen from 14% (10 offences) to 24% (22 offences).

Groups of all black suspects have dropped from 44% (31 offences) to 32% (30 offences).

Von der BNP usw. werden kurzerhand alle Mitglieder gemischter Gruppen(also solcher Gruppen mit schwarzen *und* weißen Mitgliedern) komplett den „nicht-weißen“ zugeordnet, und verschwiegen, dass der Gesamtanstieg insbesondere bei diesen gemischten Gruppen zu finden ist. Eine gemischte Gruppe ist es nach dieser Statistik z.B. schon, wenn zwei Weiße und ein Schwarzer zusammen kommen.

Man versucht dort also, Schwarzen eine ganz besondere(natürliche?) Neigung zur Gruppenvergewaltigung zu unterstellen, und weiße besonders als Opfer bzw. homogen(!) weiße Gruppen als Nicht-Täter herauszuheben.