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Die NPD Sachsen macht wieder “Politik”

Nazi So sieht die Politik der NPD aus, wenn gerade nicht unmittelbar Wahlen bevorstehen:

Dann ging alles ganz schnell: Ein junger Mann stieg aus dem Golf aus und ging langsam auf Peter zu. Kurz bevor er vor ihm stand, begann er, auf ihn zuzulaufen, sprang ihm gegen den Brustkorb und schlug ihm gezielt ins Gesicht. "Das war ’ne Sache von ein, zwei Sekunden", erinnert sich Peter. "Einmal durchgezogen, und das war’s." Während der Täter mit seinen Kameraden flüchtete, schleppte sich Peter schwerstverletzt in den Tankstellenshop. Erst als ihm die Verkäuferin einen Spiegel reichte, sah er das Ausmaß seiner Verletzungen. "In meiner Stirn war eine Delle. Aus Nase, Ohren und Mund lief Blut. Ich sah sogar Blut in meinen Augen."

"Ein Arzt sagte zu mir, ich könne jeden Augenblick sterben. Das werde ich nie vergessen." Erst am Sonntagmorgen retteten die Mediziner in einer Notoperation Peters Leben. Seitdem fixieren Titanplatten seine rechte, vordere Schädelseite. Eine lange OP-Narbe zieht sich einmal quer über seinen Vorderschädel. Weite Teile seines Hinterkopfes kann er nicht mehr spüren. "Das fühlt sich an, als ob man eine Badekappe tragen würde", beschreibt Peter das Gefühl, das ihn wohl Zeit seines Lebens begleiten wird. Hinzu kommen die psychischen Belastungen. Manche Gewaltopfer leiden auch noch Jahre nach der Tat an den Folgen.

Der mutmaßliche Täter ist schnell identifiziert (…) Der Lunzenauer, dem Kontakte ins Freefight-Milieu nachgesagt werden, gehört der militanten Neonazi-Szene an. In der Vergangenheit besuchte er immer wieder Veranstaltungen von NPD und "Freien Kräften".

Dass ausgerechnet der 15-Jährige der Gewaltattacke zum Opfer fiel, ist nicht allein dem Zufall geschuldet. Wenige Wochen zuvor erst wurde der Jugendliche, der sich auch gern alternativ kleidet, im Internet an den Pranger gestellt (…) Wer verbirgt sich hinter solchen Webseiten? Im Falle der besagten Website führt die Spur unter anderem direkt zur sächsischen NPD. Nach einem Bericht des Fachportals "Recherche Nord" soll der Eilenburger NPD-Funktionär Kai Rzehaczek für die Inhalte der Seite mitverantwortlich sein.

Allein zweimal traf es Michaels Pkw: "Mir wurden Nummernschilder geklaut und wiederholt die Seitenspiegel abgetreten", ärgert sich der junge Mann. Nachdem er am Samstagabend nach dem Übergriff seinen Freund im Krankenhaus besucht hatte, verfolgten ihn ein paar dubiose Gestalten im Auto von Rochlitz bis nach Hause. Kaum hatte er seinen Wagen auf dem Grundstück seines Elternhauses geparkt, versuchten ihn die Verfolger aus dem verriegelten Fahrzeug zu ziehen.

Gewalt gegen wehrlose. Gewalt überhaupt. In sämtlichen Facetten. Dafür steht die NPD. Und man sollte hierbei nicht vergessen, insbesondere hierfür steht sie:


Radiobeitrag zur Mügelner Fußballnation

Radiobeitrag über die Vorkommnisse in Mügeln – inklusive Originalaufnahmen.

Die Originalmitschnitte zeigen Mügelner Emotionen und damit die selbstverständliche Volksgemeinschaft und den selbstverständlichen Hass. Man könnte ja fast vorschlagen, Fankooperationen mit St. Pauli und weiteren geneigten Vereinen zu schließen.

Man kann es nicht anders sagen: Das ländliche Sachsen ist zurückgeblieben, und sollte viel stärker ins Visier genommen werden, als bisher.

Update:

Ein Radiobeitrag vom MDR schätzt daher die positive Rolle des RSL für Sachsen meiner Meinung nach korrekt ein.

Es gibt auch Hoffnungsschimmer. Greschner kündigt an, dass darüber nachgedacht wird, ob sich der Verein stärker gegenüber Antisemitismus und Rassismus positionieren wird. Es ist zu wünschen, dass es nicht beim Nachdenken bleibt.

Definitiv wurde angekündigt: „Alle betreffenden Personen erhalten bei uns ein lebenslanges Stadionverbot!“ – sofern sie identifiziert werden. Ob dies durch die Polizei tatsächlich geschieht, bleibt noch abzuwarten. Es ist schließlich Sachsen, wo Polizisten auch mal versetzt werden, wenn sie bei der Aufklärung rechtsextremer Straftaten allzu erfolgreich sind. Vor Ort jedenfalls wurden keine Personalien der Nazis aufgenommen.

Siehe auch:
Mügelner Nationalismus und Antisemitismus im Fußball