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Merkel begrüßt Vatikan-Aufforderung an Holocaust-Leugner

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Aufforderung des Vatikans an den Holocaust-Leugner Richard Williamson zur Widerrufung seiner Äußerungen begrüßt.

Dies sei ein "wichtiges und gutes Signal", sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Dies mache deutlich, dass die Leugnung des Holocausts niemals ohne Folgen im Raum stehen bleiben könne. "Nur ohne Antisemitismus kann überhaupt ein gedeihliches Miteinander von jüdischen Gemeinden und christlichen Kirchen gelingen", sagte die CDU-Chefin.

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Genau so sehe ich es auch. Zwar steht noch immer der Antijudaismus und Islamhass der Piusbruderschaft im Raum (Siehe vorheriger Eintrag zum Thema, und dieser Hintergrundartikel), weshalb ich weiterhin den Standpunkt vertrete, dass sie wieder Exkommuniziert werden sollte, jedoch scheint es da auch kirchenrechtliche Schwierigkeiten zu geben. Das klare Signal zeigt jedoch zumindest, dass Vatikan und der Papst Fehler korregieren können – jedenfalls sofern der Druck auch stark genug ist. Wie sich die Geschichte mit den drei weiteren Bischöfen entwickelt, sollte weiterhin beobachtet und kommentiert werden, das ist dann aber wirklich eine innerkirchliche theologische Angelegenheit, in die sich zumindest die Politik nicht unbedingt weiter einmischen sollte.

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Pius-Skandal: Merkel fordert Klartext vom Papst

Die skandalöse Rücknahme der Exkommunikation von vier Bischöfen der erzkonservativen Priesterbruderschaft St. Pius zieht weite Kreise. Nachdem Israel mit dem Abbruch der Beziehungen zum Vatikan drohte(bei der Drohung blieb es), und weitere Bischöfe auf Distanz zum Papst gehen, verlangt nun Angela Merkel klare Worte vom Papst.

In meinen Augen inkonsequent, denn deutsche Politiker beschränken sich hierbei lediglich darauf, dem Papst eine klarere Distanzierung zu Holocaustleugnung abzufordern. Zurecht, doch reicht dies nicht aus, denn die Piusbruderschaft(nun eben Teil der Katholischen Kirche) gibt solchen Holocaustleugnern nicht nur grundsätzlich einen Hort, sondern ist bereits in den Grundzügen Judenfeindlich und offen Islamfeindlich. Genau jene Religionsbezogene Judenfeindlichkeit(Gottesmordthese) war es jedoch, der lediglich die rassistische Komponente hinzugefügt werden musste, um einen erheblichen Teil der ideologischen Grundlagen für den Holocaust zu schaffen. Dass bei der Islamfeindlichkeit innerhalb der Bevölkerung bereits mehr oder weniger häufig Rassismus mitschwingt, beweisen Blicke in das Pipifanten-Blog, Aussagen von ProKölnern, und den sonstigen Doitschnationalen Kruppdingern(Grüne-Pest-Asyl, Patridiotisches Forum Süddeutschland, NPD, usw.).

Meine Forderung wäre also, die Exkommunikation der vier Bischhöfe wiederherzustellen. Möglicherweise treten sonst neben Prof. Jean-Pierre Wils noch weitere bekannte Theologen aus der Kirche aus.