Schlagwort-Archive: rechtsradikalismus

Ein interessantes Buch

Hier beim Deutschlandfunk ist alles zu lesen. Es dürfte interessante Einblicke geben.

Drei Abschnitte zum Zitat:

„Die haben uns das ja sogar gesagt, ganz offen, in Ostdeutschland begegnen sie einer viel größeren Toleranz für ihr Gedankengut als in Westdeutschland. Und es ist offenbar einfacher politisch erfolgreich zu sein als Rechtsextremer, wenn man nach Ostdeutschland geht als wenn man das im Westen versucht. Das ist, glaube ich, die ganz einfache Erklärung dafür, warum es da so einen Braindrain, wenn man’s so nennen will, nach Osten gibt.“

(…)

Doch auch im Westen des Landes äußert sich rechtes Gedankengut unverblümt. „Politically Incorrect“ heißt eine Internetplattform, die der Kölner Stefan Herre betreibt. Dort schlägt Islamismuskritik à la Thilo Sarrazin um in offenen Rassismus und Gewaltfantasien. Christoph Schultheis:

„Das, was man klassischen Rechtsextremismus nennen will, der hat sicher diesen Zug nach Ostdeutschland. Man muss aber gleichzeitig sehen, dass sich im Westen über diese Islamkritik, Anti-Moschee-Organisation etc., dass sich da sozusagen auch eine neue Art von extremen rechten Milieus bildet. Nicht zuletzt sieht man das ja an Sarrazin, die positive Wahrnehmung von seinen Thesen findet eher im Westen statt als in Ostdeutschland.“

(…)

In ihren Texten halten sich Astrid Geisler und Christoph Schultheis mit Meinungsbekundungen zurück. Sie verzichten auf erhobene Zeigefinger und setzen der hysterischen Medienberichterstattung, der sie sich in einem Kapitel ausführlich widmen, auf angenehme Weise Gelassenheit entgegen. Wichtiger als der schlagzeilenträchtige Skandal ist es dort hinzuschauen, wo unsere Welt in doppeltem Sinne „heil“ ist, rechtes Denken also längst zum Alltag gehört. Das ist die Botschaft dieses lesenswerten Buches.

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Hetze gegen Migranten und Muslime in Berlin

Lediglich an die 80 Anhänger waren zum großspurig angekündigten Parteitag von „pro Deutschland“ nach Berlin gekommen – mehrere hundert Gegendemonstranten versuchten, die Veranstaltung der Rechtspopulistentruppe im Schöneberger Rathaus zu blockieren.

Am 17. Juli fand in Berlin der 4. Bundesparteitag der antimuslimischen „Bürgerbewegung pro Deutschland“ statt. Trotz großspuriger Ankündigungen fanden keine 100 Parteianhänger den Weg ins Schöneberger Rathaus, wo an diesem Tag Hetze gegen Migranten und Muslime auf der Tagesordnung stand.

Hier kann man alles lesen. Alles in allem zeigt sich das, was zu erwarten war: Eine Handvoll Leute kommen zusammen, um gegen Linke und vermeintliche Linke, Ausländer, Schwule und Muslime zu wettern. Israelfähnchen gab es vermutlich auch keine mehr.

Ganz kurze Auszüge:

[…]Ein Großteil der Anwesenden war weit über 40 Jahre alt, man unterhielt sich erregt über die Demonstranten vorm Rathaus. „Dem Dreckspack müsste man gleich eine reinhauen“ sagte eine ältere Frau.

Solche Gentlemen.

Bevor Jacques Cordonnier, von der extrem rechten Partei „Alsace d’abord“ („Das Elsass zuerst”), über die „Gefahr“ des Islam als einer „fremden Kultur auf unserem Boden“ sprach,[…]

Eine französische Partei spricht also auf der Demo von Deutschnationalisten in Berlin von “unserem Boden”.

Gibt es eigentlich noch eine Partei im Saarland, die für den Anschluss an Frankreich wirbt?


Markus B.

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(Ich will mehr!)


Kurz und knapp: Pro-Köln gegen Antisemitismus

Antisemitismus ist ein großes Problem in der westlichen Gesellschaft. Deshalb – nein eben nicht deshalb – haben die Republikaner begonnen, sich dagegen zu engagieren.

Neu, lesen, danke, bitte: Auch Pro-Köln engagiert sich gegen Antisemitismus.

Die rechtsradikale Szene befindet sich im Wandel und wird immer schizophrener.

Siehe dazu auch: Die geheuchelte Israelsolidarität von Pro-Köln


Verein “Pro-Ruhrgebiet” startet Aufruf gegen Rechts

Logo "Pro-Ruhrgebiet" Der seit 28 Jahren im Ruhrgebiet aktive Verein sieht seinen guten Namen aufgrund der Aktivitäten der rechtsextremen Pro-Köln und Pro-NRW gefährdet. Aus diesem Grunde startete er am 9. April 2009 einen Aufruf gegen Rechts, dem sich möglichst viele Vereine und Initiativen anschließen sollen.

    Der Verein pro Ruhrgebiet sucht Initiativen und Vereine,

    • die gemeinsam ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus setzen wollen

    • sich deutlich gegen die Arbeit der rechte initiative pro NRW und ihren lokalen Gruppen positionieren wollen

    • das „pro" in ihrem Namen als Zeichen für Toleranz und demokratisches Miteinander verstehen

    • aktiv gegen rechtsradikale Tendenzen vorgehen wollen

      Initiativen und Vereine, die sich gemeinsam mit dem Verein pro Ruhrgebiet gegen Rechts positionieren wollen, sind aufgerufen, sich beim Vorstand zu melden – auf dem Postweg unter der Adresse Verein pro Ruhrgebiet, Semperstraße 51, 45138 Essen, E-Mail: info@proruhrgebiet.de.

      Quelle

      Gefunden bei: Braunraus