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Kirchenstaat und Fürstentum Germania, nur verwirrte Neuzeithippies oder angehende extremistische Parallelgesellschaft?

Das Fürstentum Germania – eigentlich hört es sich erst einmal ziemlich witzig an, was die Staatsgründer da planen.
Ein Staat der sich von der Bundesrepublik abspalten will, mit eigenen Gesetzen, einer eigenen Staatsordnung ohne Steuern und Geld, mit eigenen freien Schulen und im besonderem einem Zentrum für missbrauchte Kinder.
Der nächste Gedanke wenn man weiter liest, ist so eine Art Sehnsucht nach einem friedlichen Leben, ohne Sorgen und Nöte in einer Gemeinschaft, die sich gegenseitig behilflich ist und ohne Geld auskommen will, warum auch nicht denkt der geplagte deutsche Steuerzahler und dem Fürstentum liegen haufenweise Einbürgerungsanträge vor.
Ein freies Leben ohne die Zwänge die jedem Bundesbürger auferlegt sind und ohne politische Ambitionen.

Was man aber findet, wenn man sich ein wenig im Forum des Fürstentums umschaut, ist nicht unbedingt politisch desinteressiert zu nennen. Ein Video der Gruppe “Die Bandbreite“ aus Duisburg untermauert die Verschwörungstheorien der Betreiber des Forums zum „Fürstentum Germania“.
Eindeutiger Antiamerikanismus und Antiisraelismus in einem Videoclip der Gruppe, mit demWohlwollen der Betreiber im Forum anzuschauen und in einem Artikel der “Waz“ wie folgt kommentiert, von rinks nach lechts .
Der Auftritt der Gruppe fand in der Schweiz statt, einer Veranstaltung der “AZK (Anti Zensur Koalition)“ gegründet von Ivo Sasek dessen Lehren der evangelikalen Tradition zugerechnet werden.
Gottgleich soll der Bibelfeste Ivo Sasek seine Theorien vertreten und mit seiner Koalition scheint er nicht wenige Anhänger anzusprechen.
(Auf weiterführende Links verzichte ich an dieser Stelle. Wer suchet, der findet!)

redok berichtet über Verschwörungstheorien der Gründer des Fürstentums (gleich derer des Reichsbürger Horst Mahler, ein bekannter Holocaustleugner, der wegen der kontinuierlichen Leugnung in regelmäßigen Abständen ins Gefängnis wandert), die mit der nicht Anerkennung der BRD, eine “Kommisarische Reichsregierung“ bilden wollen, entsprechend der damaligen Gesetze des Nationalstaates von 1871 bis 1945.
In einem anderen Artikel berichtet redok über die Verbindung des Christoph Kastius (Fürstentum- Aktivist und Reichsbürger) zu einem der Gründer des „Fürstetums“, Fürstentum-Ritter Jo Conrad und damit auch zu Jessie Marsson, beide mit rechten Ansichten belastet.
Nach weiterer Recherche gelangt man zum “Reichsbürgelichen runden Tisch Berlin“, der wiederum Kontakte zu einem dubiosen “ Blutschwerter Stammtisch Berlin“ führt, wo Verabredungen zum „Reichsbürgerstammtisch“ getroffen werden.
Jessie Marson behauptet, in seiner Kindheit selbst missbraucht worden zu sein und er gründe das Zentrum für missbrauchte Kinder aufgrund dieser Erfahrung.
Propagiert wird in dem Forum des „Fürstentums“ auch die „Germanische Neue Medizin“ die in Medizinerkreisen als nicht ungefährlich und irreal eingestuft wird.
Alles in allem, recht zwiespältige Zeitgenossen und kaum vertrauenswürdig genug, hier für missbrauchte Kinder Hilfe zu finden.
Auch wenn nicht auf den ersten Blick als Rechtsextrem zu identifizieren, ist diese Gruppe in all ihren Facetten ein gefährlicher Mix aus rechts und linksextremen Einflüssen und Verschwörungstheoretikern mit einschlägigen religiösen Hier ein weiterer Artikel der „Mitteldeutschen Zeitung“.

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